Kolumne vom 16.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

treffen Sie schon Vorbereitungen für den Winter? Haben Sie die Winterreifen schon aufgezogen? Nachdem ich heute Morgen die Wasserversorgung des Gartens stillgelegt habe, informierte mich unser Bauhof, dass auch die Friedhöfe frostsicher gemacht werden. Sie finden nun nur noch an den „Winterzapfstellen“ Wasserdruck vor und auch nur noch bis zum ersten Frost. Bitte wundern Sie sich nicht, wenn Ihre nächste Zapfstelle kein Wasser mehr führt.

Vorbereitungen für das nächste Jahr auch beim „Wasserverband Gersprenz“. Vorstandssitzung und Jahreshauptversammlung sind durchgeführt, der Wirtschaftsplan beschlossen. Für uns stehen die Fischtreppe an der Konfurter Mühle und das Wehr in Harreshausen auf dem Programm für die nahe Zukunft.

Leider müssen wir auch den Feuerwehrbedarfsplan kurzfristig anpassen. Da ein Löschfahrzeug irreparabel am Tank beschädigt ist, musste die Prioritätenliste zur Neubeschaffung kurzfristig geändert werden. Dies fand bei der Bürgermeisterdienstversammlung unter den Kollegen Verständnis. Die Neuanschaffung war für Babenhausen erst in 2021 geplant und muss nun vorgezogen werden.

Weitere Termine wie die Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, eine Expertenrunde der entega zum Thema Datenschutz und Datensicherheit, die Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes VDK standen ebenso im Kalender wie der Kennenlerntermin mit dem neuen Jugendamtsleiter des Landkreises, Gesprächen zur interkommunalen Zusammenarbeit aber auch das Schlachtfest in Sickenhofen oder der Martinsmarkt der Kirchengemeinde St. Josef. In Babenhausen ist eben immer was los.

Neu ist auch Standort und Gestaltung des Aushangkastens des Jugendforums. Direkt im Haupteingang des Rathauses rechts sind nun aktuelle Informationen zu den Aktionen zu finden. Ebenso neu ist ein öffentlicher Bücherschrank im Warteraum des Bahnhofs, der zeitnah bestückt werden soll, um einen regen Austausch zu ermöglichen.

In unserem Bemühen, die Stadt ordentlich zu präsentieren, ringen wir oft mit uneinsichtigen Tierhaltern, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht ordnungsgemäß entsorgen. Dies ist auch in der vergangenen Woche geschehen, allerdings anders als gewöhnlich. Daher hier ein nicht ganz ernst gemeinter „Fahndungsaufruf“:

Die Stadt Babenhausen sucht einen Tierhalter, sein Huftier hat wiederholt die Straßen der Stadt verschmutzt. Der Täter ist vermutlich mit einem Schwert bewaffnet, aber ungefährlich. Er ist zu Pferd unterwegs und erkennbar an einem halbierten Reitermantel römischer Machart. Oft folgen ihm singende Kinder, die Laternen tragen. Eine latente Abwehrhaltung zu Gänsen ist zu vermuten. Sachdienliche Hinweise nimmt das Ordnungsamt entgegen. Sollten Sie ihm begegnen, begrüßen Sie ihn freundlich, er selbst ist ein Menschenfreund, von dem nur der Vorname „Martin“ bekannt ist.

Mit vielen Grüßen aus dem Rathaus.

Ihr Achim Knoke

 

Kolumne vom 03.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

eine ereignisreiche Woche, durch den besonderen Feiertag anlässlich der 500 Jahre Reformation eine kurze und durch eine Verschiebung des Erscheinungstages unserer Babenhäuser Zeitung eine besondere, liegen hinter uns.

Gestern konnten wir die nächste Auflage von der „Nacht der Lichter“ in unserer Innenstadt erleben, die der Gewerbeverein in gewohnter Qualität und zu unser aller Freude ausgerichtet hat. Zunächst gefehlt haben die politischen Mandatsträger, denn leider konnte sich die Terminüberschneidung mit dem parlamentarischen Abend der Stadtverordnetenversammlung nicht vermeiden lassen. Hier wurden Menschen geehrt, die sich um unsere schöne Stadt mit all ihrer Vielfalt verdient gemacht haben.

