Kolumne vom 14.01.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein letztes Mal darf ich Ihnen heute als Ihr Bürgermeister aus dem Rathaus berichten. Wenn Sie diese BZ in Händen halten, steht meine Verabschiedung und die Vereidigung meines Nachfolgers in Corona-bedingt sehr kleinem Kreis an.

Mit Jahresabschluss haben wir in Babenhausen über 2,5 Millionen vorwiegend jungen Menschen eine Freude gemacht und eine Musik-Video Produktion unterstützt. Zum Jahresbeginn ist eine Corona –Testeinrichtung in Babenhausen etabliert, was auch der älteren Generation Sicherheit verschafft und Besuche und Miteinander etwas sicherer gestaltet.

Das Wahlamt ist nach der Bürgermeisterwahl nun mit den Vorbereitungen der Kommunalwahl am 14. März befasst. Auch hier stehen diverse Arbeiten an, unter den aktuellen Corona-Bedingungen eine ordnungsgemäße und sichere Wahl zu gewährleisten, auch in Abstimmung mit den Wahlämtern der anderen Kommunen.

Die Amtsübergabe an den neu gewählten Bürgermeister geht geordnet von statten, hier sind keine skandalträchtigen Verfahren wie in Amerika zu vermelden. Stattdessen wir in gutem demokratischen Gebaren miteinander gearbeitet, wie es sich gehört.

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass ich gern und mit großem Elan Bürgermeister dieser Stadt war. Für Babenhausen zu arbeiten, Weichen zu stellen, Menschen in Kontakt zu bringen, neuen Ideen Raum zu verschaffen und für Sie alle nach besten Kräften zu agieren, hat auch bei Gegenwind viel Freude bereitet. Für jede Unterstützung in der Vergangenheit bin ich dankbar und bitte Sie, diese auch meinem demokratisch gewählten Nachfolger angedeihen zu lassen.

Als IT-Mensch meiner Generation ist „Per Anhalter durch die Galaxis“ sicherlich ein Standartwerk. Ich hatte die große Freude und Ehre, seinen Verfasser Douglas Adams tatsächlich zu treffen, einen brillanten Kopf, der leider viel zu früh von uns ging. In diesem Sinne schließe ich meine letzte Information mit dem letzten Gruß der Delfine: „so long and thanks for all the fish“

Herzliche Grüße aus dem Rathaus, Ihr Bürgermeister zu sein war mir eine Freude und eine Ehre, bleiben Sie gesund und optimistisch,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 07.01.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich wünsche Ihnen gemeinsam mit allen Kollegen ein frohes neues Jahr 2021, das Ihnen vor allem Gesundheit bescheren möge.

Während es über die Weihnachtsfeiertage ruhig blieb, waren an Sylvester viele – aber nicht alle – diszipliniert. Die Polizei musste dann leider auch in Babenhausen einschreiten, weil einige Wenige meinten, ihren Spaßfaktor über das Gemeinwohl stellen zu müssen. Die Notaufnahmen und die Feuerwehren konnten aber über einen vergleichsweise sehr ruhigen Jahreswechsel berichten. Weder Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Böllern noch übermäßigen Alkoholkonsum mit entsprechenden Folgeverletzungen haben das Gesundheitssystem wie in anderen Jahren über Gebühr belastet. Es war eben nicht „same procedure as last year“, wenn der Silvesterklassiker sich auch in kleiner Runde großer Beliebtheit erfreut.

Vor Weihnachten ergab sich eine spannende Aktion im historischen Teil unserer Kaserne. Der Rapper „Apache 207“ wollte zum Abschluss eines Jahres ohne Life-Konzerte noch einen musikalischen Neujahrsgruß in Form eines Musikvideos an seine Fans schicken.

