Kinder- und Jugendförderung: Fotowettbewerb “Babenhausen ist bunt”

Die aktuelle Zeit bringt viele Herausforderungen mit sich und alltägliche Dinge müssen völlig neu organisiert werden. Man beschäftigt sich viel mit den eigenen Themen, um den „neuen Alltag“ überhaupt organisiert zu bekommen und weltweit gibt es nahezu nur ein Thema, das alle beschäftigt.

Neue Wege zu gehen, Bewährtes umzudenken oder neue Projekte zu starten ist nun aktueller denn je. Die Kinder- und Jugendförderung organisiert deshalb nun im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ des Landkreises DA-DI einen großen Fotowettbewerb für alle Babenhäuser. Unter dem Motto „Babenhausen ist bunt“ rückt hier unsere schöne Stadt mit all ihren Facetten wieder mal in den Fokus.

Der Wettbewerb startet am 01.08.2020 und endet am 20.09.2020. Nach einer Sichtung und Beurteilung durch eine fachkundige Jury werden die Gewinnerfotos schließlich am 20.10.2020 ausgelobt.

Teilnehmen können alle Babenhäuser „Hobbyfotografen“ die Lust auf diese Aktion haben; Altersbeschränkungen gibt es nicht. Gewertet wird in vier verschiedenen Altersklassen: Kinder (bis Jahrgang 2009), Kinder & Jugendliche (ab Jahrgang 2008), Erwachsene (ab 18 Jahren) und Senioren (ab 65 Jahren). Auch bei der Motivwahl gibt es keine Vorgaben: Jede/r Fotograf*in kann seine eigene Interpretation zu „Babenhausen ist bunt“ einreichen. Die einzige Bedingung ist, dass auf irgendeine Art und Weise die Vielfalt unserer schönen Stadt erkennbar wird. Hierbei geht es nicht zwingend um Kultur oder Sehenswürdigkeiten. Portraits und Naturfotografien sind genauso gern gesehen, wie besondere Schnappschüsse oder abstrakte Blicke auf die Stadt, ihre Bürger*innen oder andere herausragende Dinge.

Eingereicht werden die Fotos bis zum 20.09.2020 per Mail an kijufoe@babenhausen.de.

Folgende Angaben müssen mit dem Foto abgegeben werden:

  • Name und Vorname
  • Anschrift
  • Alter
  • Telefonnummer
  • Titel des Bildes

Jede/r Teilnehmer*in darf maximal zwei Fotos einreichen. Die Fotos sollen im Format .jpeg oder .png eingesandt werden und sollten 5 MB nicht überschreiten.

Eine Ausstellung der eingegangenen Fotografien im öffentlichen Raum ist derzeit in Planung und die Ausstellung soll für alle Bürger*innen frei zugänglich sein.

Joachim Knoke

Bürgermeister

Kolumne des Bürgermeisters vom 30.07.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

da liegt sie nun, die Brücke am Westring. Die Bitte, nicht vorab  die Lieferung und Montage der großen Teile breit zu kommunizieren, damit die Schaulustigen die Arbeiten nicht behindern oder gefährden, ist sicher nachvollziehbar, trotzdem sind schöne Fotos entstanden, damit sich alle ein Bild machen können. Nach der Wehrerneuerung an der Konfurter Mühle und der Erneuerung der Feldchesbrücke gehen wir hier einen großen Schritt in Richtung „Sanierung der Ziegelhüttenstraße“. Hier sind sowohl Fahrbahn als auch Kanäle erneuerungsbedürftig. Die wiederkehrenden Straßenbeiträge in der Kernstadt werden als nächstes in dieses Projekt fließen und da ist es gut, sowohl die Westring-Brücke wie die Ludwigstraße in Betrieb zu haben.

Auch neu ist die Packstation am Aldi. Damit können unabhängig von Botenzeiten Pakete geholt oder gebracht werden. Das kommt vor allem Berufstätigen sehr zu pass. Unsere Packstation hat die Nummer 150, eine schöne glatte Zahl, gut zu merken.