Die Vernissage „Menschen im Augenblick“ lud bereits am Mittwoch in die Bummelgass ein, schauen Sie im Hause „Optik Wiese“ mal rein.

Über 500 Jahre Reformation ist viel gesagt und geschrieben worden. Was dabei oft nicht hinreichend gewürdigt wird, ist die Leistung Martin Luthers, uns gemeinsam mit der Erfindung des Buchdrucks und seiner Deutscher Bibelübersetzung die Basis für unsere gemeinsamen Deutsche Sprache im Vielvölkerstaat gegeben zu haben.

Der Runde Tisch zum Schwimmbad hat Empfehlungen für die Stadtverordnetenversammlung erarbeitet, die nun in die parlamentarische Diskussion und Beschlussfassung eingespeist werden. In der kommenden Woche beraten die Ausschüsse unter anderem auch über diese Themen.

War am Samstagabend noch der Jahresabschluss unserer Feuerwehr geprägt von feierlichem Beisammensein mit Ehrung verdienter Kameraden für lange Zugehörigkeit, startete der Montag direkt mit zwei Einsätzen, die nicht wie vielleicht erwartet mit den hohen Windgeschwindigkeiten des Wochenendes zu tun hatten.

Damit sind wir beim Tag der offenen Tür in der Kaserne. Begann der Sonntag noch regnerisch, so  hatte Petrus ein Einsehen mit uns und schenkte uns einen kühlen aber doch trockenen Tag zum Aufbruch in eine neue Zeit. Das große Interesse lohnte dann die vielen Mühen der Organisation und ein herzliches Danke geht an alle fleißigen Hände, die diesen Tag ermöglicht haben, insbesondere den Turnverein, der alle versorgt hat, bis die letzte Dippe leer war.

Vielleicht sehen wir uns am Samstag beim 90. Jubiläum des Kreis Chorverbandes in der Halle in Münster oder bei den Anglern in Hergershausen am Sonntag.

 

Ein schönes Wochenende und einen guten Einstieg in den November,

 

mit vielen Grüßen aus dem Rathaus.

 

Ihr Achim Knoke

 

Kolumne des Bürgermeisters vom 26.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

viele Themen sind in der vergangenen Woche weiterbearbeitet worden. Der runde Tisch zum Thema Schwimmbad hat diverse Ideen entwickelt und Empfehlungen vorbereitet, um den langfristigen Betrieb zu gewährleisten. Im Rathaus waren Maßnahmen zum Schutz vor Cyber-Attacken ebenso Thema wie Gespräche mit dem Gewerbeverein, dem ASB, den Kasernenentwicklern und weiteren Entwicklern. Die Gewässerschau Gersprenz fand statt, zum letzten Mal mit dem langjährigen Geschäftsführer des Gersprenzverbandes Herrn Hess, der den wohlverdienten (Un-) Ruhestand antritt.

Das vergangene Wochenende hatte trotz launigen Wetters viel in den Außenbereichen zu bieten. Der Katastrophenschutzzug der Feuerwehr führte erfolgreich eine technische Übung in der Kaserne durch, die Arbeitsgruppe Tourismus und Stadtmarketing setzte gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Sickenhofens erneut Narzissenzwiebeln, diesmal zwischen Sickenhofen und Babenhausen. Dort wird im kommenden Frühling ein weiteres gelbes Band eine Verbindung hervorheben. Und der Förderverein der Sozialstation konnte zur Mitgliederversammlung im 25. Jubeljahr gemeinsam mit Gründungsmitgliedern feiern. Treten Sie noch im Jubiläumsjahr ein und unterstützen Sie schon mit 12€ im Jahr eine wichtige und erfolgreiche Einrichtung in Babenhausen.

Gemeinsam mit der Entega und Fördermitteln des Landes Hessen haben wir zwei Hochleistungsladesäulen für E-Autos an den Parkplätzen „Stadthalle“ und „kath. Kirche“ errichtet, die auch schon genutzt werden, hier geht der Ausbau der Infrastruktur weiter.

