Kolumne vom 20.05.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein alter Informatiker-Witz: „Wie nennt der IT‘ler seinen Friseursalon?“ – „Schnittstelle“. Die Friseure dürfen wieder öffnen, ebenso wie viele andere, der Bedarf an Einmal-Handschuhen ist durch die Öffnung nicht nur dieses Zweiges gestiegen. Schnittstelle zur Be(ob)achtung der Corona-Regeln ist nicht nur das Ordnungsamt, sondern auch der Fachbereich V Soziales und Familie. Dort werden Anfragen, Rückfragen etc. von Vereinen und Kitas erfasst, bearbeitet und weitergeleitet.

Im Bereich Bauen tut sich einiges. Lückenschlüsse sind unterwegs, Bauprojekte wie die Kita in der Abschlussphase, die Dämmung des Mensagebäudes an der Offenen Schule aber auch der Rückbau an der Kaserne sind einige Beispiele für den Fortgang. Der erste alte Geschosswohnungsbau an der B26 hat einen Dämm-Material-Striptease hingelegt und wird wohl noch vor Ende der Sommerferien fallen.

Die grundhafte Erneuerung von Straßen ist in den Stadtteilen Harpertshausen und Langstadt abgeschlossen, die Endabrechnung steht zeitnah an. Beide Stadtteile werden im nächsten Zyklus keine erneuten Maßnahmen bekommen, die anderen Stadtteile sind dran. In Langstadt wird die Abschlusszahlung etwas geringer ausfallen, die Ufermaßnahmen waren einfacher und günstiger als kalkuliert. In Corona-Zeiten fassen wir die Zahlungsziele entsprechend weiter, die Fristen sind verlängert, bei Bedarf kann Stundung beantragt werden, sogar bald online.

Die Corona Lage wird komplexer: Eine vollständige Schließung ist in einem Satz festzulegen, die vorsichtige Öffnung weit schwieriger zu formulieren. Die Frage, was unter 100 Personen an Möglichkeiten besteht und was nicht, ist jedes mal ein Abwägungsprozess und erfordert einen intensiven Blick in die Verordnungen, die nach wie vor recht stringent bezüglich der Abstände bei Ansammlungen von Menschen auszulegen sind. Das fällt gerade auch im Verein schwer. Aber auch privat sollte die Vorsicht weiter oberstes Gebot sein. Gerade an Himmelfahrt / Vatertag sind „kreative Auslegungen“ nicht zielführend. Ein moderater Anstieg der Zahlen ist bereits festzustellen, wir wollen den Wonnemonat nicht zum Virusmonat machen.

Bei Zahlen bleibend warten wir auf belastbare Informationen aus der Steuerschätzung und den Termin für die Steuerschätzung im Spätsommer. Das Ministerium gibt deutliche Hinweise, erst mit validen Zahlen in die Planung des Haushalts 2021 einzusteigen. Da diese kaum vor dem vierten Quartal vorliegen, wirft das unsere Zeitplanung zurück, trotzdem werden wir dieses Thema fest im Fokus behalten. Zudem hat unser Ministerpräsident gewarnt, trotz Einnahmeverlust „nicht in die Krise hinein zu sparen“. Viele Bürger*innen sind mit dabei, gestalten Gärten und renovieren Häuser, sanieren und dämmen Fassaden, unsere Stadt wird schöner. Auch die Stadt treibt Straßen- und Brückensanierungen weiter voran, wo die Finanzen dies erlauben.

Brennende Themen bleiben Schwimmbad und Ferienspiele. Bei beiden sind kreative Ansätze in der Abstimmung auch mit übergeordneten Behörden.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und auf Abstand, gerade auch am Vatertag,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 07.05.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit der Lockerung der Einschränkungen, die die Corona-Bekämpfung bislang mit sich brachte, ist auf den Straßen mehr Verkehr festzustellen. Damit einher gehen Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO), die unter anderem darauf abzielen, die Radfahrer besser zu schützen, das Radeln sicherer zu machen. Damit geht auch das Projekt zum Ausprobieren von e-Bikes und Pedelecs in die nächste Runde, das Portal zum Buchen einer zweiwöchigen Testzeit http://radfahren-neu-entdecken.de ist wieder geöffnet.