Ein aufwendiges Verfahren zur Genehmigung dieser Aktion konnte erfolgreich durchlaufen werden, Stadt, Landkreis und Regierungspräsidium wurden eingebunden. Ein überzeugendes Hygienekonzept wurde vorgelegt und dann zwischen Weihnachten und Silvester umgesetzt. Hier waren auch im Bereich Pyrotechnik echte Profis am Werk, sodass die Dreharbeiten ohne jeden Zwischenfall abgewickelt werden konnten. Dabei wurden alle Beteiligten isoliert und wiederholt getestet. Doch nicht nur die Fans, auch das lokale Gastronomiegewerbe und die Hotellerie konnten zum Jahreswechsel nochmal aktiv werden, ging es doch hier für die Beteiligten um gewerblichen Einsatz.

Um entsprechende Rechtssicherheit für die Kommunalwahl im März sicherzustellen, waren neben den Notdiensten für Standesamt und Einwohnermeldeamt auch das Wahlamt im Rathaus besetzt. Natürlich hat auch die Ordnungspolizei ebenso wie die Polizeikollegen des Landes Dienst getan.

Das ist ein guter Zeitpunkt, allen zu danken, die über den Jahreswechsel für uns da waren, ob im Gesundheitssektor, im Brand- und Katastrophenschutz, in den Impfzentren oder in der Ver- und Entsorgung. Herzlichen Dank für den Einsatz.

Wie es nun mit dem Lockdown weitergeht, ist beim Schreiben dieser Zeilen noch offen. Wohl ab dem 12.01. wird es den impfberechtigten Personenkreisen möglich sein, Termine in den Impfzentren zu vereinbaren. Der Landkreis wird tagesaktuell informieren, bislang kann die Telefonhotline 116117 aber noch keine Termine vergeben, bitte gedulden Sie sich noch. Auch die Betreuung in den Kitas und die Arbeitsweisen der Schulen sind noch nicht geklärt. Die Infektionszahlen zeigen aber bislang keine klare Besserung, sodass wir gerade zu Beginn des Jahres standhaft bleiben müssen. In Teilen der Republik ist auf Grund der hohen Todeszahlen das Bestattungswesen bereits nicht mehr in der Lage, Abschiede zeitnah, ortsnah und würdig zu gestalten, und auch die Belegungszahlen der Intensivstationen zeigen, dass wir unsere Reserven anbrechen müssen. Das wollten wir von Anfang an vermeiden, leider ist das nur bedingt gelungen.

So beginnt das Jahr mit Einschränkungen, die wir aber sicher viel besser ertragen können als manch andere. Es ist eben besser, im Januar als Kind in Deutschland zu leben als im Jemen. Dieses Bild vor Augen ertragen wir unsere Situation sicher gelassener.

Viele Grüße aus dem Rathaus und frisch auf in ein neues Jahr.

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 23.12.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nachdem der Haushaltsentwurf beschlossen wurde, sind die letzten Anträge einzuarbeiten, um das Zahlenwerk dann der Kommunalaufsicht vorlegen zu können. Schön, das trotz Corona dieser Meilenstein erreicht werden konnte, hält es die vorläufige Haushaltsführung zum Jahresbeginn doch kurz.

Die Zahlen der Corona-Pandemie und Ihr Fortschreiten, die Stilblüten, die der Versuch weniger Einzelner im Aushebeln oder im Schlupflöcher suchen hervorbringen, verheißen nichts Gutes und bedürfen um so mehr des Engagements der Vernünftigen. Es geht hier um Leben und Gesundheit, nicht um das Umgehen eines „Knöllchens“ für falsches Parken!

Aktuelle Informationen inklusive der Zahlen für Babenhausen gibt es auf http://ladadi.de . Eine Spiegelung, Wiederholung auf http://babenhausen.de ist zur Aktualität wenig zielführend, wenn keine Pressestelle diese Synchronität gewährleisten kann.

Im Jahresendgeschäft schließen wir die letzten Projekte ab. Der Ankauf der Flächen für den Schulsport kann endlich vollendet werden, letzte Rechnungen werden gestellt oder bezahlt, der Jahresabschluss vorbereitet. Der Bauhof aktualisiert die entsprechenden Bereitschaftspläne für den Fall von Schnee und Eis zur Straßenräumung, auch wenn weniger Menschen unterwegs sind.