Und auch gebaut wird weiter. Am Bahnhof Süd ist die Park & Ride Anlage abgenommen. Es sind noch Restarbeiten zu erledigen, Bäume zu pflanzen und Schilder zu stellen. Dazu wird Anfang November nochmal eine Sperrung erforderlich werden, damit keine abgestellten Fahrzeuge zu Schaden kommen oder die Arbeiten behindern. Danach erfolgt dann die offizielle Eröffnung.

Auch in der Martin-Luther-Straße nehmen die Abrissarbeiten ihren Lauf. Die Kinderkiste und die alte Bücherei der Grundschule sind gewichen, das alte Kindergartengebäude wird gerade abgeräumt. Hier und auf dem Kasernenareal machen wir uns gemeinsam mit dem Landkreis als Schulträger Gedanken um Schulen und Kindergärten, die es zu entwickeln gilt.

Entwicklung auf der Kaserne ist das Thema des kommenden Wochenendes. Die Einladung zum Tag der offenen Tür liegt in der Presse, auf Plakaten und im Internet vor. Und am Sonntagabend dann, wenn Sie aus der Kaserne heimgekommen sind, der Tatort, der in unserer Kaserne gedreht wurde.

Hoffen wir, dass uns das Wetter am Wochenende ähnlich entgegenkommt wie der Kerb in Hergershausen am vergangenen Wochenende. Danke an die Organisatoren und Helfer für den tollen Umzug und die schönen Stunden.

Wir sehen uns Sonntag in der Kaserne. Ich freue mich auf Sie.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 19.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach einen phantastischen Sommerwochenende mitten im Oktober hat die Woche mit zauberhaften Licht- und Schattenspielen begonnen, viele tolle Bilder sind in den sozialen Medien zu finden, Stonehenge in Babenhausen entstand Dienstagmorgen. Weniger mystisch, in Stille, allerdings voller Dankbarkeit begingen wir am Montag den 40. Todestag des Kapitäns der Lufthansamaschine „Landshut“. Zusammen mit dem Stadtverordnetenvorsteher und Vertretern des Magistrats legten wir im Beisein der Familie Schumann einen Kranz am Grab von Jürgen Schumann nieder. Sein Mut, sein Einsatz für die ihm anvertrauten Passagiere bleibt uns als Vorbild im Gedächtnis – auch nach 40 Jahren ist das Einstehen für andere und gegen die grausamen Handlungen des Terrors leider aktuell. Babenhausen darf stolz sein, auf seinen Helden der zivilen Luftfahrt. Geschichte wiederholt sich leider immer wieder in der ein oder anderen Form, sodass wir immer wachsam die aktuellen Entwicklungen verfolgen sollten.

Geschichte und aktuelle Entwicklungen sind die Stichworte für das nächste große Thema: am 29. Oktober öffnen wir die Tore zur Kaserne, bevor dann Abrissarbeiten das Antlitz des Areals maßgeblich ändern. Noch einmal besteht die Möglichkeit, die Kaserne so zu erleben, wie sie die Amerikaner verlassen haben, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, bevor durch Baustellenverkehr der Zugang zunächst einmal sehr beschnitten werden muss, damit niemand zu Schaden kommt. Gleich, ob Sie in früheren Zeiten das Gelände betreten konnten, dort ein und aus gingen oder es nur von außen erleben konnten, sehen Sie sich ein letztes Mal um, bevor die aktuelle Entwicklung in Gang kommt. Der Turnverein sorgt dankenswerter Weise für das leibliche Wohl, es gibt in spannenden Führungen einiges zu entdecken und die Planungen für Zukunft zu erforschen.