Für die Autofahrer bedeutet dieser Schutz der schwächeren Teilnehmer ohne Knautschzone höhere Verwarn- und Bußgelder beim Falschparken oder engen Überholen sowie die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit beim Rechtsabbiegen.

Auf die Radtour am 01. Mai haben vernünftigerweise viele verzichtet und es war auch sonst ruhig. Fast gespenstisch muteten die Areale an, die sonst mit geselligem Publikumsverkehr einladen, vom Kirchplatz St. Josef ohne Kirchweih bis zum Feuerwehrhaus Langstadt, vom Wittmunder Platz in Harpertshausen oder den Anglern in Hergershausen bis zum Flussufer in Harreshausen, selbst an Reithalle und Friedel-Wiesinger-Halle keine Menschenansammlungen – Gott und Wetter sei Dank.

Die langsamen Öffnungen sind zwar zwischen den Ländern abgestimmt, trotzdem kommt es zu unterschiedlichen Herangehensweisen und Zeitplänen, hier ist im Föderalismus unseres Landes z.B im Schulwesen mit unterschiedlichen Ferienzeiten durchaus eine unterschiedliche Herangehensweise nachvollziehbar, es gibt aber auch Fragen, warum es an einer Stelle so und dort dann doch anders gehandhabt wird. Das sieht man auch im Landkreis. Wer große Trauzimmer oder Trauerhallen hat, kann anders mit den RKI-Bestimmungen arbeiten als in historisch zwar ansprechenden aber manchmal engeren Gegebenheiten. Hier braucht es einfach auf das Verständnis, dass alle, die dafür Verantwortung tragen, die Maßnahmen nach bestem Wissen und zum Wohle der Allgemeinheit organisieren wollen. Die Spielplätze werden zeitnah wieder öffnen. Allerdings ist das in dicht bebauten großen Städten dringender als bei uns, wo die Kinder auch schnell in Wald und Flur sind. Auch hier muss die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Und Kinder halten eben die wichtigste – nämlich die Abstandsregel – dann doch nicht immer ein, wenn der Spieltrieb die Oberhand gewinnt.

Während am Mehrzweckgebäude der offenen Schule die Fenster eingesetzt sind, ist unsere Kita in der Martin-Luther-Straße inzwischen Großteils eingeräumt. Vereinet Kräfte von Erzieher*innen und Bauhof haben die Umzug gestemmt, ein örtliches Transportunternehmen hatte nach dem Einbruch im Sophie-Kehl-Haus noch tatkräftig unterstützt – wie der Blitz waren sie zur Stelle. Danke.

Da nach der Sitzung des Corona-Kabinetts am Freitag noch einige Fragen offengeblieben sind, arbeiten wir an den bereits entschiedenen Punkten zu Ihrer Sicherheit weiter und erwarten gespannt die nächsten Entscheidungen am gestrigen Mittwoch.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und auf Abstand,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 30.04.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie diese Zeilen lesen, haben Bund und Länder sich wahrscheinlich schon kurzgeschlossen und verlauten lassen, wie es weitergehen soll. Bislang sind die meisten Menschen sensibel und abgeklärt genug, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Dies zeigt sich in den stabilen Werten in den Gesundheitsbereichen Krankenhaus, Rettungsdienst, Gesundheitsamt. Bislang täglich und weiter mehrfach wöchentlich besprechen wir den aktuellen Stand der Maßnahmen, von Notbetreuung in Schulen und Kitas über Sozialdienstleistereinsatzgesetz bis hin zu den Vorkehrungen in den Seniorenresidenzen.

Jubilaren kann derzeit nur telefonisch gratuliert werden, kleine Aufmerksamkeiten stellen wir RKI-konform vor die Tür.

Mit der ersten Lockerung der Maßnahmen ist der Recyclinghof wieder in Betrieb. Um lange Schlangen in den Zufahrten und dichtes Gedränge auf dem Hof zu vermeiden, bewähren sich die vorübergehend ausgedehnten Öffnungszeiten. Lieber nehmen wir etwas Leerlauf in Kauf als Infektionsgefahr steigernde Enge.