Für die Festtage kommen wir mit der nächtlichen Ausgangssperre sicher klar. Und auch im Nachgang wird sich das hoffentlich eingeschränkte Geschehen auf die Tageszeit konzentrieren. Die Lieferdienste für Speisen sind ja beruflich unterwegs, Abholen geht dann nur noch bis 21:00 Uhr.

Das Jahr begann mit einem Bombenfund in Harreshausen und ohne Zeit zum Durchatmen mit einer Sturmsituation, die Feuerwehr und Bauhof sowie die Stadtverwaltung gefordert hat, um dann direkt in die Pandemie überzuwechseln. Die finanzielle Situation ist mit Corona und den von Continental geplanten Maßnahmen nur komplexer geworden. Es war ein anspruchsvolles, forderndes Jahr. Gemeinsam haben wir die Herausforderungen angenommen und gemeistert, so gut es ging – darauf können wir stolz sein.

Jetzt gilt es, in kleinem – am besten im familiären – Kreis herunterzufahren, sich auf den Geist der Weihnacht einzulassen und mit Zuversicht und Mut in ein neues Jahr aufzubrechen. Auf uns alle warten große Aufgaben, für jeden Einzelnen und als Gemeinschaft aller Bürger*innen unserer Stadt. Die Gewerbetreibenden, vor allem die Gastronomie, die Vereine, unsere Familie, Freunde und Nachbarn können an vielen Stellen eine kleine oder große Hilfe gebrauchen, von kleinen Gesten bis zu echtem Anpacken wird uns 2021 als Gemeinschaft fordern, aber auch zusammenschweißen.

So wünsche ich Ihnen gemeinsam mit all meinen Kollegen, den Stadträten, dem designierten Nachfolger ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und einen ruhigen Übergang in ein hoffentlich gesundes neues Jahr 2021 für Sie und all Ihre Lieben.

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 17.12.20

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

meine Frau brachte mir einen Wunschzettel vom Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Der Wunschbaum sollte Kinderwünsche erfüllen. In kindlicher Schrift, orthografisch bedenklich las ich den Wunsch, dass Corona bitte die Menschen in allen Ländern verschonen sollte und alle gesund bleiben. Das ist der sehnlichste Wunsch eines Babenhäuser Kindes. Ihn zu erfüllen bedarf unser aller Zutun. Die Regierung fordert uns auf, ja bittet uns geradezu dringlichst, noch intensivere Regelungen zur Eindämmung mitzugehen. Wir alle müssen – auch zu unserem eignen Schutz und dem unserer Liebsten – die Unachtsamkeit von Wenigen nun kraftvoll kompensieren, um die Lage im Griff zu behalten. Aus meiner alten Heimat erreichte mich die Information, dass ein Abiturkollege an Corona erkrankt war und kein Intensivbett dort verfügbar war – mitten in Deutschland, 300km nördlich.

Das Kreistagspräsidium hat am Montagmorgen kurzfristig beschlossen, auf alle Redebeiträge zu verzichten, um die Sitzung kurz zu halten. Die Standpunkte sind in den Ausschusssitzungen ausgetauscht. Bis auf Tischvorlagen und kurzfristig eingegangene Anträge gelingt das hoffentlich auch in der Stadtverordnetenversammlung. Auch der

Magistratsbericht wird schriftlich eingereicht werden.

Wie übergibt man in Corona-Zeiten das Bürgermeister-Amt? Unsere Schaafheimer Nachbarn haben das am Ende einer regulären Sitzung der Gemeindevertretung einfach als letzten Tagesordnungspunkt gemacht, ein sehr pragmatischer Ansatz. Wir werden im Januar einen ähnlich pragmatischen Ansatz finden müssen.

Und wie erweist man einem Amtsvorgänger in Corona-Zeiten die letzte Ehre? In stillem Gedenken? Nach Herrn Schäfer ist Herr Kurt Lambert, der zweite meiner Vorgänger, von dem ich final Abschied nehmen muss. Im Herzen großer Dank für die für Babenhausen geleistete Arbeit und tiefes Mitgefühl für die Familie.