Sie haben sicher schon festgestellt, dass unsere neue Kehrmaschine endlich eingetroffen ist und die Kollegen des Bauhofs ihr möglichstes tun, die Stadt wieder in Fasson zu bringen. Für die Fortführung des Leasing der alten Kehrmaschine wurden in 2017 keine Mittel bewilligt, nun ist endlich die neue im Einsatz, sodass wir wieder gemeinsam mit Ihnen die Straßen und Wege in Ordnung bringen und halten können. Bitte achten Sie darauf, dass bei der Reinigung vor der Haustüre kein Kehrgut die Fangkörbe der Gullys verstopft, damit Regen- und Schmelzwasser gut ablaufen können. Dann können wir alle entspannt Herbst und Winter entgegensehen, denn schön sind auch diese Jahreszeiten allemal in unserem Babenhausen, von der Grenze östlich Harreshausens bis nach Harpersthausen und Hergershausen im Westen.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

 

 

 

Kolumne vom 05.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie haben Sie den 03. Oktober begangen? Als zusätzlichen Ferientag? Als Brückentag für ein schönes langes Wochenende, vielleicht mit der Familie? Während meine Tochter den Montagabend für eine sehr spontane kleine Party mit Freunden nutze, waren auch für mich einige Arbeiten unter „Haus & Hof“ zu erledigen, bevor der Terminkalender zum Dienst ruft. Trotz alledem: der Tag der Deutschen Einheit ist Grund zum Feiern, und zwar aus zwei Gründen: Die gewaltsame und ideologisch geprägte Trennung von Staaten und Menschen fand ein Ende. Und dieses Ende kam in friedlichen Protest, gewaltfrei, zivilisiert, menschlich. Schaut man sich die Krisenherde auf dem Erdball an, so kann Deutschland zu recht stolz sein, auf die Aufhebung der Spaltung und die Art und Weise, wie es dazu gekommen ist.

In Babenhausen sind auch Grenzen verschwunden. Wir sind nicht mehr eine durch Gebietsreform zusammengekommene Gruppe von Gruppen, wir sind eine Stadt, jeder von uns ist Harreshäuser, Sickenhöfer, Hergershäuser, Harpertshäuser, Langstädter, Babenhäuser. Sechs wunderbare Stadtteile einer Stadt, inzwischen gehören wir zusammen, ohne unsere Wurzeln zu vergessen.

In der vergangenen Woche war ich in vier der sechs Stadteile unterwegs, Kelterfest in Hergershausen und Jubiläum, Kerb in Harpertshausen, Jubiläum in Langstadt, Eiserne Hochzeit in Babenhausen.

Und überall tut sich etwas. Kräne und Bagger zeigen, wo gebaut, saniert und erneuert wird. In all der Veränderung Konstanz: Ein kleiner Junge steht am Baustellenzaun mit seiner Mama und beobachtet den Bagger bei der Arbeit. Es erinnert mich an die Faszination, mit der mein Bruder und ich als Kinder genauso gebannt dort standen. Schön, dass die Kinder das heute noch genauso machen.

Etwas weiter draußen an der Konfurter Mühle wird die Fischtreppe bald in Angriff genommen, der Gersprenzverband legt sich ins Zeug, um dieses Projekt zwischen Sickenhofen und Babenhausen abzuschließen. Leider wurde die gerade in Stand gesetzte Schranke dort erneut beschädigt, sodass es zu weiteren Verzögerungen für die Anwohner und Landwirte kommen wird.

Aus anderem Grunde gibt es entsprechende Bauzäune am Bahnhof. Zwar können Fußgänger bereits durch die Unterführung am Bahnhof gehen, auch Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle finden den Weg, für Radfahrer muss aber noch eine bessere Lösung her. Derweil ist die „naturnahe“ Unterführung hinten am Tierheim bald Baustelle, die Deutsche Bahn ertüchtigt den Durchgang unter den beiden Bahndämmen dort.

Und der Herbst bringt Standartaufgaben mit sich. Unter anderem ist das Schwimmbad winterfertig eingepackt, allerdings sind dort nach wie vor Kollegen vom Bauhof unterwegs, denn die Anlage im Bauch des Schiffes bedarf auch im Winter der regelmäßigen Kontrolle und Pflege. Im Mai geht dann die nächste Badesaison los. Der Betrieb in 2018 ist wie in 2017 gesichert.

Wir haben das Erntedankfest gefeiert, der Sommer war nass, es hat manche Frucht nicht den erwünschten Ertrag gebracht. Trotzdem ist genug zu Essen da, wir können dankbar sein für den Wohlstand, in dem unsere Kinder aufwachsen können.