Das Rechnungsprüfungsamt arbeitet vom HomeOffice aus an unseren Jahresabschlüssen und wird alle offenen Vorgänge abarbeiten, auch, weil wir sie für den Antrag aus Mitteln aus dem Landesausgleichsstock benötigen. Auch sonst ist gerade im Finanzbereich nicht nur das Regelgeschäft wie der erste Quartalsbericht im Gange. Praktisch täglich werden Berechnungen aktualisiert, Zahlungsflüsse betrachtet, Liquidität gesichert. Gemeinsam durch alle Fachbereiche zieht sich diese Informationssammlung.

Zum Schwimmbad erwarten wir weitere Regelungen und Erkenntnisse. Das Chlorwasser ist Gift für das Covid-19 Virus. welche weiteren Bedingungen greifen müssen, um einen Betrieb sicher zu gestalten, ist bislang ungewiss. Entsprechend ist auch eine Eröffnung noch nicht mit Termin versehen. Auch hier sind Weisungen von Bund und Land erwartet.

In dem Zuge ist das Förderprogramm SWIM zur Unterstützung von Schwimmbädern in unserem Fokus, leider spart es das uns drängende Problem „Planschbecken“ explizit aus.

Auch zum Online-Zugangs-Gesetz (OZG) gibt es weitere Hinweise auf Fördermittel bei Interkommunaler Zusammenarbeit, die bereits in Vorbereitung ist. Hier sind wir ebenfalls im Schulterschluss mit den Nachbarkommunen.

Erstkommunion ausgefallen, kein Kirchgang an Ostern, der 1. Mai reiht sich ein in eine Liste von Tagen, die wir anders gewohnt sind. Die übliche Radtour um alle Stadtteile, die Gastfreundschaft der Vereine fehlt uns allen sicher. Den Vereinen fehlen die Einnahmen. Für sie gibt es Unterstützung im Rahmen der Soforthilfe des Landes. Unser Maianfang wird ohne Tanz in den Wonnemonat beginnen, das lange Wochenende hatten viele anders geplant. Suchen Sie sich einen Lieblingsplatz, machen Sie es sich gemütlich, rufen Sie einen alten Freund an, oder ganz altmodisch: mal wieder einen Brief schreiben …

Viele haben wie ich im Mai Hochzeitstag, für meine Tanja und mich wäre es der 25. Keine Party, die Trauzeugen bleiben daheim, wir feiern zu zweit. „… in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit …“ haben wir versprochen. Die guten Tage überwiegen bei weitem und die schlechten schweißen nur noch mehr zusammen.

Viele Grüße zum Maibeginn aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 23.04.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir finden Lösungen! Wie können wir unseren derzeit noch eingeschränkten Service für Sie unter Einhaltung der Sicherheitsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der gesetzlichen Regelungen wieder in normale Bahnen lenken? Es werden Gefahrenanalysen für die Publikumsbereiche erstellt, wir beschaffen wo noch nicht geschehen Plexiglasscheiben. Der Recyclinghof wird wieder öffnen, auch hier mit zunächst längeren Öffnungszeiten und unter Einhaltung von Regeln zu unser aller Schutz. Auch die Öffnung der Stadtbücherei wird unter diesen Aspekten betrachtet.

Wo möglich bieten wir den Kollegen HomeOffice an, die dadurch dann freien Büros werden zur Entzerrung von Doppelbüros genutzt, wenn dort die Abstandsregelungen nur schwer einzuhalten sind. Schichtpläne werden aufgestellt, um potentielle Kontakte möglichst zu vermeiden oder sehr kurz zu halten. Bis wir soweit sind, bitten wir weiter um Terminabstimmung und per Telefon oder Email.

Die Gremienarbeit wird durch neue Wege ermöglicht. Informationen, die sonst in Ausschusssitzungen verteilt und diskutiert werden, verlagern sich ins Internet, um am Ende gut informierten Entscheidungsträgern die Möglichkeit für gute Beschlüsse zum Wohle unserer Stadt zu ermöglichen. Wo persönliche Anwesenheit erforderlich ist, halten wir die RKI-Regeln ein. Auch dazu sind Vorbereitungen nötig und getätigt.

