Kolumne vom 16.01.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Endrechnung unseres Anteils für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen über 4.800 € ist eingegangen, bei Gesamtkosten von über 30.000 € sieht man hier, wie Fördermittel in den Ausbau des ÖPNV fließen. Mit etwas Glück können wir weiter Unterstützung bei der Rentenbeantragung auf ehrenamtlicher Basis ermöglichen. Ähnlich wie die Schuldnerberatung, die ebenso wie die Stadtbücherei und die Feuerwehr ehrenamtlich für Sie vor Ort verfügbar ist, ergibt sich hier eine interessante Lösung.

Auch mit viel ehrenamtlichem Engagement haben wir seit 2016 gemeinsam mit der Freifunk-Initiative Darmstadt und dem Gewerbeverein, das freie WLAN in allen Babenhäuser Stadtteilen etabliert. Durch neue Sicherheitsarchitektur werden wir nun einige Geräte ersetzen müssen, die den aktuellen Anforderungen nicht mehr genügen. Restmittel aus einem Fördertopf des Landkreises werden nicht ausreichen, sodass in der vorläufigen Haushaltsführung nach anderen Wegen gesucht wird. Das betrifft auch den immer wieder geäußerten Wunsch nach einem verstärkten Aufstellen von Hundetoiletten. Seit Anschaffung hat sich die Zahl der angemeldeten Hunde konstant erhöht, es wäre an der Zeit, hierauf zu reagieren.

Am Samstag war Petrus ohne Frage Harpertshäuser. Bei strahlendem Winterwetter marschierte ein Tross von über 70 um die östliche Gemarkungsgrenze von Harpertshausen, um sich zünftig bei der Feuerwehr zu stärken und zu wärmen. In dem Zuge wurde eine Unterschriftenliste zum Erhalt der Schwimmbadunterstützung überreicht. Die Neujahrsempfänge der St. Josef Gemeinde und des Heimat- und Geschichtsvereins waren gut besucht und für das kommende Wochenende laden die Jugendband der Jugendförderung ein, der Prinzenempfang steht an und zum Ball der Vielharmonie wird im schicken Dress das Tanzbein geschwungen.

Wir unterstützen den Landkreis noch bei der Kandidatensuche für den Umweltschutzpreis für Kinder und Jugendliche und die Initiative „Tag des Nachbarn“. Der Magistrat tagt bereits wieder, ob für alle Ausschüsse schon Arbeitspunkte die Tagesordnung füllen, zeigt sich noch.

Viele Grüße aus dem Rathaus,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 09.01.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

auch nach dem Dreikönigstag darf ich Ihnen allen auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen im Rathaus ein gutes neues Jahr 2020 wünschen.

Auch zwischen den Jahren waren wir in einer Grundbesetzung im Rathaus für Sie da und viele haben diesen Service in Anspruch genommen.

Die ersten, die im neuen Jahr tätig wurden, waren unsere FeruerwehrkameradInnen, die am Neujahrsmorgen nicht weniger als vier aufeinanderfolgende Einsätze bewältigen mussten. Ein herzliches Dankeschön, denn auch bis in die letzten Tage des vergangenen Jahres ward Ihr für Eure Stadt da.

Aus formalen Gründen war ein Widerspruch gehen die Ablehnung des Haushalts notwendig. Der Haushaltsentwurf wird im Ausschuss weiter beraten werden. Das ändert zunächst einmal nichts an der vorläufigen Haushaltsführung, mit der wir ins Jahr 2020 gestartet sind.

Ende April 2020 findet ein großes Kunstevent in den Kaisergärten statt. „Menschwerk“ hat in den vergangenen Jahren Industriebrachen und ähnliches in tolle Kunstausstellungen verwandelt und große Besucherströme angezogen. Wir hoffen auf ähnlich große Resonanz aus dem weiteren Umfeld nach Babenhausen. Leider sind unsere Möglichkeiten gerade zur Unterstützung der Werbung für dieses Event durch die vorläufige Haushaltsführung beschränkt. Trotzdem machen wir das Beste aus der Situation.

Die personelle Situation im Bereich Kindergärten hat sich auch entspannt. Zum einem haben kreative Lösungen noch Löcher kurzfristig stopfen können, zum weiteren beginnen neue Kolleginnen ihren Einsatz in den Kitas. Ein herzlicher Dank geht an die Gründer des Fördervereins für die Kita Wichtelwald, wir freuen uns über das Engagement.