 

mit herbstlichen Grüßen aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 28.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

noch etwas einsam steht ein Radlader im Eingangsbereich der Kaserne, zum Bewegen von schweren Teilen, zur Vorbereitung von Flächen ist aber das Gerät vor Ort.

An anderen Stellen bewegt sich schon richtig was. Der Fortgang in den Baugebieten Lachewiesen, in Harreshausen und Langstadt ist sichtbar, und auch im Gewerbegebiet „Im Riemen“ geht es voran. An der Brauerei ist bereits viel geschehen und in der Martin-Luther-Straße wurde der alte Kindergarten niedergelegt, die Kinderkiste musste weichen, und auch der Frontbau der Grundschule ist bald nicht mehr. Viele haben enge und gute Erinnerungen an das, was sie in diesen Gebäuden erlebt und erfahren haben, sodass etwas Schwermut durchaus nachvollziehbar ist, das ist menschlich. Ausschlaggebend ist aber sicher auch, dass hier Raum entsteht für etwas Neues. Kommende Generationen werden hier in einem schönen Kindergarten eine tolle Vorschulzeit erleben, Freunde fürs Leben kennenlernen und neue Erinnerungen sammeln.

Es freut mich, dass viele die Anfahrt zur Grundschule über den Stadthallenparkplatz wählen, denn hier kommen die Kinder viel sicherer auf das Schulgelände, als in der ohnehin engeren Martin-Luther-Straße, in der auch noch Baustellen und große Fahrzeuge den Zugang erschweren. Die wenigen, die sich diesen Weg zumuten, oft noch auf der falschen Straßenseite und in Parkverbot halten, um die Kinder dann noch auf der Straßenseite aussteigen zu lassen, kann ich nur bedingt verstehen. Aus Freiheit folgt eben auch immer persönliche Verantwortung.

Genau das war Thema am Montag. Im Zuge der Interkulturellen Wochen konnten hautnah persönliche Geschichten zum Thema Meinungs- Rede- und Pressefreiheit ausgetauscht werden. Wie fühlt sich das an, wenn man aus dem Iran nach Deutschland kommt, welche Erlebnisse bringen Afghanen aus Ihrem Land mit, wie fühlte sich der Mauerfall in unserem eigenen Land an? Gedankenaustausch hautnah, persönlich, spannend, authentisch, Danke an alle Teilnehmer im Jugendcafe, es war ein sehr interessanter Abend.

Viele Möglichkeiten zum Gespräch gab es zum Gartenfest am Sophie-Kehl-Heim, beim Kürbisfest in Sickenhofen, beim Kirchenjubiläum in Harpertshausen, der Herigar-Cafe in Hergershausen oder der Kerb in Langstadt. Auch in den Kirchengemeinden anlässlich des Erntedankfestes, in der Kunstausstellung in Sickenhofen oder auf den Wegen von und zum Wahllokal. Menschen im Gespräch – eine gute Sache.

Vor Wochen hatten wir eine Initiative gestartet, bei der nicht mehr verwendete Mobiltelefone gesammelt und der Erlös dem Erhalt der bedrohten Gorillas gespendet wurden. Als Teil dieser Aktion sind bereits 7.000€ gespendet worden, und wir sind noch nicht fertig. In Rathaus und Recyclinghof am Bauhof können Sie Ihre alten Geräte nach wie vor dieser Aktion zur Verfügung stellen. Nicht nur vor Ort mit den Przewalski-Pferden tragen wir Babenhäuser damit aktiv zum Artenschutz bei. „Global denken – lokal handeln“ ist damit in Babenhausen nicht nur ein Bekenntnis, wir leben gemeinsam diese Idee. Herzlichen Dank dafür.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 21.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

manche Veränderung ist willkommen. So gehen zwei wirklich altgediente Mitarbeiter in den (Un-) Ruhestand, wobei die Betonung auf „Dienst“ liegt, ob die Aufgabe nun im Bereich Sicherheit und Ordnung oder im Forst und im Bauhof liegt.