Noch offen sind Themen wie ein Betrieb des Schwimmbades oder die Ferienspiele. Verhalten sich die Menschen weiter vernünftig? Oder sind in den kommenden zwei Wochen Unvorsichtigkeit und alte Verhaltensmuster soweit zurückgekehrt, dass die Infektionszahlen plötzlich doch gewaltig ansteigen? Ich habe großes Vertrauen in die Umsicht meiner Babenhäuser. Wir gehen nicht einfach zur Tagesordnung über und riskieren keinesfalls Gesundheit oder Leben unserer Familien, Freunde und Nachbarn.

Deswegen sind auch die Kollegen des Ordnungsamtes unterwegs, um Unklarheiten zu korrigieren und den richtigen Weg zu weisen. Bislang gab es wenige Situationen, in denen das Einsehen versagt blieb.

Der Griff des Virus lockert sich. Das verschafft uns mehr Freiheiten, unser Leben zu gestalten, überträgt uns aber auch mehr Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen, jedem einzelnen von uns. Mit Geduld, Weitsicht, gutem Willen und der nötigen Gelassenheit werden wir auch kritische Situationen meistern.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 26.03.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

alle Anstrengungen gehen derzeit in die Richtung, die Ansteckungsrate so gering als möglich zu halten. Der Mensch ist ein soziales Wesen, sich von anderen konsequent fernzuhalten ist wider unsere Natur und erfordert Überwindung und Disziplin. Auch ich erwische mich immer wieder, jemandem die Hand reichen zu wollen. Im übertragenen Sinne machen wir das gerne weiter, auch wenn wir im wörtlichen Sinn darauf verzichten müssen.

Wir verzichten auf einiges. Hätte uns aber Weihnachten jemand erzählt, welche Entbehrungen diese Fastenzeit mit sich bringt, wir hätten es nicht geglaubt.

Der Sonntagmorgen war schon sehr skurril, die Straßen leer, niemand auf dem Weg zum Gottesdienst, wenige auf dem Weg vom oder zum Bäcker. Dabei fallen dann andere Besonderheiten auf. Im Kita-Neubau in der Martin-Luther-Straße zeigen Schwaden aus dem Schornstein, dass die Heizung bereits in Betrieb ist. Der Umzug in den Osterferien wird zwar eng, ist aber noch haltbar. Auch der Neubau der Mensa an der Schule geht weiter voran und in der Justus-Arnold-Straße komme es wegen eines Neubaus zur Innenverdichtung zu Einschränkungen der Durchfahrt.

Der Bauhof ist mit Sondergenehmigung immer noch in der Baumpflege unterwegs, kümmert sich aber gemeinsam mit dem Bauamt auch um die Wehre. Die Flüsse bringen derzeit viel Geäst und ganze Baumstämme, teilweise vom Bieber sauber abgenagt die Wasserläufe herunter. Auch in diesen besonderen Zeiten bleiben uns die normalen Alltagsthemen erhalten.

Gemeinsam mit Bundes- und Landesregierung und dem Landkreis und allen 23 Kommunen besprechen wir tagesaktuell die zu lösenden Probleme. Ich darf Ihnen versichern, dass hier eine beispielhafte Kooperation im Gange ist, die dazu führt, dass Herausforderungen von vielen Seiten und unterschiedlichen Kompetenzen betrachtet werden. Einige Kollegen betrachten besonders die juristischen Aspekte, andere die Finanzen, den Personaleinsatz, den Gesundheitsbereich, die Kinderbetreuung oder auch den Schutz der Mitarbeiter durch Home-Office, dazu muss die IT passen. Ihre Daseinsvorsorge bestmöglich aufrecht zu erhalten ist neben der Reduktion der Neuinfekte unser oberstes Ziel.