Wir steuern auf sicherlich eines der merkwürdigsten Weihnachten zu, die eine Generation erleben kann. Ja, wir sind beschränkt in der Art, wie wir feiern können, und vielleicht verdeutlicht es uns allen die großen Freiheiten, ja, den Luxus, in dem wir all die Jahre leben durften. Weihnachten bringt Menschen zusammen, uns persönlich in kleinstem Kreis, uns als Gemeinschaft im Kampf gegen die Pandemie und zwar weit über die Grenzen der Stadt, und des Landkreises hinaus. Von Portugal bis Polen und von Irland bis Griechenland, aber auch über die Grenzen der EU hinaus sitzen wir mit allen Menschen in einem Boot, sind Weltbürger.

Im Jahr 1914 haben an Weihnachten gegnerische Soldaten die Gewehre in den Schützengräben gelassen, sind hervorgekommen, haben gemeinsam „Stille Nacht“ auf Deutsch, Englisch und Französisch gesungen. Der Begriff „Weihnachtsfrieden“ oder englisch „christmas truce“ beschreibt den Sieg der Menschlichkeit in jenen Tagen. Kein Krieg Mensch gegen Mensch muss in der Coronapandemie überwunden werden, kein Darben im nassen Graben ohne sauberes Wasser und Verpflegung, mit der Angst vor Giftgas.

Wir hier müssen nur bedacht und vernünftig sein, uns an dem freuen was wir haben und vielleicht reicht es, die Welt aus Kinderaugen zu betrachten, dann erwartet uns alle zusammen eine denkwürdige Weihnacht. Bringen wir die Infektionszahlen nach unten – gemeinsam.

Sie wissen, was zu tun ist.

Adventliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund,

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 10.12.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger, Zur Adventszeit freuen sich einige Mitbürger*innen über eine Zuwendung aus der Sophie-Jöckel Stiftung. Der niedrige Zinssatz der vergangenen Jahre hat den Ertrag aus dieser Stiftung arg reduziert, sodass erst nach einigen Jahren eine tatsächlich auszahlbare Summe, wenn auch klein, zur Verfügung steht.

Unser Gesundheitsforum zur nachhaltigen Sicherung und zum Ausbau der Versorgung hat online getagt. Die jahrelangen Bemühungen an dieser Stelle haben nicht nur die bisherige Versorgungslage gestützt und getragen, wir bekommen einen orthopädischen Sitz nach Babenhausen, für den auch schon ein Arzt gefunden ist, der außerdem noch chirurgische Erfahrungen mitbringt.

Eine gute Nachricht zum Jahresende. Das Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität (FZ-NUM) des Landes Hessen lädt alle hessischen Bürger*innen ein, sich an einer Umfrage zur Nachhaltigen Mobilitätsplanung zu beteiligen. Unter https://t1p.de/37h2. haben Sie bis zum 14.12.20 die Möglichkeit frei-willig, teilzunehmen. Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.fznum-hessen.de/ . Nutzen Sie die Gelegenheit sich aktiv an der zukünftigen Mobilitätsplanung in Hessen einzubringen. Trotz einiger auch Corona-bedingter Einschränkungen in der Kinderbetreuung sind hier die meisten Einschränkungen nur von kurzer Dauer, was auch mit der Unterstützung des Gesundheitsamtes durch Kräfte der Bundeswehr bei der Nachverfolgung der Infektionsketten zu tun haben könnte.

Die Kita Kaisergärten ist nach einer Corona-Situation seit Montag wieder im Betreuungsmodus. Auch die finanzielle Zusatzunterstützung der Stadt Babenhausen für Tagespflegepersonen wurde in 2020 sehr gute angenommen. Hoffentlich finden sich weitere Menschen, die sich für diese Betreuung begeistern können, der Fachbereich V Soziales & Familie unterstützt bei der Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Stellen des Landkreises.

Im politischen Geschehen sind Bauprojekte und Haushalt zum Jahresende die bestimmenden Themen, mit etwas gutem Willen wird mein Nachfolger nur mit einer Haushaltssperre und nicht mit einer vorläufigen Haushaltsführung in seine Amtszeit starten.