Während diese Zeilen entstehen, jagt unsere Feuerwehr zum Einsatz Richtung Stockstadt, dort brennt ein Traktor auf dem Feld, Selbstlöschversuche des Fahrers bleiben erfolglos. Das große Aufgebot zeigt nicht nur die Leistungsfähigkeit unserer HeldeInnen in Blau. Entgegen der normalen Prozedur gehen die Löschfahrzeuge nicht erst auf Reisen, wenn ein ganzer Trupp da ist, schon die Hälfte fährt los, um auch im Einsatz und den doch engen Autos die Abstände bestmöglich einzuhalten. Hoffen wir, dass der Traktor-Fahrer unverletzt blieb.

Auf Instagram wird BabenhausenNews noch über unsere kommunale Infrastruktur berichten. Wir haben uns bereits die Technik der Stadthalle vorgenommen und uns im Schwimmbad umgesehen, die Kläranlage wird sicher eines der nächsten Ziele sein. So kommt man gefahrlos zu Eindrücken aus sonst eher nicht zugänglichen technischen Anlagen, die von kommunalen Steuern in Stand gehalten und betrieben werden. Die Turbinenanlage in der Stadtmühle ist ja hinter Glas sichtbar, hier kann man bei einem Besuch auch mal reinschauen.

Im Schwimmbad ist mit einer Frühschwimmer-Dauerkarte die Randzeit von 9:00 – 11:00 Uhr noch attraktiver geworden. Während einige sehr laut an den vorhandenen Regelungen Anstoß nehmen, ist die überwiegende Zahl der Besucher glücklich, dass ein Schwimmbetrieb unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich ist. Laute Kritik gegen die Online-Zahlung mit dem am meisten genutzten Portal im Internet ist ebenso gegeben, wie das Fehlen der Barzahlung direkt am Schwimmbad. Wir folgen hier dem, was aus unserer Sicht verantwortbar ist gemeinsam mit den anderen schwimmbadbetreibenden Kommunen des Landkreises. In Bayern liegen andere Lösungen vor, ebenso in Landkreios Offenbach oder auch zum Jubiläumsjahr in Schaafheim. Rückmeldungen von dort zeigen lange Schlangen und umdrehende Besucher, die dann doch nach Babenhausen zurückkehren. Generell ist die Nachfrage überall mäßig, das mag sich in den Ferien bei höheren Temperaturen ändern. Bei aller Freiheit muss je nach Gegebenheiten im Bad und dem verfügbaren Personal abgewogen werden, was machbar ist und welche Risiken man bereit ist, einzugehen. Wir haben hier in kurzer Zeit und mit minimalem Vorlauf tragfähige Lösungen geschaffen, die der großen Mehrheit der Besucher entgegenkommen, konstruktive Kritik nehmen wir direkt auf und prüfen auf Umsetzbarkeit, ein Besucher hat aber auch ein Gespräch mitbekommen und gefragt, ob „Meckern hier ein Volkssport“ sei. Magistrat und Bäderservice arbeiten gemeinsam an der bestmöglichen und vertretbaren Lösung. Haben Sie viel Spaß im Bad.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und auf Abstand, einen schönen Sommer weiterhin und den SchülerInnen tolle Ferien auch in Corona-Zeiten.

Ihr Achim Knoke

Corona in Deutschland: Kopflos in eine zweite Welle?

Sommer, Sonne, Sorglosigkeit: Die Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder – und Wissenschaftler warnen, dass die Lage schnell ernst werden könnte. Nun besteht Handlungsbedarf.

In dieser Woche steigen in Deutschland die Temperaturen, die Sommerferien laufen und ein bisschen fühlt es sich so an, als sei der Krisenmodus beendet: Einkaufsmeilen sind proppevoll, Badeseen gut besucht und in den Szenevierteln von Großstädten wie Hamburg oder Berlin wird wieder auf den Straßen gefeiert und in Bars getrunken.

Die um sich greifende Sorglosigkeit bereitet Wissenschaftlern und auch vielen Politikern große Sorgen. Denn während Deutschland sommerliche Lockerungsübungen macht, steigen die Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus wieder an. “Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie”, sagte der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Dienstag und betonte, es könne sich um den Beginn einer zweiten Welle handeln.