Das Projekt Kaisergärten entwickelt sich auch weiter positiv. Anregungen aus dem Gestaltungsbeirat wurden eingearbeitet, verschiedene Gutachten und Stellungnahmen sind eingegangen, mit denen die Planer weiterarbeiten können. Auch unsere Stadtplanung im Rathaus wird diese Unterlagen genau studieren.

Neben Neujahrsempfängen, Jahreshauptversammlungen, dem Grenzgang in Harpertshausen am Samstag oder der Bundesliga Tischtennis in Langstadt am Sonntag stehen kommende Woche dann viele weitere Termine an, mit denen wir unser schönes Babenhausen vorwärtsbringen wollen

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 19.12.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich melde mich heute mit der letzten „Seite 2“ für das Jahr 2019 bei Ihnen. Vieles haben wir dieses Jahr erlebt und auch geschafft. Mein persönliches Highlight waren die vielen guten Wünsche zu meinem 50. Geburtstag, beruflich gab es viele, dazu später mehr.

Auf uns warten nun die Weihnachtsfeiertage, viele von Ihnen werden mit Ihren Liebsten zusammensitzen und die besinnliche Zeit genießen, doch an Heiligabend vor 75 Jahren sah das in Babenhausen ganz anders aus.

Einige wenigen Zeitzeugen werden sich noch dran erinnern, wie bereits am Vormittag der „Fliegeralarm“ ertönte. Bei diesem ersten Angriff entstanden nur Materialschäden am Flugplatz sowie an der Bahnlinie.

Um 14.00 Uhr folgte dann der Hauptalarm, der den 35 minutigen Angriff auf die Stadt ankündigte. 12 Bombenteppiche sollen in dieser Zeit auf Babenhausen niedergegangen sein und hinterließen zahlreiche Trümmer und Brände. Viel schlimmer waren aber die Toten und teils schwerverletzen Menschen, die überall zu beklagen waren. Alleine aus dem öffentlichen Luftschutzraum im Keller des Burgmannenhauses wurden 14 Leichname geborgen sowie einige Schwerverletzte gerettet. Insgesamt kamen 19 Babenhäuser ums Leben, nicht mitgezählt wurden dabei die hier stationierten Soldaten und Personen, die Ihren Wohnsitz außerhalb von Babenhausen hatten.

Eine schreckliche Zeit und wir alle können uns glücklich schätzen, dass wir seit 74 Jahren in Frieden leben und ich hoffe auch für die nachkommenden Genrationen, dass sie dieses Glück mit uns teilen dürfen.

Die schlechten Nachrichten des Jahres 2019 sind angesichts dieser historischen Betrachtung anders zu bewerten. Schlechte Nachrichten von Conti zu Gewerbesteuerrückzahlungen und Arbeitsplatzabbau sind kein Pappelstiel. Auch der Rost an unserer Jenny war keine gute Nachricht, ebenso wenig die Haushaltssperre, aber in der Relation zu 1944 kaum gewichtig.

2019 bleibt aber unter anderen positiv im Gedächtnis für die eröffnete Feldchesbrücke, die fertiggestellten Projekte Ludwigstraße, Raiffeisenstraße. und Kleestädter Str. Wir haben endlich mit vier Ordnungspolizisten mehr Sicherheit und Ordnung in der Stadt, haben eine Interims- Kita aus dem Boden gestampft, ein LF 10 bei der Feuerwehr Langstadt in Betrieb genommen und der Bau der Kita in der Martin-Luther-Str. wächst und gedeiht. Unter schwierigen Bedingungen haben wir enorm viel nach vorn gebracht und werden auch in Zukunft den Herausforderungen mit Zuversicht und Mut begegnen. Finden Sie Ruhe und Frieden über die Feiertage für einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.

Mit allen Kollegen aus Rathaus, Bauhof, Kläranlage, Kinder- & Jugendförderung, Stadtarchiv, Kindergärten sowie unseren Ehrenamtlichen grüßt Sie

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 12.12.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in diesem Jahr wird der Recyclinghof zwischen den Jahren nicht geschlossen. Sie haben also die Möglichkeit, am Samstag, 28.12.19 von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr Pappkartons, erneuerte Elektrogeräte oder andere Stoffe beim Recycling dort abzugeben. Danach geht es nahtlos ins nächstes Jahr über, und die Kollegen sind am Donnerstag, 02.01.2020 von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr sowie Samstag, 04.01.2020 von 09.00 bis 14.00 Uhr für Sie da. Auch das Rathaus ist dieses Jahr zu den gewohnten Zeiten für Sie geöffnet, wir bitten aber um Ihr Verständnis, wenn es zu längeren Wartezeiten kommt, da die Abteilungen nicht vollständig besetzt werden sein.