Auch am dritten Advent verzichten wir zur Eindämmung der Pandemie auf Zusammenkünfte, viel findet telefonisch statt.

Auch meinen Bruder hätte ich zu seinem 50sten Geburtstag gerne besucht und gedrückt. Es kommt eine andere Zeit.

Genießen Sie unter Schutz Ihrer Gesundheit und der der anderen Babenhäuser*innen die vorweihnachtliche Zeit.

Adventliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 03.12.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
während im politischen Umfeld die Haushaltsberatungen, Corona-Maßnamhen und das Thema Kiesabbau dominieren, stehen wir alle vor einem besonderen Advent. Wir haben nun den ersten Advent hinter uns, viele haben Ihre Häuser, Gärten oder Schreibtische und Arbeitsplätze geschmückt und wir machen auch im familiären Kreis das beste aus der Situation.
Währenddessen bringt neben der Freude über eine zeitnahe Verfügbarkeit von Impfstoffen deren Verteilung zusätzliche Aufgaben mit sich. Denn wie impft man unter Corona-Bedingungen so viele Menschen sicher und effizient? Da braucht es durchdachte Abläufe und Organisationen, das Zusammenwirken von unterschiedlichen Menschen und Einrichtungen. Gemeinsam mit dem Landkreis sind alle Bürgermeister*innen hier in der Informationsschleife, können Gedanken austauschen,Ideen diskutieren und bewerten.
Zu Mobilitätsthemen wie e-Lastenräder-Sharing oder Shuttle-on-demand sind wir schon in der Übergabe-Phase der Amtsgeschäfte, Herr Stadler bringt sich wißbegierig wo möglich bereits ein, das wird sich im Dezember noch häufiger ergeben.
IT-Störungen im Netz unseres Dienstleisters sind am Montag aufgetreten und zeitnah behoben worden. Hier ist für die Digitalisierung noch einiges in Hessen zu regeln. Auch hier sind wir in Abstimmung mit den anderen Kommunen und dem Landkreis unterwegs, auch hier sind derzeit Übergaben durchzuführen.
Im Zweckverband Gruppenwasserwerk wurde der Wirtschaftsplan beschlossen, die Satzung auf neuen Stand gebracht, unsere interkommunale Zusammenarbeit an dieser Stelle funktioniert beispielhaft gut.
In einigen Kitas unterschiedlicher Betreiber ist in Folge der personellen Situation derzeit leider mit Einschränkungen in der Betreuungsmöglichkeit zu rechnen, alle arbeiten ach Kräften daran, möglichst breitgefächert und zuverlässig gute Kinderbetreuung anzubieten, nicht immer gelingt es, unsere Ansprüche vollständig umzusetzen.
Ein letzter Abschied steht noch an, unser hochgeschätzter Ehrenortsvorsteher Sickenhofen – Herr Mahr – ist hochbetagt von uns gegangen. Seine Stimme ist in der Audiothek festgehalten, sein Bericht über die Abholung seines jüdisch-stämmigen Kollegen wird jedem, der ihn gehört hat, in Erinnerung bleiben. Viel hat Herr Mahr in und für Sickenhofen bewegt, ein großer Geist ist von uns gegangen.
Für den zweiten Advent sind keine Märkte, Besuche aus oder in unseren Partnerstädten möglich. Stattdessen wünsche ich uns allen die Chance auf Einkehr und Besinnung auf die frohe Botschaft der Weihnacht. Genießen Sie nach Kräften auch unter diesen Bedingungen die vorweihnachtliche Zeit.
 
 
Adventliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund,

 
Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 26.11.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

aktuell stehen im Bereich der Mobilität verschiedene Themen an. Hinweise auf Regelungen und Wünsche zu Radverkehr in Fahrradabstellplätze in der Bummelgasse sind ebenso wie E-Lastenräder-Nutzung nicht nur in den Kaisergärten im Gespräch, außerdem Maßnahmen unserer DaDiNa als ÖPNV-Träger zur Mobilität und neuen Konzepten im Ostkreis.