Andere Veränderungen nehmen wir mit ungutem Gefühl zur Kenntnis, wenn beispielsweise ein Antrag zur Unterstützung eines Landesjugendtreffens nicht gewährt werden kann.

Manche Veränderung wünschen wir uns sehr, so im Umgang miteinander. Selten kommen offene freundliche Fragen wie: „Können wenigstens die ganz schlimmen Schlaglöcher auch in Zeiten knapper Kassen zeitnah repariert werden?“ Das klingt doch viel besser und ermutigt zu einer zeitnahen freundlichen Antwort als: „Habt Ihr eigentlich nicht nachgedacht, als das so geplant wurde?“ Zugegeben, wer arbeitet, macht auch Fehler, aber eine Frage freundlich zu beantworten, die schon Dummheit mehr oder weniger unterschwellig suggeriert, ist eben auch aufwendiger und zeitintensiver.

Die „Interkulturellen Wochen 2017“ im Landkreis knüpfen Verbindungen. Gestern wurde mit „Weniger is(s)t mehr: Lebensmittelverschwendung versus Genuss“ in Babenhausen begonnen. Freitag veranstaltet die Kinder- und Jugendförderung im gleichen Rahmen das „Internationale Gartenfest“ am Sophie-Kehl-Heim. Im Jugendcafe folgt am 25.09. „Das bin ICH!“ / Erzählcafe zum Thema Meinungsfreiheit und am 26.09. wird der Film „Almanya – Willkommen in Deutschland“ gezeigt, wieder im Sophie-Kehl-Heim.

Unsere Kindertagesstätte Kunterbunt ist eine von sechs Einrichtungen, die zur Familientagesstätte gekürt worden ist, wieder ein Veränderung, die uns sehr freut.

Heute Abend stellen wir erneut Weichen für die Zukunft. In der Stadtverordnetenversammlung stehen Ehrungen, Ernennungen zum Ehrenbürger, aber auch die Einbringung des städtischen Haushaltsentwurfs 2018 auf der Tagesordnung.

Am kommenden Sonntag werden viele ehrenamtliche Wahlhelfer, unterstützt von den Kollegen aus der Verwaltung, im Einsatz sein, um unsere Demokratie praktisch umzusetzen. Herzlichen Dank vorab. Bitte nutzen Sie Ihr Recht auf die demokratische Gestaltung, gehen Sie zur Wahl. Das Wahlrecht für alle wurde hart erkämpft. Überlassen Sie dieses Recht nicht anderen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeit der Einflussnahme, vor allem, wenn Sie extreme Positionen wie den Brexit oder die Androhung von Gewalt gegen andere Nationen nicht wünschen, die gerade Europa zu schaffen machen oder friedlichen Lösungen die Türe zuschlagen. Es kommt auch auf Ihre Stimme an.

Anschließend können Sie in Langstadt oder Harpertshausen die unterschiedlichen Jubiläen feiern.

Am vergangenen Donnerstag haben kurze aber heftige Regenfälle den Pegelstand der Gersprenz bei Harreshausen innerhalb kurzer Zeit um fast einen Meter nach oben gedrückt. Dank der in der Vergangenheit getätigten Investitionen des Gersprenzverbandes haben wird derartige Fälle aber gut im Griff.

mit herbstlichen Grüßen aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 14.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in dieser Woche sind viele Zahlen zu wälzen. Der Jahresabschluss des ASB als Betreiber vieler unserer Kindergärten will genauso durchgearbeitet werden, wie der Haushaltsentwurf 2018, der in die Beratung eingespeist wird. Auch die Schwimmbadsaison wird abgeschlossen, Kosten kalkuliert und Eintrittsgelder statistisch aufbereitet. Kalkulationen über weitere Brückenreparaturen stehen an und diverse Projekte müssen durchkalkuliert werden, denn Bund und Land winken mit Fördermitteln. Von 70% bis 30% je nach Programm reicht die Förderquote, aber die Stadt hat praktisch immer auch einen Eigenanteil zu stemmen. Es bleibt also immer die Frage, was wir uns leisten können und wollen.