Für das Verständnis und die Vernunft, mit der alle Babenhäuser*innen in diesen Zeiten mit der Situation umgehen, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Bei den notwendigen Einschränkungen in unser aller täglichem Leben zum Schutz von uns allen, unseren Familien, Nachbarn und Freunden sind Ruhe und Flexibilität gefragt. Und sie alle liefern diese, das macht mich dankbar und stolz auf unsere Stadt.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 18.03.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

zum Corona Virus haben Sie sicher die meisten Pressekonferenzen, Stellungnahmen und Hinweise weitestgehend verfolgen können. Eine genaue Betrachtung würde den Rahmen sprengen. Bund und Land geben die Marschrichtung vor. Sowohl der Landkreis als auch unsere Stadtverwaltung haben entsprechende Stäbe einberufen, um die Situation gemeinsam zu meistern.

Damit einher geht auch eine möglichst einheitliche Kommunikation. Es ist wenig zielführend, wenn unklare, interpretierbare oder gar widersprüchliche Aussagen getroffen werden. Diese Abstimmung benötigt oftmals Zeit, dafür erhalten alle aber ein klares Bild der Lage. Wer tief einsteigen möchte, dem sei der Podcast von NRD.info mit Herr Dr. Drosten empfohlen, der das Thema in klaren Worten beleuchtet, es lohnt sich.

Für unser soziales Leben, unsere Vereine, Geschäfte und Betriebe legen die wichtigen und richtigen Maßnahmen zur Verlangsamung der Infektion und zum Schutz besonders gefährdeter Gruppen durchaus beträchtliche Hürden in den Weg. Da sich der Sachstand, die Beschlusslage und auch die notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens als sehr dynamisch erweisen, wird unsere Flexibilität täglich aufs Neue gefordert. Ich bin überzeugt, dass wir die Aufgaben zusammen meistern, wie in der Vergangenheit auch. Vielleicht haben gerade uns die vergangenen Krisen und deren Bewältigung besonders auf diese nun wirklich große Herausforderung vorbereitet. Wir haben gemeinsam Stürme und Bomben mit Räumungen gemeistert, sind im engen Schulterschluss beispielhaft durch die Herausforderung der Flüchtlingswellen hindurchgegangen und werden auch diese Aufgabe gemeinsam meistern.

Mein Krisenstab hat nach Kräften in Abstimmung mit dem Landkreis die Basis geschaffen, dass unsere kommunale Infrastruktur an den kritischen Stellen weiterläuft. Der Brandschutz ist durch unsere Kamerad*innen der Feuerwehr gewährleistet, der Betrieb der Kläranlage ist sichergestellt. Das Rathaus steht direkt via E-Mail und Telefon zu Ihrer Verfügung, wir bitten lediglich, persönliche Vorsprachen auf ein erforderliches Minimum zu begrenzen und Termine zu vereinbaren, damit wir das Infektionsrisiko für Sie und uns minimieren. Der Bauhof hat Vorkehrungen gegen Tröpfcheninfektionen getroffen, wir schützen Sie und unsere Kolleg*innen durch möglichst große Abstände, haben wo möglich HomeOffice umgesetzt, damit ein Maximum an Sicherheit und Leistungsfähigkeit gewährleistet ist.

Im Landkreis ist die Situation in den Krankenhäusern, im Rettungsdienst und die Beschulung der Kinder nach den Vorgaben aus Wiesbaden bestmöglich geregelt. Hier geht mein Kompliment an die Lehrkräfte vor Ort. Wir haben in Kooperation mit den Kita-Betreibern die Verordnungen aus Wiesbaden umgesetzt. Auch hier geht mein Dank an die Erzieher*innen. Die Situation ist für die betroffenen Eltern eine echte Herausforderung, zumal ja die Großeltern zur Betreuung möglichst nicht herangezogen werden sollen. Schutz vor generationenübergreifenden Ansteckungen wie auch zwischen den Kindern ist das Ziel. Auch hier halten die Babenhäuser*innen zusammen und finden Lösungen.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 12.03.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

unter https://www.radfahren-neu-entdecken.com/buchung-babenhausen können Sie für 14 Tage ein E-bike zum Testen buchen. Die Aktion wird gefördert und soll die Praxistauglichkeit der unterschiedlichen Modelle zeigen, vom Tourenrad bis zur faltbaren Bus- und Bahnpendler Variante. Hier eröffnen sich neue Möglichkeiten der Mobilität, viel Spaß beim Probieren.