Unsere Sozialstation hat trotz Corona den Jahresabschluss 2019 vorgestellt. Ein leichtes Plus ist erneut zu vermelden. Leider ist absehbar, dass die Corona-Situation unsere Unterstützungsgruppe für von Demenz in der Familie („die Brücke“) derzeit nicht funktionieren kann. Für die Zukunft muss die aktuelle Herangehensweise überdacht werden.

Auch die Steuerungsgruppe für die Gemeinwesenarbeit sieht sich diversen Herausforderungen ausgesetzt, hier gilt es, das mögliche auch durchzuführen und sich auf die „nach-Corona-Zeit“ vorzubereiten.

Ein Blick zurück anlässlich der Baumpflanzung zu 725 Jahren Stadtrechte wurde von Heimat- und Geschichtsverein gegeben. Herr Wittenberger gab dem sehr begrenzten Teilnehmerkreis eine kurze aber prägnante Ausführung mit Blick in die entferntere Vergangenheit.

Gar nicht so weit in die Vergangenheit haben wir geschaut anlässlich der Kranzniederlegung am Volkstrauertag in Harreshausen, gerade jetzt, wo die Geburt der Rechtsprechung zum Völkerrecht mit den Nürnberger Prozessen wieder in den Blick rückt.

Trotz der Corona-Situation, die uns alle zu Vorsicht und Rücksicht anhält, gibt es ein anderes Virus, dass an der Grenze steht, daher unsere Vorbereitung zu Maßnahmen in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest gemeinsam mit dem Landkreis, aber auch im Schulterschluss mit den umliegenden Gemeinden.

Die Verwaltung hat einen Haushaltsentwurf für 2021 erarbeitet, der im Magistrat abgesprochen wurde und in der nächsten Stadtverordnetenversammlung in die Diskussion und Beschlussfassung eingebracht wird. Mit Sonderregelungen zu Corona wird ein Genehmigungsfähiger Haushalt möglich sein, allerdings sind rosige Zeiten nach wie vor fern, durch die seit 2016 stabile Grundsteuer sind insgesamt 3.000.000 € nicht vereinnahmt worden, daher sind keine Polster mehr vorhanden, die in schwierigen Zeiten so wichtig wären.

Zum guten Schluss noch die Nachricht, dass ein historisches Fachwerkgebäude in Babenhausen einen Preis für Denkmalschutz erhalten wird. Eine Feierstunde muss auch hier auf später verschoben werden, die Freude jetzt ist aber ungebrochen.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus,

Ihr Achim Knoke

Kolume vom 19.11.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

während diese Zeilen entstehen, sprechen Bundeskanzlerin und Ministerpräsident*innen über die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Folgen der Pandemie. Bei den hohen Zahlen ist mit Lockerung nicht zu rechnen, es wird wohl auf eine zusätzliche Verschärfung hinauslaufen, damit unsere bisherigen Bemühungen nicht vergebens waren.

Für uns bedeutet das neben Prüfungen, ob wir dem Schul- und Betreuungsbetrieb mit zusätzlichen Räumen unter die Arme greifen können eben auch den Verzicht auf vielerlei Kontakte, Jubilaren wird weiter telefonisch gratuliert, Kontakte auf das absolut notwendigste reduziert bleiben.

Die Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag wurden im Stillen und in kleinster Runde durchgeführt. Das Gedenken an die Opfer von Gewalt bedarf nicht mehr dem Blick in die weitere Vergangenheit und aus Schlachtfelder außerhalb Deutschlands in die Ferne. Akte des Terrors nicht nur in Frankreich, auch in Kassel, Berlin oder Hanau machen und deutlich, dass der Gewalt kein Millimeter Boden gewährt werden darf. Die Würde des Menschen ist und bleibt unantastbar.