Ähnlich geht es diese Woche in unserem durch Krankheiten gebeutelten Steueramt zu, wir nehmen Ihre Anliegen an der Zentrale auf und melden uns bei Ihnen zurück.

In dem Zuge konnte ich die Partnerstadt Bouxwiller krankheitsbedingt nicht besuchen, die Fotos auf Facebook machen dann doch wehmütig.

Im Nachgang zum Baumschmücken in Hergershausen werden wir dort eine Umfrage zur Internetversorgung namentlich im historischen Ortskern starten. Hier scheint trotz Breitbandausbau kaum etwas in den Häusern anzukommen, dass den Namen „Breitband“ verdient. Durch die Umfrage hoffen wir auf ein klareres Bild über den aktuellen Stand und sind mit dem Zweckverband NGA und dem Landkreis dazu bereits in Kontakt getreten. Unsere Digitalministerin hat eine schriftliche Absichtserklärung überreicht, um weitere weiße Flecken im Landkreis mit schnellem Internet zu versorgen. Auch zum weiteren Glasfaserausbau haben Gespräche stattgefunden, hier sind wir als Stadt aber auf Fördermittel angewiesen.

Unser Zweckverband Gruppenwasserwerk Hergershausen hat seinen Wirtschaftsplan 2020 genehmigt bekommen. In dem Zuge wurde auf die Bedeutung des Grundwassers und der Filterung durch den Wald hingewiesen. Und dem Wald geht es nach wie vor nicht gut. Die Niederschläge reichen kaum aus, um aus den Baumkronen bis auf den Boden zu gelangen, dort sind maximal 30cm durchfeuchtet, alles darunter ist knochentrocken, unsere Försterin ist zu Recht sehr besorgt.

In den kommenden Tagen finden in allen Stadtteilen Veranstaltungen zum Advent statt, Vereine, Chöre und Orchester laden ein. Ich wünsche Ihnen die Ruhe, diese Veranstaltungen zu genießen, sich anstecken zu lassen und in die Stimmung einzutauchen.

Vorweihnachtliche Grüße aus dem Rathaus.

Ihr
Achim Knoke

Kolumne vom 05.12.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger, das erste Adventswochenende in Babenhausen war geprägt von den unterschiedlichsten schönen Veranstaltungen. Den Weihnachtsmarkt mit zu eröffnen, die Seniorennachmittage in Harpertshau-sen und Sickenhofen, letzteren musste aus Termingründen Stadtrat Kind übernehmen, erwärmten das Herz, ebenso das Konzert der Offenen Schule in der Stadtkirche und das Weihnachtsbaum-schmücken am Dalles in Hergershausen. Für den Landkreis hat das Land Hessen eine Cofinanzierung zum Ausbau der unterversorgten Breitbandanschlüsse im LaDaDi verbrieft, der VDK lud zur Weihnachtsfeier ein, diverse Jubiläen wurden gefeiert. Neben Hochzeiten und hohen Geburtstagen feiert auch unsere Babenhäuser Ehrenamtsagentur (BEA) ihren fünften Geburtstag und arbeitet weiter zum Wohl der Stadt. Zum regelmäßigen Austausch mit den Ortslandwirten fand am Montag ein Treffen im Rathaus statt, um aktuelle Themen gemeinsam zu besprechen. Von Feldwegen über Uferböschungen, Brücken, Hunden, die Felder zerwühlen und die Ernte schädigen, reichte die weite Palette. Auch der Energiebedarf und die bereits getroffenen Einsparmaßnahmen an unserer Kläranlage waren Thema eines verwaltungsinternen Gesprächs. Den Bedarf können wir kaum mehr weiter senken, regenerative Energien wären ein weiterer Schritt zum Schutz des Klimas. Der Haushalt war allerdings das beherrschende Thema, um es kurz zu machen: Es ist kein Haushalt beschlossen worden. Zwar gab es reichlich Lob für unsere Finanzabteilung für das Zahlenwerk, allerdings fanden die für eine Genehmigung erforderlichen Schritte keine Mehrheit. So starten wir mit ungewisser Dauer das Jahr 2020 in der vorläufigen Haushaltsführung, in der neue Projekte nicht begonnen und freiwillige Leistungen nicht ausgezahlt werden dürfen. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen darüber, ob dies der Stadt schadet. Erste Signale scheinen dahin zu gehen, dass der allseits beliebte Kräppelnachmittag für die Senioren wohl sehr zeitnah einen neuen Veranstalter finden muss, um nicht auszufallen. Am zweiten Adventswochenende findet in unserer Partnerstadt Bouxwiller deren Weihnachtsmarkt statt. Traditionsgemäß ist unser Heimat- und Geschichtsverein vor Ort, in diesem Jahr kann ich auch dabei sein. Vorweihnachtliche Grüße aus dem Rathaus.