Neben Treffen zur Interkommunalen Zusammenarbeit in der IT und dem Online-Zugangsgesetz, allgemeinen Fragen zu Friedhofsangelegenheiten, Brandschutz und Grünpflege waren Teilnehmer der Job-Info Börse im Rathaus zu Gast. Vor Ort einen Blick auf die Perspektiven der Verwaltungstätigkeit zu erlangen, war das Ziel. Vielschichtige Dienste für die Allgemeinheit in moderner digitaler Umgebung sind sicher zu bedenkende Punkte in der Berufswahl.

Auch, wenn die letzte Stadtverordnetenversammlung mit einer Gedenkminute für zwei verdiente Persönlichkeiten unserer Stadt begonnen wurde, haben wir neben anderen richtungsweisenden Entscheidungen einen Beschluss zum Haushalt und hoffen nun auf eine baldige positive Genehmigung des Zahlenwerkes durch die Kommunalaufsicht. Mit dieser Genehmigung sind wir dann wieder vollumfänglich handlungsfähig im Rahmen der beschlossenen Budgets.

Waren Verkehrslärm und Kiesabbau die lokalen Themen der vergangenen Woche, teils auch mit erheblichem Interesse von außerhalb, dominiert doch immer wieder das Corona-Virus die Themenpalette, auch in Babenhausen. Ein Verharren allein wäre fahrlässig, wir überprüfen unsere Krisenpläne und adaptieren die aktuelle Entwicklung zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger – zu Ihrem Wohle. Wie bei jeder anderen Grippewelle ist aber statt übertriebener Sorge oder Panik ein ruhiger Kopf und gerade die entsprechende Hygiene geboten, und da genügt an vielen Stellen Wasser und Seife völlig.

Natürlich geht auch das Tagesgeschäft weiter. Investorengespräche, Weiterbringen von Bauleitplanverfahren wie auch soziale Themen von Kinder- und Jugendförderung bis zur Städtepartnerschaft werden bearbeitet. So erging die Einladung an unsere Freunde in den Partnerstädten Lichtentanne und Bouxwiller für unseren Ostermarkt, die Vorbereitung der Ferienspiele ist im Gange, Kita-Themen bleiben aktuell. Trotzdem bleibt es in der Fastenzeit nach den tollen Tagen etwas ruhiger, das Wetter trägt seinen Teil dazu bei, macht den Kollegen des Bauhofs das Tagesgeschäft nicht einfacher, hilft aber Flora und Fauna.

Für das kommende Wochenende wünsche ich Ihnen gemeinsam mit allen Kollegen kuschelige Stunden bei schlechtem Wetter und schöne Erlebnisse in der Natur, wenn es aufklart. Die Frühblüher sind längst da und eine frühe Kirschblüte erscheint möglich.

Viele Grüße aus dem Rathaus,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 05.03.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

beim Schreiben dieser Zeilen laufen die Vorbereitungen für die erneute Trauerbeflaggung des Rathauses am Mittwoch zum Gedenken an die Opfer von Hanau. Nach Hanau und Volkmarsen musste die Entscheidung fallen, ob Einzeltäter unsere Kultur und unsere Traditionen beeinträchtigen können oder nicht. Wir haben das – bei allem Mitgefühl und aller Bestürzung – nicht zugelassen. Der Umzug fand statt. Nicht etwa aus Respektlosigkeit gegenüber den Opfern, sondern zur Verteidigung dessen, an was auch sie geglaubt haben, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung. So erweisen wir erneut den Opfern unseren Respekt und den Angehörigen unsere Verbundenheit. Eine Schweigeminute am Mittwochmorgen taucht das Rathaus in Stille.


Wir können von Gewohnheiten und Kulturgut abweichen, wenn es notwendig ist. So hat im Zuge der Eindämmung des Corona-Virus auch im Rathaus ein freundliches Lächeln das Händeschütteln unseres Kulturkreises vorübergehend abgelöst.