Unsere Schüler*innen haben in den vergangenen Jahren den Volkstrauertag auch genutzt, um Gelder für das Erinnern zu sammeln. Hier ist dieses Jahr auch aus Pandemie-Gründen eine neue Form im Gange, engagierte junge Menschen werden Ihnen Post in den Briefkasten werfen, eine freundliche Geste – ein Lächeln, ein Winken durchs Fenster oder ein kleines „Danke“ verbunden mit einer Unterstützung im Nachgang hilft sicher, die Bereitschaft für Engagement in der jungen Generation zu stärken. Helfen Sie gern mit.

In der Innenstadt ist die Weihnachtsbeleuchtung wieder aufgehängt, den fleißigen Händen ein herzliches Dankeschön, dass unsere Stadt zum Advent wieder in weihnachtliche Stimmung eintaucht. Auch wenn die Beschränkungen uns vieles Abverlangen und manches auferlegen, wir alle werden Wege finden, uns auf Weihnachten vorzubereiten und hoffentlich ein Weihnachtsfest erleben, das ab von Weihnachtsmärkten und Glühwein mehr zu bieten hat, als eine Geburt in einem kalten Stall. Gedenken wir des Ursprungs und feiern wir dieses Fest als Familienfest in genau diesem Kreis so gut wir können. Das wünsche ich schon jetzt in der Vorbereitung allen. Wenn neben gehortetem Toilettenpapier noch Mehl da ist, backen Sie doch mal gemeinsam Plätzchen oder wagen Sie sich in Ermangelung des Restaurantbesuchs vielleicht mal wieder an ein großelterliches Rezept zu den Festtagen, die in der Erinnerung an die Kinderzeit noch präsent ist. Und wenn das so gar nicht klappen will: Babenhausens Gastronomie liefert auch hier Tolles nach Hause oder zum Abholen.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 12.11.20

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Sand, Kies, Flussläufe und Auen – alles hat sein für und wider. Der sandige Grund an der Gersprenz hat nun auch an der Stadtmühle zu Setzrissen geführt, die am Stuhllager und dem Technikraum erhöhte Aufmerksamkeit fordern.

Gute Nachrichten für unsere Feuerwehr und die Finanzen, der Landkreis bezuschusst das TLF4000 mit 56.250 €, das Geld wird zeitnah fließen und zum Jahresende noch die Liquidität stützen. Der Fördermittelbescheid zur grundhaften Erneuerung der Ziegelhüttenstraße in Höhe von 765.000 € ist auch eingegangen, das erleichtert die Planungen der kommenden Haushalte. Leider haben die mutwilligen Beschädigungen von Straßenbeleuchtung entlang des Schwanenwegs völlig unnötig ca. 16.000 € auf die Rechnung gebracht.

Für die Konversion wird weiter am Mobilitätskonzept der Kaisergärten auch in Verbindung mit der Reststadt gearbeitet, hier sind einige sehr interessante Ideen in der Prüfung.

Und auch das nächste Bauprojekt Kita Hergershausen ist in der finalen Klärung für die Ausschreibung. Ein entsprechender Stadtverordnetenbeschluss hat den Weg dafür freigemacht. Mit den vielen Bauvorhaben der unterschiedlichen Akteure, die auch Gewerbesteuer ermöglichen sollen, dürfen aber Infrastrukturprojekte wie der Neubau der Feuerwehr West nicht hinten runterfallen. Die Stadtplanung braucht hier dringend Verstärkung. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, trotzdem sollten wir hier im Stellenplan nachbessern und die Möglichkeit schaffen, wichtige Projekte auch durchzuführen. Nicht verbaute Stadtumbaufördermittel mussten wir leider zurückzahlen.

Die Corona-Zahlen gehen weiter hoch, es dauert, bis die neuen Bestimmungen ihre Wirkung entfalten. Die Einschläge kommen näher, auch bei uns. Wir suchen nach Wegen, zum einen auf die sich teilweise täglich ändernden Bestimmungen zu reagieren, zum anderen Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie der Gastronomie unter die Arme zu greifen. Auch, wenn das Angebot an Speisen und Getränken derzeit begrenzt ist, lade ich Sie herzlich zu einem Spaziergang durch die Bummelgasse ein. Schauen Sie mal rein, am besten erst beim Optiker, damit Sie scharf sehen, dann im Dessousladen, zum scharf aussehen. Intellektuell trägt die Auslese bei, und weil Essen Leib und Seele zusammenhält, ist das Mitnehm-Angebot der Gastronomie sehr geeignet. Diesbezüglich hat die entega drei Gastronomen eine Teststellung e-Auto bereitgestellt, um den Lieferservice zu stärken. Danke nach Darmstadt.