Infektionsgeschehen auch überregional wieder stärker

Nach den aktuellen Daten des RKI ist die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland zuletzt an einem Tag um 684 gestiegen. Insgesamt liegt sie bei 206.926. Infektionen würden von Familienfeiern, aus Arbeitsstätten aber auch aus Altenheimen gemeldet, so Wieler. Auch wenn der Begriff der zweiten Welle nicht von allen Experten für passend und präzise empfunden wird, so besteht doch Einigkeit darüber, dass sich das Infektionsgeschehen derzeit erneut in eine gefährliche Richtung entwickelt.

Besonders beunruhigend ist aus Sicht der Wissenschaftler, dass die Pandemie auch überregional wieder an Fahrt gewinnt. “Die Ausbreitung in der Fläche und viele einzelne Herde: Das unterscheidet die jetzige Situation von den Ausbrüchen in der Vergangenheit, wo wir eben Gütersloh oder Frankfurt hatten, also sehr homogene Gruppen”, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit in den Tagesthemen. Auch die Reiserückkehrer stellten eine neue Herausforderung dar: “Das sind viele Baustellen, wo die Politik, aber auch die Wissenschaft reagieren muss.”

Grüne kritisieren “hektisches Fahren auf Sicht”

Während alle Menschen mit dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln sowie dem Tragen von Masken ihren Beitrag dazu leisten können, Infektionen zu verhindern, bedarf es auch übergeordneter politischer Prävention. Und genau diese vermisst die Opposition zunehmend. “Das hektische Fahren auf Sicht bereitet mir große Sorgen”, sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt dem “Spiegel”. “Stattdessen brauchen wir ein vorausschauendes und einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern.” Konkret forderten die Grünen zwischen Bund und Ländern vereinbarte Pandemieschutzpläne, ein verbindliches Konzept für bundesweite Corona-Tests, Transparenz und verbindliche Meldekriterien für Infektionszahlen.

Außerdem warf Göring-Eckardt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) persönlich Versäumnisse vor. Sie fragte, ob Spahn und die Bundesländer eigentlich nichts aus den Ereignissen im österreichischen Ischgl im Februar gelernt hätten, wo auf Partys viele Menschen angesteckt wurden. Urlaubsrückkehrer dürften nicht erneut unbemerkt Corona-Infektionen mitbringen. “Dafür hätten Bund und Länder rechtzeitig vorsorgen müssen.”

Urlaubsrückkehrer als Risiko

Tatsächlich kündigte Spahn erst am Montag eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten an. Sie soll voraussichtlich in der kommenden Woche in Kraft treten. Am Frankfurter Flughafen ist bereits ein Corona-Testzentrum eröffnet worden, am Flughafen Berlin-Tegel werden ab diesem Mittwoch Tests für Passagiere aus den offiziellen Problemregionen angeboten. Bei Deutschen beliebte Urlaubsgebiete wie die spanische Costa Brava oder die Metropole Barcelona wurden allerdings trotz stark steigender Fallzahlen von der Bundesregierung noch nicht zu Risikogebieten erklärt – während Großbritannien und Norwegen sogar eine Quarantäne-Regelung für Spanien-Rückkehrer eingeführt haben.

Eine Lösung könnte sein, auch Urlaubern, die aus Nicht-Risikogebieten einreisen, die Möglichkeit zu freiwilligen Tests zu geben. Von vielen Politikern wird eine solche Ausweitung des Testangebots bereits gefordert. Denn allen Beteiligten ist klar, dass Menschen, die aus dem Urlaub in ihre Betriebe oder Schulen zurückkehren, ein erhebliches Risiko mit sich bringen – und zwar nicht nur für die Gesundheit ihrer Mitmenschen, sondern auch für die Wirtschaft. Ein erneutes Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens würde Milliarden kosten und könnte zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz treiben.