Die Besucherzahlen der Gesundheitsmesse sind deutlich über den Erwartungen und korrelieren mit denen des Altstadtfestes, das trotz wetterbedingt schwerem Start doch viele Besucher in unser schönes Babenhausen gelockt hat, was durchaus von der Berichterstattung im Hessischen Rundfunk unterstützt wurde.

Es fehlen noch Zahlen zu Besuchern, zu den Umsätzen der Vereine, im ganzen aber haben wir Babenhäuser uns wieder als großartige Gastgeber präsentiert, und mein Dank geht an alle, die daran mitgewirkt haben, die Bewährtes geboten und Neues ausprobiert haben.

Derzeit belegt die Bundestagswahl einige Ressourcen im Rathaus. Genehmigungen müssen erteilt werden, Vorbereitungen sind zu treffen, ehrenamtliche Wahlhelfer (erneut vielen Dank) bekommen die nötigen Informationen, damit am 24.09. die Wahl ordentlich über die Bühne geht.

Die Rathaussanierung ist auch weit fortgeschritten und wird hoffentlich noch in diesem Jahr beendet werden. Damit ist dann ein regulärer Betrieb wieder gewährleistet und Sie können unseren Service wieder in gewohnter Qualität nutzen, ohne Staub, bohren, Leitern und Gerüste.

Für das Wochenende finden Technik-Interessierte die Bezirksübung der Jugendfeuerwehr in Hergershausen sicher genauso spannend wie die Freiflugveranstaltung der Verkehrswacht beim LSC hinter der Kaserne. Außerdem stehen noch Führungen zu den Pferden am Sonntag an, ebenso eine Stadtführung unter dem Thema “Freiheit und Gefangenschaft in Babenhausen“.

 

Eine schöne Einstimmung in die herbstliche Zeit, die mit Wind, Regenbögen und buntem Laub viel Freude bringen kann, wünsche ich mit vielen Grüßen aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 07.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wieder richtig was los gewesen in unserer Stadt, der Terminkalender der vergangenen Woche war aufregend, wer alles mitnehmen wollte, hatte gut zu tun. AfterWork-Party am Freitag in Langstadt, Waldrundgang am Samstag und Beginn Haselsee-Fest, am Sonntag dann Trödel- & Flohmarkt, Schulhoffest in Langstadt, Schnitzelessen bei den Kickers in Hergershausen und Forellenessen am Sickenhöfer See, Kerb und das letzte Schwimmwochenende im Freibad.

Die Vorbereitungen für das Altstadtfest kommendes Wochenende und die Gesundheitsmesse laufen auf Hochtouren, wir erwarten Gäste aus Bouxwiller, Lichtentanne und vielleicht schaffen die Schwaben aus Babenhausen es dieses Jahr zu uns. Es wird in jedem Fall ein rauschendes Fest. Für die Bewohner unserer schönen Altstadt gibt es zwei Möglichkeiten: Flucht oder Mitfeiern, die Meisten feiern sicher mit. Für mich wird es das dritte Mal sein, dass ich dieses Fest eröffnen darf.

Am Sonntag wurde Frankfurt teilevakuiert, um ein Relikt aus dem zweiten Weltkrieg, eine mächtige Fliegerbombe, zu bergen. An dem Wochenende habe ich die Cabinet War Rooms in London besichtigt, in denen die englische Regierung unter Churchill gearbeitet hat. Im Eingang hängt unter der Decke eine riesige Deutsche Fliegerbombe, da kommt man ins Grübeln. Nach mehr als 70 Jahren haben wir immer noch aufzuräumen. Wenn man dann als Deutscher aber mit Engländern  ins Gespräch kommt, und in Frieden auseinander geht, um gemeinsam Derartiges für unsere Kinder zu verhindern, dann kann ich wahrnehmen, dass trotz aller Differenzen, die existieren mögen, das gemeinsame Eintreten für Menschlichkeit überwiegt. Gemeinsam für Frieden und Menschlichkeit einstehen, Demokratie stärken, auch wenn sie manchmal langsam und ineffizient erscheinen mag, Extrempositionen zu hinterfragen, bleibt das Gebot der Stunde, des Tages, des Jahres. Es gibt keine einfachen, schon gar keine primitiven Antworten auf globale komplexe Fragen unserer Zeit. Wohin Demagogen und Extremisten führen können, sehen wir heute an vielen Stellen weltweit, aber eben auch in unserer Geschichte in Europa und in Deutschland. Lange her, meinen Sie? Nun, wie gesagt, wir räumen immer noch auf. Aber das machen wir gemeinsam, vorwärts gerichtet, die Zukunft gestaltend.