Die dunkle Jahreszeit macht es mit Corona angeblich besonders schwer, die Stimmung oben zu halten. Ich finde gerade jetzt ist das gemütliche Heim am Abend mit heißem Kakao, einer Kerze, die vielleicht auch den Nachbarn durchs Fenster auffällt, gemeinsames backen und verschenken eine willkommene Gelegenheit, sich und anderen eine Freude zu machen. Probieren Sie es mal aus. 500g mehr Plätzchenteig, ein kleines Tütchen für die Nachbarn, corona-sicher vor die Tür gelegt oder über den Zaun gegeben, ist doch eine schöne Geste. Babenhausen hält zusammen.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 05.11.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit einem sehr eindeutigen Ergebnis zur Bürgermeisterwahl habe ich Herrn Stadler gratuliert und führe nun die Amtsgeschäfte bis zum 16.Januar 2021 weiter. Wo möglich und angebracht versuche ich die Einbindung meines Nachfolgers, beispielsweise stellt sich der neue Forstamtsleiter Dieburg in dieser Woche vor. Damit können sich die beiden Akteure der Zukunft schon beschnuppern. Ein ordentlicher Übergang ist für mich selbstverständlich.

Die Dynamik des aktuellen Infektionsgeschehens und der Maßnahmen zur Reduzierung der Infektionszahlen haben auch am Wahlwochenende nicht an Geschwindigkeit verloren, Verordnungen und Ausführungsbestimmungen sind zu studieren, Anwendbarkeit zu erwägen, da ist die Übergabe der Spende an „Strahlemännchen“ – die Unterstützung für krebskranke Kinder – eine willkommene Abwechslung am Samstag gewesen.

Mit der Eröffnung der Westring-Brücke haben wir ein wichtiges Infrastrukturprojekt umgesetzt und dabei weder Zeitlinie noch Kostenrahmen überzogen. Zusammen mit der Sanierung der Ludwigstraße ist damit der Weg frei für die Erneuerung der Ziegelhüttenstraße.

Das Schwimmbad ist bereits im Wintermodus, nur Fuchs uns Nilgans sind gelegentliche Gäste, die aber nicht schwimmen und auch nicht bezahlen. Hier wartet noch die Solaranlage für die Erwärmung des Duschwassers auf Installation.

Auf dem Weg sind auch Arbeiten zur Ausschreibung des Neubaus der Kita in Hergershausen ebenso wie ein Beschluss zu den Folgekosten des Baugebiets an der Frankfurter Straße.

Für den Bebauungsplan der Kaisergärten sind nach der Offenlage einige Eingaben bereits zu berücksichtigen, im Wesentlichen wird Wünschen aus der Bürgerschaft entsprochen, dies wird eine neue zeitnahe und verkürzte Offenlage nach sich ziehen, die die Änderungen vorab wiederspiegelt.

Bezüglich weiterer und größerer Projekte zu erneuerbaren Energien in Babenhausen sind vielversprechende Gespräche geführt worden. Diese Projekte werde ich meinem Nachfolger ans Herz legen.

Damit all die Aufgaben der Zukunft umgesetzt werden können, hoffen wir auf eine Aufhebung der Wiederbesetzungssperre im Bauamt und gute Beratungen zum Haushalt 2021, an deren finalem Entwurf mit den letzten verfügbarer – leider immer noch nicht sehr belastbaren – Daten mit Hochdruck gearbeitet wird, auch wenn die Landesregierung die Einhaltung der Fristen in dieser Zeit sicher nicht noch exzessiver fordern wird.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund und kreativ,

Ihr Achim Knoke