Altmaier von Fallzahlen beunruhigt

“Wir waren wirtschaftlich in den letzten Wochen besser als viele erwartet haben”, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier der Nachrichtenagentur dpa. “Der Aufschwung deutet sich bereits an und wird in der zweiten Jahreshälfte an Tempo gewinnen. Aber alles steht unter dem Vorbehalt der Gesundheit der Menschen. Und deshalb müssen uns die Fallzahlen beunruhigen.” Altmaier zeigte sich überzeugt, dass durch entschlossenes Handeln und eine Zusammenarbeit von Bundesländern, Gesundheitsbehörden, Ärzten und Krankenhäusern nicht nur medizinische Erfolge erzielt, sondern auch eine große Insolvenzwelle verhindert werden könne.

Ein solches entschlossenes Handeln wünschen sich derzeit auch viele Lehrer und Eltern von der Politik. Denn wenn am kommenden Montag Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland die Sommerferien beendet, beginnt ein Schuljahr, für das die Kultusminister einen Regelbetrieb zur Vorgabe gemacht haben. Der Deutsche Lehrerverband befürchtet ein “großes Durcheinander”. Ein regelmäßiges Lüften der Klassenräume, wie es die Kultusminister vorsehen, sei illusorisch und viele Lehrer gehörten obendrein zur Risikogruppe – sie drohten für den Präsenzunterricht auszufallen.

Virologe fordert Stärkung der Gesundheitsämter

Virologe Schmidt-Chanasit mahnt denn auch in den Tagesthemen angesichts von Lockerungen und Nachlässigkeiten allgemein zur Vorsicht und fordert eine weiter verbesserte Präventionsarbeit: “Die Situation ist noch beherrschbar, aber das kann auch sehr schnell aus dem Ruder laufen.” Für ihn seien neben dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln noch mehr Tests und eine Stärkung der Gesundheitsämter die wichtigsten Maßnahmen. Nur so könne das Infektionsgeschehen niedrig gehalten werden.

Quelle: Tagesschau online 

Wie die Corona-Testpflicht funktioniert

Die Corona-Pflichttests für Rückkehrende aus Risikogebieten kommen. Wie ist die rechtliche Grundlage? Wer muss in Quarantäne? Was bringt das? Die wichtigsten Antworten:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird verpflichtende Corona-Tests für Menschen anordnen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen. Die Ressortchefs von Bund und Ländern haben sich auf die Details geeinigt. Ab kommender Woche soll die Verordnung fertig sein und in Kraft treten. Was ändert sich dann? Wir beantworten die wichtigsten Fragen. 

Wer wird künftig getestet?
Alle Menschen, die aus einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet nach Deutschland einreisen, sind künftig verpflichtet, sich einem Test zu unterziehen – und zwar auch, wenn sie mit dem Schiff, der Bahn, dem Bus oder dem Auto über die Grenze kommen. Airlines, Reedereien, Bus- und Bahnbetreiber werden verpflichtet, spätestens auf dem Weg nach Deutschland an Bord mehrsprachige Infoblätter zur Testpflicht zu verteilen. Bisher konnten sich Rückkehrende schon freiwillig testen lassen. 

Was ist ein Risikogebiet?
Das entscheidet das Robert Koch-Institut. Es führt eine Liste der Länder und Regionen, in denen für Reisende ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Sie umfasst “fast die ganze Welt außerhalb der EU”, wie Spahn sagt, darunter mehrere südosteuropäische Staaten, aber auch Luxemburg in Mitteleuropa. Die Liste wird ständig aktualisiert. Maßgeblich dafür sind Faktoren wie die Neuinfiziertenzahl pro 100.000 Einwohner in dem Land (wenn höher als 50) oder die dort geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen. Auch wer aus keinem Risikogebiet kommt, soll sich künftig innerhalb von 72 Stunden testen lassen können. Dieser Test wäre allerdings freiwillig.

Was bringt ein solcher Test?
Das Ergebnis eines unmittelbar nach der Wiedereinreise vorgenommenen Tests ist nur bedingt aussagekräftig. Wer sich erst kurz vor der Abfahrt ansteckte, bei dem lässt sich das Virus möglicherweise noch gar nicht nachweisen. Aus medizinischer Sicht vernünftig wäre es deshalb, nicht nur positiv Getestete verpflichtend in die häusliche Quarantäne zu schicken, sondern auch die negativ Getesteten davon zu überzeugen, vorerst noch zu Hause zu bleiben – um sie dann nach einigen Tagen erneut zu testen. Die Gesundheitsminister haben sich allerdings darauf geeinigt, dass eine Quarantäne für Getestete mit negativem Ergebnis freiwillig bleiben soll. 