Mit Hochdruck waren die Kollegen vom Bauhof, verstärkt um externe Kräfte in Baumpflegearbeiten aktiv, bevor die Setz- und Brutzeit diese Eingriffe nur noch unter strengen Auflagen ermöglicht. Viele Äste und ganze Baumstämme haben das Wehr an der Stadtmühle erreicht, die Turbine blockiert. Die Automatik hat das Wasser umgeleitet und der Bauhof geräumt und die Turbine bereits Samstag wieder in Betrieb genommen. Hier werden kontinuierlich 24.000 Watt produziert.


Mit der entega haben wir unsere Zusammenarbeit im vergangenen Jahr reflektiert, auch die Krisen (Bombe, Sturm) wurden nochmals besprochen, Pläne für die Zukunft gemacht. Auch mit dem Gewerbeverein haben wir Zukunftsthemen diskutiert und die verfügbaren Online-Services auf unserer Website werden Zug um Zug erweitert, die Anmeldung für die Ferienspiele ist der nächste Schritt der Digitalisierung


Die Gerüchteküche in Babenhausen ist schnell. Trotzdem konnten wir bei der Verleihung des Landesehrenbriefes Manfred Müller tatsächlich überraschen. Einen herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Kirche, Vereinen und Lebensmittelpunkt.
Kleine schnelle Schritte bringen auch weiter. Unsere Wirtschaftsförderung konnte sehr schnell eine Verbindung zwischen dem Laden in Langstadt und der Bäckerei Lautenschläger knüpfen, sodass es in Langstadt frische gute Backwaren aus Babenhausen vor Ort gibt.


Und falls am 14.03. noch Platz im Kalender ist: es gibt auch noch offene Plätze bei einer Führung durch das Pferdehabitat hinter der Kaserne. Ab 14:00 Uhr führt Frau Nigl, die auch die Pferde betreut, über das Areal, tel. Anmeldung wird erbeten: 0162 9151 692

Viele Grüße aus dem Rathaus,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 27.02.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Rosenmontag: Erst Sturm, dann der Vorfall in Volkmarsen, nachdem die furchtbare Tat in Hanau uns erschüttert hat, scheint keine Ruhe einzukehren. Mit dem Aschermittwoch sollte zumindest mit der Fastenzeit alles etwas bedächtiger werden. Bis dahin hoffen wir auf einen friedvollen und ablenkenden Umzug in unserer Stadt.

Im Haupt- und Finanzausschuss wurde der Weg für einen Beschluss zum Haushalt freigemacht, der Anfang März in der Stadtverordnetenversammlung gefasst werden könnte.

Wichtige weitere Themen der vergangenen Woche waren die aktuellen Tätigkeiten zum Online-Zugangsgesetz. Hier sind wir in einer Spezialistengruppe mit weiteren Experten der Landkreiskommunen in enger Abstimmung. Auch Bauentwicklungen und deren Folgen im Bereich der Kita-Plätze und der Nahversorgung bleiben in Arbeit und waren in Gesprächsrunden Thema.

Der Baumbestand, respektive die Pflege desselben auch im Hinblick auf die Stürme halten uns auf Trab. Im Naturschutzbereich beschäftigt uns außerdem der Biber mit seinen Aktivitäten. Eine Studie der Universität Exeter hat den positiven Einfluss der Rückkehr der Biber auf die Renaturierung und Artenvielfalt im Fluss untersucht.

Auf Trab halten uns auch die Brandschutzthemen in den im kommunalen Besitz verbleibenden Immobilien wie auch der Verkauf anderer. Im Bauausschuss wurde die Schwierigkeit des Verkaufs der alten Schule Sickenhofen dargelegt. Hier ist sowohl eine nicht ganz einfache Grundstücksteilung ebenso in Vorbereitung, wie die Änderung des Bebauungsplanes, der als Zweck noch den Schulbetrieb beinhaltet und Festsetzungen trifft, die nach der Grundstücksteilung mit Abstandsflächen und öffentlichen Flächen für die Bushaltestelle angepasst werden müssen.