Auch das Altstadtfest führt Menschen zusammen, während zeitgleich in Arlington Veteranen zusammenkommen, die in Babenhausen stationiert waren. Wünschen wir diesen Veranstaltungen gutes Gelingen und ein friedvolles Miteinander!

Viel Spaß beim Altstadtfest und viele Grüße

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 31.08.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Bilder seiner Heimat nimmt man mit, und bekommt sie nachgesandt. Das Stadtbild an der Platanenallee hat zwei Lücken weniger, denn in jedem Jahr werden zwei Platanen ersetzt. Diese Bäume können nicht beliebig oft geschnitten werden und der Erhalt bedarf einer kontinuierlichen Pflege.

Von den Kunst- und Kulturtagen gibt es mindestens 137 Bilder im Internet, die den Erfolg dieser Veranstaltung zeigen. Dieses Jahr haben die Kunstschaffenden viel selbst stemmen müssen und dies unter hohem Aufwand geschafft. Viele Besucher hat es in die Stadtmühle gezogen, und das trotz paralleler Veranstaltungen wie Kerb in Sickenhofen, dem Sport-und Familienfest des TVB oder dem 20jährigen Jubiläum der Rotarier, herzlichen Glückwunsch.

Die Versteigerung eines Gemeinschaftsbildes mit 31 Beteiligten und der Spende von zwei Künstlern hat einen Erlös von 200€ gebracht, der dem Tierheim und dem Lebensmittelpunkt zugute-kommen soll, vielen Dank, dass auch hier Bilder Gutes bewirken.

Das Bild der Stadt ändern wird auch die Entwicklung der Kaserne. Hier wurde zusätzlich zu den Informationen vom vergangenen Dienstag nun offiziell das Handelsregister entsprechend geändert, womit unsere Partner auch hier das Kommando und das Ruder übernehmen und die Stadt als Lotse an Bord bleibt.

Das Rathaus als Baustelle gibt ein Bild ganz anderer Art ab. Staub und Baumaterial zeigen zwar auch hier den Fortgang an, allerdings sind die Tage leider auch laute Baumaßnahmen erforderlich, die wir sonst in die Randzeiten drücken können. Bitte haben Sie bei einem Besuch Verständnis, dass es auf der einen Seite nicht anders zu organisieren ist, auf der anderen Seite die Kolleginnen und Kollegen, die den ganzen Tag in dem Krach sitzen, sicherheitshalber einmal mehr nachfragen.

Leider gibt es auch weniger freudige Nachrichten. So wird es nach aktuellem Stand auch in diesem Jahr keinen Seniorennachmittag in der Kernstadt geben, da sich kein Träger für diese Veranstaltung gefunden hat. Und aus dem Jagd- und Forstbereich wird mitgeteilt, dass die Räude auf dem Vormarsch ist. Diese sehr ansteckende Krankheit befällt gerade hundeartige Tiere und ist bei den Füchsen vermehrt zu verzeichnen. Durch Milben hervorgerufen, sind unsere Haushunde gefährdet, bitte daher den Vierbeiner nicht in Wald und Flur frei laufen lassen.

Unser Schwimmbad ist noch bis einschließlich dem ersten Septemberwochenende geöffnet; genießen Sie es, solange das Wetter dies möglich macht. Es wird immer wieder nach einer Verlängerung bei gutem Wetter gefragt, alle zurückliegenden Initiativen in dieser Richtung haben aber leider gezeigt, dass die Besucherzahlen in keinem Verhältnis zu den Kosten stehen.

 

Viel Spaß Ihnen allen und viele Grüße

 

Ihr Achim Knoke