Für wen ist die zweiwöchige häusliche Quarantäne Pflicht?
Jede und jeder, der aus einem Risikogebiet kommt, muss nach wie vor in Quarantäne. Das ist unabhängig von den neuen Vorschriften zum Test. Wer positiv getestet wird, also infiziert ist, muss in Quarantäne bleiben. Ein negatives Testergebnis kann die Quarantäne beenden, heißt es im Beschluss der Gesundheitsminister. Sie empfehlen zudem einen Wiederholungstest nach etwa fünf bis sieben Tagen, da Tests stets “nur eine Momentaufnahme” zeigen. 

Quelle: Zeit online 

Auswärtiges Amt rät von Urlaubsreisen nach Katalonien ab

Betroffen sind auch die Touristenmetropole Barcelona, die Strände der Costa Brava sowie die Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen und die Kanaren bleiben vorerst verschont.

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen in Spanien rät das Auswärtige Amt nun von touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen ab. Betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca oder die Kanaren bleiben verschont. Das Auswärtige Amt begründete den Schritt am Dienstag in seinen Reisehinweisen für Spanien mit den „hohen Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen“.

Auf eine Reaktivierung der formellen Reisewarnung für die stark betroffenen Regionen verzichtete das Ministerium zunächst. Ein solcher Schritt hätte Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglicht. Das Abraten von Reisen ist quasi eine Alarmstufe darunter.

„Die Lage ist sehr kritisch“

Das Auswärtige Amt hatte die Reisewarnung für das besonders stark von der Corona-Pandemie getroffene Spanien erst am 21. Juni aufgehoben, nachdem die Regierung einen 14-wöchigen Notstand beendet hatte. Die Infektionszahlen waren in den vergangenen Tagen in einigen Gebieten wieder dramatisch gestiegen.
Die drei am stärksten betroffenen Regionen werden von der Bundesregierung aber trotz der hohen Infektionszahlen zunächst nicht zu Risikogebieten gezählt. Rückkehrer aus solchen Gebieten müssen künftig in Deutschland einen Corona-Test machen. In der Europäischen Union gilt das derzeit nur für Luxemburg.

Die katalanische Gesundheitsbehörde teilte am Montagabend mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 724 neue Infektionen registriert worden seien. Regionalpräsident Quim Torra rief die Menschen zu größter Vorsicht auf. „Die Lage ist sehr kritisch“, sagte er. Die nächsten zehn Tage seien „die wichtigsten dieses Sommers“. Man befinde sich schon fast wieder in einer Situation wie im März. Wenn die Zahlen weiter stiegen, müssten drastischere Maßnahmen ergriffen werden. Ausgangsbeschränkungen würden dann nicht mehr ausgeschlossen.

Die katalanische Regionalregierung bedauert dagegen, dass das Auswärtige Amt von Reisen in das nordspanische Gebiet abrät. Die Regionalregierung handle verantwortungsvoll und bemühe sich, Leben zu schützen. Mit mehr als 270.000 nachgewiesenen Infektionen und über 28.400 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder Europas. Zudem hat das Land aufgrund der Folgen der Pandemie allein im zweiten Quartal dieses Jahres mehr als eine Million Arbeitsplätze verloren. Arbeiter, die in Zwangsurlaub geschickt worden sind, sind da noch nicht eingerechnet.

Großbritannien hatte am Sonntag mit einer deutlich drastischeren Maßnahme als Deutschland auf die neue Infektionswelle reagiert und eine zweiwöchige Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ganz Spanien verhängt. Dies habe der spanischen Tourismusbranche „den Rest gegeben“, schrieb die Tageszeitung „El País“ am Montag. Die spanische Tourismusindustrie kommt in Normalzeiten für zwölf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts auf.

Aktuelle Covid-19-Risikogebiete und Reisewarnungen wegen Corona

Das Robert-Koch-Institut stuft derzeit viele Länder als Risikogebiete ein. Bis zum 31. August hat das Auswärtige Amt zudem Reisewarnungen für die meisten Staaten außerhalb von EU und Schengenraum ausgesprochen. Wer eine Reise plant, sollte sich vorher über die Lage im Zielland informieren.