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 28.11.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

während ich diese Zeile schreiben, testen gerade die Kollegen vom Bauhof die weihnachtliche Straßenbeleuchtung samt der eben angebrachten Lichterkette des diesjährigen Weihnachtsbaumes.

Die gut 10 Meter hohe Tanne stammt aus der Amtsgasse und wurde von der Familie Jones gespendet. – Vielen Dank dafür.

Somit sind die ersten, sichtbaren Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt getroffen worden und wir können gespannt sein, was uns am kommenden Wochenende alles erwartet.

Auch diese Veranstaltung wäre ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht möglich. – Auch dafür Herzlichen Dank!

Zum Jahresende sind viele Dinge im Rathaus vor dem Abschluss. Letzte Entscheidungsvorlagen für die Stadtverordneten zu unterschiedlichen Projekten sind auf der Zielgeraden, der Haushalt für 2020 ist derzeit die größte Aufgabe, der sich Verwaltung und Politik zu stellen haben. Beschlüsse zu Bauprojekten sind auf der Liste, damit nach der Winterpause fleißig geschafft werden kann. Letzte Belege und Rechnungen sind zu verarbeiten, Digitalisierungsthemen aber auch künftige Entwicklungen des Gewerbes erfordern Gespräche und Abstimmung. In Hergershausen wurden die Sportabzeichen verliehen, das Projekt „Erinnerungen einer Stadt“ lieferte einen eindrucksvollen Werkstattbericht in der Stadtmühle. Mit dem Jahreskonzert des Blasorchesters und dem Gedenken zum Volkstrauertag am Totensonntag in Harreshausen starten wir in die Vorweihnachtszeit. Unser Weihnachtsmarkt wird hoffentlich wieder Anklang finden, das Wochenende darauf feiert unsere Partnerstadt Bouxwiller den Weihnachtsmarkt dort.

Trotz der Kälte wird am Neubau der Kita ev. Kirche weitergearbeitet, Kollegen von Bauhof, Bauamt und Ordnungsamt sind unterwegs, um in den Außenbereichen letzte Hand anzulegen und die Vorbereitungen für den ersten richtigen Frost abzuschließen.

Viel Spaß beim Backen und Genießen in der Adventszeit im Kreise Ihrer Lieben.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 21.11.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ist schon merkwürdig, was trotz klarer Aussagen manchmal „verstanden“ wird. Kommunikation ist halt schwierig. Trotzdem befremdet es, wenn aus der Aussage „Wir sehen keine andere Möglichkeit und müssen als letzten Ausweg …“ ein „… der Bürgermeister möchte …“ gemacht wird.  Früher sprach man von „sizilianischer Hochzeit“, wenn der Bräutigam „wollte“. Niemand im Rathaus will eine Grundsteuererhöhung, wir sehen schlicht keine andere Möglichkeit, nach Jahren der Konsolidierung einen genehmigungsfähigen Haushalt für 2020 zu erreichen. Wenn allerdings die vorläufige Haushaltsführung die Alternative ist – alternativlos ist hier nichts – dann ertragen wir bei einem Investitionsstau und den bekannten Folgen in 2016 schweren Herzens eher die Grundsteuererhöhung. Dafür bleibt die Stadt handlungsfähig, kann neue Projekte starten und freiwillige Leistungen gewähren, Feste und Vereine unterstützen.

Zum Weltvorlesetag war es ein großes Vergnügen, in den Kitas den Kindern mit spannenden Geschichten funkelnde Augen zu bereiten, ein Vergnügen, das ich mit anderen ehrenamtlichen Vorlesern teilen durfte, für deren Engagement ich herzlich Danke sage. Ebenso gilt mein Dank den Vortragenden zur Veranstaltung „Das bin Ich“ der Jugendförderung in der Bauchgauschule. Zeitzeugen berichteten von ihren Empfindungen und Erfahrungen mit und seit dem Mauerfall. Aus Lichtentanne war mein Amtskollege und Freund Tino Obst angereist, um seine Erfahrungen mitzuteilen.