Währenddessen wird mit viel Aufwand an den letzten Papieren zum Bebauungsplan Kaisergärten weitergearbeitet, um diesen in einer final abgestimmten und möglichst alle Fakten berücksichtigen Version zur Offenlage zu bringen.

In die Zukunft gewandt ist der Neubau der Westringbrücke vergangene Woche beauftragt worden, und Straßensanierung sowohl in Sickenhofen wie auch in der Ziegelhüttenstraße werden vorbereitet.

Viele Grüße aus dem Rathaus,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 20.20.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

„zuerst das Positive“, so hat unsere Deutschlehrerin Frau Schulz uns in der 8. Klasse aufgefordert, zu Aufsätzen der Mitschüler Stellung zu nehmen. Wir starten mit der Aktion „Willkommen neuer Erdenbürger“ gemeinsam mit der Babenhäuser Ehrenamtsagentur (BEA) die Verteilung von Baby-Info-Boxen an unsere jüngsten Mitbabenhäuser. Das Projekt arbeitet mit Spenden und Sponsoring und stellt Informationen und Materialien für das neugeborene Babenhäuser Kind und seine Eltern bereit. Danke an BEA und alle Sponsoren.

Wie nahe Anfang und Ende beieinander liegen zeigt eine Beerdigung einer großartigen Kollegin aus der Sozialstation und die Nachricht vom Tode einer um Babenhausens Geschichte, Öffentlichkeitsarbeit und Städtepartnerschaft sehr verdienten Freundin.

Zukunftsweisend war das Energiegespräch im Hause des Energie- (und mehr) Versorgers entega. Die Freiheit der Wissenschaft als Basis für die Lösung drängender Probleme wurde von vielen Seiten beleuchtet. Auch die Arbeitsgruppe Süd des Hessischen Städtetages griff die in der Entwicklung der Verwaltung und den immer breiter werdenden Aufgaben und Anforderungen liegenden Herausforderungen auf.

Einen Blick zurück und die Bewahrung von Geschichte und Geschichtchen liefert die Topothek, eine Plattform zur strukturierten Ablage von Bildern und Videos: babenhausen.topothek.de wurde am Samstag im Rathaus einem Kreis interessierter Heimat- und

Familiengeschichtsenthusiasten vorgestellt.

Den Blick voraus gab es bei der Schulung der Feuerwehr-KameradInnen am Donnerstag: Einen Einblick in Straßenführung, Hydranten Anschlüsse, Abwasserentsorgung und Zufahrten wurde kompetent vermittelt, damit im Einsatzfall auch die neuen Baugebiete ein offenes Buch ohne sieben Siegel sind. Und die Zukunft des Brandschutzes zu unser aller Wohl war am Samstag zur Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr des LaDaDi in Mühltal zusammengekommen.

Vor Ort kümmert sich unser Jugendforum um die Belange der jungen BabenhäuserInnen, im vergangenen Jahr wurden viele Aktionen durchgeführt.

Die Bauleitplanung zu den Kaisergärten bleibt ein Topthema im Rathaus und nicht nur dort. Architekturstudenten der TU Darmstadt haben an einem Wettbewerb zur Planung und Gestaltung des südlichen Exerzierplatzes (ehemals ein Junkfood-Tempel) mit vielen kreativen Ansätzen interessante Möglichkeiten aufgezeigt. Und die Sparkasse hat jungen Musikern eine tolle Präsentationsplattform in der Halle in Münster gegeben, die Preisträger von „Jugend musiziert“ haben die Zuhörer in ihren Bann gezogen.

Musik der ganz anderen Art war bei der Sitzung in Harpertshausen zu hören. Wer mit „Kaulquappensocken“ nichts anfangen kann, hat ein Highlight der Kampagne verpasst. Diese gipfelt am Dienstag im Fastnachtsumzug. Wer im nächsten Jahr wieder dabei sein will, sollte in diesem Jahr seine Plakette bezahlen und voll Stolz tragen.

Viele Grüße aus dem Rathaus,

Ihr Achim Knoke