Quelle: FAZ online 

 

Spahn will Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten angekündigt. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte, teilte Spahn sein Vorhaben den Gesundheitsministern der Länder mit. “Wir müssen verhindern, dass Rückkehrer unbemerkt andere anstecken und neue Infektionsketten auslösen”, so der Minister.

Eine entsprechende Verordnung soll kommende Woche in Kraft treten. Die Pflichttest sollen für die Reisenden laut Ministerium kostenfrei sein.

Auch Klose ist für Corona-Pflichttests für Reisende aus Risikogebieten

Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat sich für verpflichtende Corona-Tests bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag eine entsprechende Testpflicht angekündigt. Ob der Beschluss rechtssicher sei, müssten die Gerichte noch prüfen, sagte Klose im Deutschlandfunk. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein, sagte Spahn in verschiedenen Medien.

Klose betonte, der weitere Weg durch die Pandemie hänge davon ab, dass Einzelne ihre Eigenverantwortung für sich und die Gemeinschaft wahrnähmen. Entsprechend habe er zwar Verständnis, wenn gefordert werde, Reisende aus Risikogebieten sollten die Kosten für einen Corona-Test zumindest teilweise selbst übernehmen. “Auf der anderen Seite steht unser gemeinschaftliches Interesse,
möglichst keine Infektionsherde neu im Land zu haben.”

Quelle: Hessenschau 

Zahl der Neuinfektionen steigt: Entwicklung bei Corona-Fallzahlen macht RKI „große Sorgen“

In Deutschland sind zuletzt wieder steigende Fallzahlen bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. RKI-Präsident Lothar Wieler warnt: „Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie.“

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat sich das Robert-Koch-Institut (RKI) alarmiert gezeigt. „Die neueste Entwicklung der Fallzahlen macht mir und allen im Robert-Koch-Institut große Sorgen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin vor Journalisten. 

In Deutschland seien von den Gesundheitsämtern in der vergangenen sieben Tagen 3611 Neuinfektionen gemeldet worden, allein am Montag waren es 633. Anfang Juli habe die Zahl der täglich übermittelten Fälle noch zwischen 300 und 500 gelegen. Diese Zahlen zeigten, dass das Virus eingedämmt werden könne. „Dafür müssen aber die AHA-Regeln eingehalten werden“, mahnte Wieler. AHA steht für „Abstand, Hygiene, Alltagsmasken“.

Wie Ute Rexroth vom RKI berichtete, sind die Ansteckungsorte vielfältig: „Es kann wirklich überall sein.“ Berichtet würde von Familienfeiern, Hochzeiten, Treffen mit Freunden, es gebe aber auch Ausbrüche am Arbeitsplatz, in Gemeinschaftsunterkünften und Pflege-Einrichtungen. Zwar seien auch Reiserückkehrer betroffen, die Mehrzahl habe sich jedoch in Deutschland angesteckt. Ein Anstieg könne schnell gehen, warnte Rexroth.

Weltweit seien seit Beginn der Pandemie 16,2 Millionen Fälle und 650.000 Todesfälle gemeldet worden, fasste RKI-Präsident Wieler zusammen. Die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle nehme „stark“ zu. Mehr als die Hälfte der Meldungen über Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen stamme aus Nord- und Südamerika, in Europa vor allem aus den Balkanländern. Wieler wies darauf hin, dass einige Länder, in denen die Pandemie bereits überwunden schien, ebenfalls wieder steigende Fallzahlen vermeldeten. Als Grund nannte der RKI-Präsident, dass individuelle Schutzmaßnahmen nicht mehr so gut befolgt würden. In der Folge würden weltweit vermehrt wieder lokale Beschränkungen erlassen. Als Beispiele nannte er eine Verschärfung der Maskenpflicht in Österreich.

Quelle. FAZ online 

Änderung der Pflegeunterstützungsverordnung im Rahmen der Corona-Pandemie

Sozialminister Kai Klose: „Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige wird in Hessen künftig finanziell belohnt.“

Hessen ändert die Pflegeunterstützungsverordnung und ermöglicht damit, dass ehrenamtliche Nachbarschaftshelferinnen und -helfer bis zum Jahresende sogenannte Dienstleistungen bis zur Haustür bei den Pflegekassen abrechnen können. „Viele Pflegebedürftige brauchen während der Corona-Pandemie mehr Hilfe bei Alltagsangelegenheiten“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.  „Wir wollen sicherstellen, dass sie diese Unterstützung auch erhalten und den Einsatz der Nachbarinnen und Nachbarn fördern und honorieren.“

Zu den Dienstleistungen bis zur Haustür zählen insbesondere der Einkauf von Waren des täglichen Lebens, Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung, Anlieferung von Speisen, Übernahme von Botengängen, Organisation und Erledigung von Behördengängen und Behördenangelegenheiten und die Organisation erforderlicher Arztbesuche. Diese Dienstleistungen können sowohl von bereits anerkannten Anbieterinnen und Anbietern als auch von ehrenamtlichen Personen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe erbracht und mit den Pflegekassen abgerechnet werden.

Kein formales Anerkennungsverfahren der Nachbarschaftshilfe erforderlich

Hierzu ist kein formales Anerkennungsverfahren der Nachbarschaftshilfe erforderlich, es genügt die Vorlage aussagekräftiger Abrechnungen bei der Pflegekasse. Ehrenamtliche Personen, die Dienstleistungen bis zur Haustür im Rahmen der Nachbarschaftshilfe anbieten möchten, müssen aber beachten, dass sie mit der pflegebedürftigen Person nicht verwandt oder verschwägert sein und nicht mit ihr in einer häuslichen Gemeinschaft leben dürfen. Bei Einhaltung der genannten Voraussetzungen gelten die Angebote automatisch als anerkannt.

Die Anbieterinnen und Anbieter von Dienstleistungen bis zur Haustür haben zum Schutz vor Infektionen und Gesundheitsgefahren geeignete Vorkehrungen zu treffen. Insbesondere haben sie geeignete Hygienemaßnahmen auf der Grundlage der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sicher zu stellen.

Pressemitteilung des HMSI

KV Hessen passt Servicezeiten der COVID-Koordinierungscenter dem aktuellen Bedarf an

Die Hälfte der durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) betriebenen COVID-Koordinierungscenter (früher Testcenter) wird ab 1. August montags, mittwochs und freitags für Tests auf SARS-CoV-2 geöffnet sein. Die weiteren Testcenter zusätzlich dienstags und donnerstags, jeweils zwischen 9 und 13 Uhr. Der Vorstand der KVH reagiert damit auf die vergleichsweise entspannte Infektionslage in Hessen sowie den aktuell geringeren Bedarf an Tests. Wann welches der Testcenter geöffnet ist, steht in der Pressemitteilung. 

Dazu erklärten die Vorstandvorsitzenden der KV Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, heute in Frankfurt: „Erfreulicherweise lässt die aktuelle Infektionslage die Reduzierung der Öffnungszeiten zu, so dass wir dies im Moment für richtig halten. Ressourcen bereitzuhalten, die derzeit nicht benötigt werden, ist nicht sinnvoll. Allerdings sind wir schnell in der Lage, uns mit unseren Strukturen einer ggf. wieder verschärften Situation anzupassen, sollte dies nötig sein. Zu-dem führen ja mittlerweile auch viele Niedergelassene in ihren Praxen Tests durch. Sollten sich die Gesundheitsminister der Länder mit dem Bund auf wie auch immer geartete strukturierte Routinetests bei Urlaubsrückkehrern verstän-digen, sehen wir dafür Land und Öffentlichen Gesundheitsdienst in der Pflicht.“

Die ganze Pressemitteilung der KV Hessen lesen…

Immer mehr Rufe nach Coronatest-Pflicht für heimkehrende Urlauber

Innerhalb von CSU und FDP werden Stimmen laut, die einen verpflichtenden Coronavirus-Test für alle fordern, die aus dem Urlaub zurück nach Deutschland kommen. Das Gesundheitsministerium prüft den Vorschlag.

Die Rufe nach einem obligatorischen Coronavirus-Test für aus dem Urlaub nach Deutschland heimkehrende Reisende nehmen zu. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte im Internetprogramm „Bild live“, vor allem für Heimkehrer aus Corona-Risikogebieten müsse es einen verpflichtenden Test geben. Wenn dies derzeit rechtlich nicht gehe, „dann muss man das entsprechende Recht schaffen“.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor mitgeteilt, dass sein Haus eine Test-Pflicht für Rückkehrer aus dem Urlaub prüfe. Im Deutschlandfunk hob er jedoch hervor, dass die rechtlichen Hürden hoch seien: „Das ist ja ein Eingriff in die Freiheit, jemanden zum Test zu verpflichten.“ Den derzeitigen deutlichen Anstieg bei den Neuinfektionen führte Spahn in erster Linie auf „Reiseaktivitäten“ und Rückkehrer aus bestimmten Regionen zurück.

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) zeigte sich offen für eine Test-Pflicht für Reiserückkehrer. Die bisherige Testung der Rückkehrer auf freiwilliger Basis habe Grenzen, sagte Braun am Montag im RBB. Meistens seien es „die fürsorglichen Menschen, die sich auch im Urlaub ohnehin sehr vorsichtig verhalten haben, die freiwillige Angebote wahrnehmen”, sagte er. Diejenigen, die „eher sorglos” seien, nähmen dann auch den freiwilligen Test nicht wahr.

Sorge über zweite Welle durch Urlauber und Feiernde

Deswegen halte er es für richtig, für eine „stärkere Verbindlichkeit” bei den Corona-Tests für Reiserückkehrer zu sorgen. In den letzten Tagen habe sich gezeigt, „dass das diffuse Infektionsgeschehen – hier Reise-Rückkehrer, da eine Feierlichkeit – deutlich zunimmt”. Das mache ihm Sorgen. Dieses kleinteilige Infektionsgeschehen sei sehr schlecht zu kontrollieren.

FDP-Chef Christian Lindner forderte eine Test-Pflicht für heimkehrende Urlauber, vor allem bei Ferien in Risikogebieten. Die Kosten dafür solle jeder selbst tragen müssen, sagte Lindner im ZDF: „Wer sich in ein Risiko freiwillig begibt, als Tourist, der wird dann mit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt.“

Auch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sprach sich für verpflichtende Tests aus. Dies sei ihrer Auffassung nach gerade mit Blick auf Reisende aus sogenannten Risikogebieten „notwendig”, sagte Huml dem ZDF-„Morgenmagazin”.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) verwies auf die laufende juristische Prüfung des Bundes. Bei den Beratungen der Gesundheitsminister in der vergangenen Woche habe eine Mehrheit der Länder die Position vertreten, dass Zwangstests „rechtlich schwierig” seien, ergänzte Kalayci. Sie ist derzeit Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Beide Ressortchefinnen äußerten sich besorgt über sich ausbreitende Corona-Infektionen und eine mögliche zweite Infektionswelle. Sie sei „beunruhigt”, sagte Huml. Sie erinnerte an das Frühjahr, als Reiserückkehrer aus den Ferien für zahlreiche Ausbrüche gesorgt hatten.

Kalayci sagte, dass die Gesundheitsminister die Lage angesichts des international sehr dynamischen Infektionsgeschehens und der Urlaubsreisebewegungen mit „sehr großer Sorge” betrachteten. Dazu komme das zunehmend nachlässige Verhalten der Menschen im Alltag hierzulande. Es würden Partys gefeiert, auch viele Arbeitgeber nähmen es mit den Schutzmaßnahmen immer noch nicht genau. „Die Unvorsichtigkeit steigt gerade an”, warnte die Berliner Senatorin.

In diesem Zusammenhang verteidigte Kalayci auch den Beschluss der Gesundheitsminister aus der vergangenen Woche, Reiserückkehrern die Kosten für die bislang freiwilligen Tests nach der Wiedereinreise zu erstatten. „Wir müssen Deutschland schützen”, betonte sie. Es müsse verhindert werden, dass Infektionen eingeschleppt werden.

Quelle: FAZ online