Auch mitempfinden konnten wir anlässlich des Volkstrauertages die Erfahrungen junger Menschen mit dem Thema. Die mit der zeitlichen Distanz größer werdende emotionale Entfernung zu den Grauen der Kriege im letzten Jahrhundert wurde durch den Bericht einer Mitschülerin aus dem türkisch-syrischen Grenzgebiet plötzlich und hart aufgehoben. Das Leid schob sich direkt in unsere Mitte und mahnt uns, welche Arbeit noch vor uns liegt, um Frieden zu schaffen.

Weihnachten soll das Fest des Friedens sein. Am 24.12.1914 sangen in den Schützengräben der Westfront auf beiden Seiten Soldaten in Ihrer Sprache „Stille Nacht“, legten die Waffen nieder und begegneten sich auf dem Schlachtfeld in Frieden. Dieser inoffizielle „Waffenstillstand“ von 1914 wurde nicht wiederholt. Vielleicht wird Weihnachten 2019 in die Geschichte eingehen als ein Weihnachten, auf dem die Waffen rund um den Globus schwiegen? Wir bereiten uns auf das Friedensfest vor, backen Plätzchen und treffen uns auf dem Weihnachtsmarkt und in der Kirche.

Vielleicht inspiriert das Fest der heiligen Familie genug Menschen zum Frieden, das wünsche ich uns allen für die kommende Zeit.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 07.11.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Raureif auf den Dächern, Scheiben kratzen, dampfende Kamine und die Suche nach Mütze und Handschuhen überrascht uns morgens nun nicht mehr. Das übernehmen die Werte von Solaranlagen an Tagen mit Sonnenschein, denn da kommt gelegentlich noch richtig Leistung runter. Das freut den Privaten wie die kommerziellen Betreiber, von unserem Energieversorger bis zu den Betreibern der Anlagen auf kommunalen Dächern wie dem Feuerwehrstützpunkt. Gemeinsam mit Feuerwehr, Naturschutz und Wasserwerk freuen wir uns auch über die ergiebigen Regenfälle, die den Grundwasserstand wieder etwas auffüllen können. Wer baut, ist froh, wenn das Dach schon dicht ist. Bei unserer „Feldchesbrücke“ spielt allein das keine Rolle und auch die Zwischenlösung Kita in den Kaisergärten verfügt bereits seit Eintreffen der Flüchtlinge über ein dichtes Dach. Die Eröffnung kann bei der Bausubstanz stattfinden und entlastet den Druck der Eltern.

Die Vernissage im Kommandanturgebäude der Kaserne hat viele Interessierte angelockt, hier konnte das aufmerksame Auge auch Folgen eines vorübergehend undichten Daches neben den vielfältigen Kunstwerken erhaschen.

Auch gut besucht und mit viel Liebe und Eifer vorbereitet und durchgeführt war der Seniorennachmittag in Hergershausen.

Wie freuen uns sehr über den Besuch des Herrn Merklein, der nach den Olympiamedaillen in Gold 2016 in Rio und Bronze nun auch den Doppelweltmeister-Titel der Handbiker auf Emmen in den Niederlanden errungen hat und sich ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hat. Für Tokio 2020 wünschen wir viel Erfolg.

Einen politischen Rekord erreichte unsere Stadtverordnetenversammlung, die am vergangenen Donnerstag alle Beschlüsse einstimmig und in kurzer Zeit gefasst hat, nachdem die Diskussionen und Vorbereitungen in den Ausschüssen eine glänzende Vorbereitung darstellten.

Und glänzend gehen wir in eine erneute „Nacht der Lichter“, in denen unser Gewerbeverein die Kulisse der historischen Altstadt in heimeliges Kerzenflackern taucht, die Geschäfte und deren Gäste sich bis in den späten Abend geöffnet sind und zum Bummeln und Verweilen einlädt.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus

Ihr

Achim Knoke

Kolumne vom 31.10.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Neues und Erneuertes ist derzeit an einigen Stellen wahrzunehmen. So erneuert das Wasserwerk an der Frankfurter Straße Absperrventile – im Fachjargon „Schieber“ genannt. An der Brücke bei der Turnhalle des TVBs wird das Brückengeländer erneuert. Bei der letzten Prüfung wurde die Substanz bemängelt. Da keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind, gibt es ein neues Geländer. Das Alte wird wohl wiederverwertbar eingelagert, da wir von diesen Geländern noch einige weitere haben. Besondere Anforderungen an die Festigkeit und Haltekraft werden gestellt, das Geländer muss eben auch einen PKW aushalten können.

Neu ist sicher das erste Haus im Rohbau in der Bürgermeister-Hartmann-Str / Sonnenweg in Harreshausen ebenso wie die nun zu eröffnende „Feldchesbrücke“. Neu wird die Interims-Kita in den Kaisergärten ebenso sein wie die Waldkita, die wie auch die Kita in der Martin-Luther-Straße zügig vorangehen. Ebenso neu ist die Ausstellung „Gestern ist Morgen“ im Kommandantur Gebäude in den Kaisergärten, die die Pforten am Freitag öffnen wird.

Bewährt und ein Genuss wird die Nacht der Lichter sein, zu der die letzten Vorbereitungen ebenso laufen wie für den Seniorennachmittag in Hergershausen. Auch bewährt ist die Veranstaltung „das bin Ich“, in der Zeitzeugen ihre ganz persönliche Geschichte zur Zeitgeschichte erzählen. Zu 30 Jahren Mauerfall sind hier spannende Lebenserfahrungen zu hören. Auch unsere Partnerstadt Lichtentanne/Sachsen wird in Person des Kollegen Tino Obst persönliche Erfahrungen beisteuern. Es bewegt sich Einiges in unserer Stadt. Und von außen noch nicht sichtbar sind zur Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes viele Anstrengungen im Gange, um die Dienstleistungen des Rathauses für unsere Bürgerinnen und Bürger auch online zugreifbar zu machen, soweit es eben möglich ist. Hier sind Abstimmungen mit den anderen Kommunen, dem Landkreis sowie der Landes- und Bundesregierung ebenso wie mit IT-Dienstleistern erforderlich, um den von der Bundesregierung geforderten Service möglichst konsistent und einheitlich, aber auch kostengünstig zu erbringen; wir sind mit dabei.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus

Ihr

Achim Knoke

Kolumne vom 24.10.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

gestatten sie einen erneuten Hinweis auf die Zeitumstellung am Wochenende. Wie die Gartenmöbel, die wir im Frühjahr vorholen und im Herbst zurückbringen, so auch die Uhren zurückstellen, eine Stunde länger schlafen.

Pünktlich und schnell waren unsere Feuerwehrleute, die am Dienstagmorgen gleich zwei Einsätze abgewickelt haben. Auch gegen die Zeit gelaufen sind die Teilnehmer des Charity Walks der Ahmadiyya Gemeinde, die unserer Kinder- und Jugendförderung mit einer Spende von 500,- Euro erneut unter die Arme greifen, vielen Dank allen, die auf die eine oder andere Weise den Kampf gegen die Uhr angetreten haben.

Neben den Diskussionen um den Haushalt 2020 beschäftigen gerade diverse Bauleitplanverfahren das Rathaus, ein Zeichen, dass sich in Babenhausen einiges entwickelt. Angesichts der vielen Projekte und der begrenzten Anzahl schaffender Hände dauern einige leider auch etwas länger, zumal fristgebundene Anfragen der Bauaufsicht und anderer übergeordneter Behörden auch bearbeitet werden müssen.

Dann freuen wir uns im Rathaus über „Nachwuchs“, zum einen über befristete Stellenbesetzungen von KollegInnen in Elternzeit, wie auch über Neugeborene.

Entwicklung in eine ganz falsche Richtung zumindest aus Sicht unserer Stadt ist der angekündigte Kurs von Continental. Unsere Freunde und Nachbarn, die im Zeichen des Hengstes dort arbeiten, verdienen unsere Solidarität und Unterstützung zum Erhalt der Arbeitsplätze. Seit Jahrzehnten kommt aus dem Norden Babenhausens Innovation, und das sollte auch weiterhin möglich sein.

Mit der Interims-Kita in den Kaisergärten geht es mit großen Schritten vorwärts und auch die Wald-Kita in Harpertshausen ist auf dem Gleis. Vorbehaltlich der noch im Dienstgang befindlichen Baugenehmigung, die in den letzten Zügen liegt, hat das Jugendamt nach einer Besichtigung vor Ort eine klare Bereitschaft zur Betriebserlaubnis signalisiert. Ich freue mich sehr, dass wir hier gemeinsam erfolgreich unterwegs sind.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke