Kolumne des Bürgermeisters vom 09.08.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

„Schule hat begonnen“ – den Slogan kennen wir, er bittet uns um Rücksicht auf Schulanfänger, die eben oft auch Verkehrsanfänger sind. In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht weisen wir mit Bannern darauf hin, die hoffentlich in der morgendlichen Routine die Sinne der Autofahrer noch schärfen, trotz der Hitze.

Die Schulanfänger haben‘s dann auch nicht leicht. Am Dienstag bleibt der Zug aus Richtung Darmstadt in Altheim mit technischem Defekt stehen, ohne brauchbare Information tritt eine Gruppe Schüler den Heimweg an – zu Fuß – über die B26. Diese gefährliche Situation, kaum gemeldet zu entschärfen erfordert Telefonate mit Busunternehmern, der Polizei, leider ist das Ordnungsamt gerade heute personell blank. Polizei erkundigt sich bei Bundespolizei, der Zug sei „schnell“ repariert worden, also war es wohl nicht so schlimm? Wir kümmern uns um unsere Kinder, auch wenn hier die Bemühungen etwas verlaufen sind.

Die B26 bleibt Schauplatz diverser Geschichten, die man eigentlich nicht glauben kann. Beschimpfungen von angetrunkenen Jugendlichen, die auf Rädern ohne Licht und dunkel gekleidet mitten in der Nacht nebeneinander auf der B26 nach Hause fahren sind ebenso unglaublich, wie Eltern, die auf der B26 stehend auf ihre Sprösslinge warten, statt auf den Parkplatz zu biegen, wo diese sicher und ohne Überquerung der Bundesstraße einsteigen können. Vielleicht liegt es an der Hitze.

Entlang des Rheins beginnt in Folge des niedrigen und zu warmen Wassers das Fischsterben. Mit steigender Temperatur reduziert sich der Sauerstoffgehalt und die Fische ersticken. Bislang sind unsere Flüsse noch unter der Grenze, aber das Regierungspräsidium hat die Wasserentnahme verboten. Ausnahmen gibt es nur für die Feuerwehr und den Beregnungsverband.

Nach den vielen Veranstaltungen am Wochenende, die trotz der Hitze großartigen Zulauf hatten (Babenhäuser lassen sich vom Feiern eben nicht abhalten), fanden diverse Termine mit Unternehmen statt, um neue Projekte zu besprechen und zu hören, wo der Schuh drückt.

Wie viele unserer Unternehmen bietet auch die Stadt jungen Menschen einen Ausbildungsplatz. Im Rathaus sind zwei neue Kolleginnen in die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten eingestiegen, wir freuen uns über den Zuwachs und wünschen gemeinsam eine spannende Ausbildungszeit.

Sommergrüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 26.07.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Erfahrungen ändern Gewohnheiten. Früher betrachtete man den Güterzug, der an der Schranke vorüberzog, mit anderen Augen. Was mag drin sein, welche Waggons, Graffiti, geladene Autos unterschiedlicher Marken; heute ist der Blick auf das Fahrwerk gerichtet. Läuft es rund? Keine Funken, die eine defekte Bremse streut? Wahrnehmung ändert sich, gerade mit den Bahndammbränden der vergangenen Wochen.

Der Dank der Bevölkerung an ihre Feuerwehren war dann deutlich, viele waren der Einladung zum Sommernachtsfest gefolgt, eine tolle Party, die hoffentlich auch wirtschaftlich erfolgreich war.

Der Charity Walk unserer Ahmadiyya Gemeinde hat 2.500 Euro für das Gemeinwohl eingebracht, wovon 2.000 € in Babenhausen bleiben.

Und während die Kinder die letzten zwei Schulwochen bei den Ferienspielen verbringen können, eine Eiserne- (65) und eine Gnadenhochzeit (70) sowie runde Geburtstage begangen wurden, sind die Bauanträge für die Kita ev. Kirche in der Martin-Luther-Straße nach einem Unterschriftenmarathon auf dem Weg, während nach den neuesten Regularien auf dem Gelände selbst letzte Kampfmittelsondierungen laufen.

Am Montag dann eine böse Überraschung im Schwimmbad: die Elektronik einer wichtigen Pumpe ist ausgefallen, Nichtschwimmer- und Planschbecken werden nicht mehr umgewälzt und mussten vorübergehend gesperrt werden, alle Register wurden gezogen, schnellstmöglich Ersatzteile zu beschaffen, damit auch die Kleinen und Kleinsten der Hitze entkommen können. Dienstagmittag waren die Becken wieder nutzbar.

Alle zwei Wochen treffen sich alle Fachbereichsleiter mit dem Bürgermeister, um die Übergreifenden aktuellen Themen zu besprechen. Unter anderem werden wir noch in diesem Jahr eine Lösung einführen, die Kartenzahlung an vielen Stellen ermöglicht, vom Angelschein bis zum Reisepass. Bei dieser Gelegenheit kam auch die viel zu lange offene Baustelle entlang der Fahrstraße zwischen Ludwigstraße und Brauerei auf den Tisch. Offensichtlich ist nach einer Vorankündigung von drei Monaten im letzten Moment bei einem großen IT-Service Provider die Frage aufgekommen, wer die Verlegung eines restlos veralteten Anschlusskastens für die Telefonleitungen der Innenstadt denn wohl bezahlen soll. Solange der Kasten im Weg ist, geht diese Baustelle leider nicht weiter. Wir bleiben am Ball.

Überraschend kam am Dienstag die Anfrage des Hessischen Rundfunks, ob wir „die größte Dusche in Hessen“ umsetzen können. Offensichtlich hat Babenhausen beim HR den Eindruck von spontanen Machern bei der Sommertour hinterlassen. Da sind wir spontan dabei, und der HR berichtet wieder aus der tollsten Stadt in Hessen.

Ganzkörpergeduschte Sommergrüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 19.07.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

auch wenn Gratulationen zu runden Geburtstagen oder Hochzeitsjubiläen oft nur kurze Eindrücke sind, erfährt man als Bürgermeister doch viel über seine Bürger. In kurzen und kostbaren Momenten Lebensgeschichten und Geschichte, europäische Geschichte, Babenhäuser Geschichte.

Dazu gehört auch der Besuch aus den USA, nein, nicht Mr. Trump, sondern eine Familie, die auf den Spuren ihrer Ahnen aus Hergershausen wandelt.

Bleiben wir kurz international. Die IHK Frankfurt lud zu einem Austausch mit Verantwortlichen aus Quindao an der Ostküste Chinas ein. Als ehemalige deutsche Kolonie am gelben Meer unter anderem für sein Bierfestival weltbekannt, ist wirtschaftlich und touristisch hier ein Zentrum entstanden, in dem uns bekannte Firmen wie Continental oder Stihl vertreten sind.

Doch bleiben wir in Babenhausen. Das Nachtschwimmen am Samstag mit DJ war ein Erfolg, nette Leute und gute Stimmung, Ausgelassenheit und Lebensfreude ließen fast keine Wünsche offen. Allerdings zeigte sich, dass das Nichtschwimmerbecken von den Flutlichtstrahlern nur unzureichend beleuchtet wird, aus Sicherheitsgründen werden wir vor dem nächsten Abendevent einen weiteren Scheinwerfer in LED am Lichtmast anbringen. Auch sicherheitsrelevant sind freie Rettungswege. Deswegen werden wir zunächst freundlich auf blockierend abgestellte Fahrzeuge unserer Schwimmbadgäste reagieren. Der neue Parkplatz an der Kaserneneinfahrt schafft Abhilfe, damit Rettungskräfte das Schwimmbad und die Nachbarschaft erreichen können.

Währenddessen laufen die letzten Vorbereitungen für das kommende Sommernachtsfest am Samstag im Feuerwehrstützpunkt, auf diese Party freuen sich alle.

Im Zuge der Digitalisierung und der geplanten Erneuerung der Computer und der Telefonanlage im Rathaus wird auch der Stützpunkt an das Rathausnetzwerk angeschlossen. Die Inbetriebnahme einer Richtfunkstrecke gibt Gelegenheit, vom Schlauchturm aus einen schönen Rundblick zu genießen und freies WLAN für das Sommernachtsfest bereitzustellen.

Am Sonntag findet dann der erste Charity Walk unserer Ahmadiyya Gemeinde statt, an der Reiterschänke geht es um 13:00 Uhr los. Der Erlös geht an den Lebensmittelpunkt, die Kinder- & Jugendförderung sowie an „Humanity First e.V“.

Das Kasernenareal wir bald chaotischer und geordneter aussehen, geordneter, weil die Grünflächen gemulcht werden und chaotischer, weil erste Abrissgenehmigungen unter Auflagen erteilt wurden und nun bald gestartet werden kann.

Trotz des kurzen Gewitterschauers am Dienstag rechnen wir weiter mit hoher Feuergefahr, bitte seien Sie in Wald und Flur vorsichtig und aufmerksam. Vielen Dank.

Sommergrüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

 

Einblick in das Programm Sport & Flüchtlinge in der Stadt Babenhausen im Jahr 2017

Seit 2016 erhält die Stadt Babenhausen Fördergelder für das Programm „Sport & Flüchtlinge“. Das Programm unterstützt hessische Städte und Gemeinden, die Sport- und Bewegungsangebote in ihrer Kommune für Flüchtlinge initiieren möchten mit einer finanziellen Förderung. Sport und Bewegung bieten sehr gute Möglichkeiten, Flüchtlingen schnell und unkompliziert das Ankommen in ihren Städten zu erleichtern und sich zu integrieren.

Die Förderung sieht vor, dass sogenannte Sport-Coaches von der Stadt benannt werden, die die Koordination übernehmen.

Die Aufgabengebiete des Sport Coaches umfassen in Babenhausen die Koordinierung zwischen den Vereinen und der Stadt Babenhausen, die Koordinierung zwischen den Geflüchteten und den Vereinen, die Organisation von Schnupperangeboten, die Organisation von Events, die Erstellung von Flyern, Integration der Geflüchteten in die bestehenden Gruppen, Teilnahme an der Aufbauqualifikation, regelmäßiger Kontakt mit den weiteren Schlüsselpersonen rund ums Thema Flucht in Babenhausen. Das Ziel ist es nach wie vor, den geflüchteten Menschen zu zeigen, dass die Vereine ein breites Spektrum an Sportangeboten haben und sie an diesen teilnehmen dürfen. Egal ob Kind, Erwachsene_r oder Senior_in. Jede_r darf bei uns trainieren, üben und sich entfalten.

Bis Anfang des Jahres 2017 wurden auch noch in der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in der Babenhäuser Kaserne (kurz: HEAE) Sportangebote durchgeführt (Fußball, Frauensport/Fitness, Judo), welche sehr gut angenommen wurden. Nachdem die HEAE im Mai 2017 geschlossen wurde, richtete sich das Programm nur noch an diejenigen, die bereits in der Gemeinde Babenhausen leben und dort noch untergebracht wurden.

Im Frühjahr des Jahres hat unser Sport Coach, Frau Aysegül Öcal, an der Aufbauqualifikation „Vorurteile? Nicht mit uns!“ teilgenommen. Es wurden viele Themen und Konfliktpunkte aufgegriffen, die in jeder Kommune bzw. in jedem Verein auftreten können. Es war eine sehr hilfreiche Vorbeugungsmaßnahme. Im August fand ein Familiensport- & Spielfest in Babenhausen an der Schulsporthalle statt. Die Flüchtlinge wurden herzlich eingeladen. Die Einladung erfolgte durch Flyer seitens des TV Babenhausens unter Mitwirkung des Sport-Coaches. Im Spätsommer wurde seitens des Sport Coaches am „Runden Tisch des Sports“ der Stadt Babenhausen das Projekt „Sport und Flüchtlinge“ mit den Zielen und Vorhaben vorgestellt, damit Angehörige verschiedener Vereine, aber auch der Schulen, eine konkrete Vorstellung haben und auch ihre Ideen und Hilfen anbieten können. Sport-Coach Aysegül Öcal hat in enger Zusammenarbeit mit den Trainer_innen des TVB einen Tag mit Schnupperkursangeboten im Oktober organisiert. Auf dem Programm standen das Judotraining und ein Frauenfitnessprogramm. Nach diesem Schnuppertag konnten zwei bis drei Flüchtlinge für das Judotraining gewonnen werden, die in Folge regelmäßig in die Halle kommen, um zu trainieren. (Aufwandsentschädigung der Trainer_innen werden durch die Gelder finanziert.)

Eine weitere Idee war es, einen Fahrradkurs zu organisieren. Hierfür wurde seitens Frau Öcal Kontakt zu den Gemeinden aufgenommen, die bereits einen durchgeführt haben. Jedoch ist hierbei mehrmals das Problem aufgetaucht, dass es sich die Geflüchteten nicht gut einteilen können: Viele der Flüchtlinge, die bereits in der Gemeinde Babenhausen leben, besuchen Sprachkurse, machen eine Ausbildung oder gehen arbeiten etc. Daher ist es schwer, einen Termin zu finden, an dem viele gleichzeitig können. Fahrradkurse werden nun in individueller Hilfe umgesetzt. In Gesprächen hat man sich verständigt, zukünftig mit Hilfe weiterer Schlüsselpersonen in Babenhausen die Geflüchteten direkt anzusprechen, um ihnen die Möglichkeiten in den umliegenden Vereinen näher zu bringen. Hierfür war bspw. die sozialpädagogische Sprechstunde des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg (bis Ende 2017) und die des Landkreises Darmstadt-Dieburg (seit 2018) ideal. Unser Sport-Coach hat Flyer für verschiedene Zielgruppen erstellt und diese den Menschen, die in die Sprechstunde gekommen sind, vorgestellt. Teilweise wurden sie auch in den Verein begleitet. Durch diese Methode konnten weitere Menschen dazu bewegt werden, sich die Vereinsangebote näher anzuschauen und wahrzunehmen. Hierbei wurden zwei Jungen zum Fußball hingeführt. Separate Aufwandsentschädigungen müssen nicht gezahlt werden, da sie in bestehende Angebote integriert werden konnten. Des Weiteren besuchte Frau Öcal den freiwilligen Sprachkurs der Frauen in Babenhausen (aus Mitteln der Gemeinwesenarbeit ermöglicht), um das vielfältige Angebot der Vereine darzustellen. Es ist ein  Ziel, mit den Teilnehmerinnen des Sprachkurses zusammen in die Sporthalle zu laufen und allen gemeinsam einen Kurs anzubieten. So kann man die Sprache und den Sport verbinden.

Die Förderung wurde seitens der Stadt Babenhausen für das Jahr 2018 beantragt und mittlerweile seitens des Ministeriums bewilligt. Sportangebote, Begegnungen und Integration gehen zur großen Freude aller weiter.

Joachim Knoke

Bürgermeister

Kolumne vom 17.05.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

viele Gesprächspartner fragen mich derzeit, ob meine Arbeit mir noch Spaß macht. Diese Frage ist mit einem Rückblick auf die Woche sicher einfach zu beantworten. Denn die Themen sind vielfältig. Anfragen zu der Beschaffenheit und der möglichen Aufhübschung von Spielplätzen, barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen, Kinderbetreuung, Baustellenmanagement in der Ludwigstraße, Runder Tisch des Sports, Sicherung von Verkehrsflächen, Schädlingsbekämpfung, Grünflächenmanagement, Schwimmbadbetrieb, Tourismus, Beschilderungen im öffentlichen Raum, Gesundheitskonzepte und Hausärztliche Versorgung, Phosphatwerte in der Kläranlage, Ferienspiele und Schulsport, Feuerwehr und Städtepartnerschaften, Ansiedlung neuer Gewerbetreibenden, all das war Thema in den letzten sieben Tagen. Da war noch ein Feiertag mit Brückentag dabei, und die netten Begegnungen zu Jubiläen oder anderen Treffen sind noch gar nicht mit aufgezählt.

All dies und noch viel mehr fällt in den Aufgabenbereich der Verwaltung, will geplant durchgeführt, finanziert und erklärt werden, bedarf politischer Mehrheiten und Gesprächen mit übergeordneten Behörden. Großprojekte wie Kindergartenneubau, Kasernenentwicklung oder Brandschutzsanierung von Hallen stehen auch noch auf dem Zettel. Die Vielseitigkeit der Aufgaben wird durchaus noch übertroffen von der Erwartungshaltung des Chefs. Nein, ich meine nicht meine Erwartungshaltung an meine Mitarbeiter ist damit gemeint, sondern die Erwartung unserer 17.000 Bürgerinnen und Bürger an uns alle in der Verwaltung, von Ordnungs- und Meldebehörde über Finanzen, Bauhof und Kläranlage bis hin zur Kinder- und Jugendförderung.

Die Umsetzung aller Einzelinteressen entspräche der Quadratur des Kreises, einer möchte schnell fahren, der andere sicher die Straße überqueren. Unsere Stadt mit allen ihren Stadtteilen als Kollektiv, als Gemeinschaft vorwärts zu bringen, ist Aufgabe und Anspruch aller Mitarbeiter. Das ganze zu steuern und zu organisieren ist eine anspruchsvolle, anstrengende aber auch lohnende Aufgabe, die wirklich Spaß macht.

Zum Pfingstwochenende darf ich unsere Städtepartnerschaft mit Lichtentanne mit Leben füllen und werde pünktlich zum großen Gottesdienst auf dem Marktplatz zurück sein. Danach wird Herr Rupprecht mich in gewohnter Manier vertreten, wenn ich ein paar Tage Urlaub mit der Familie mache, ist Babenhausen in erfahrenen Händen.

Viele Grüße und frohe Pfingsten aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 11.01.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

trotz der hessischen Schulferien diese Woche noch, tagte der Magistrat als Verwaltungsspitze bereits gestern das erste Mal im neuen Jahr. Die Ausschusssitzungen der parlamentarischen Gremien starten dann in der kommenden Woche. Viele Kolleginnen und Kollegen sind bereits aus dem Urlaub zurück, sodass der Tagesablauf sich einpendelt und die Aufgaben bewältigt werden können. Dabei sind auch sehr angenehme Termine, in der vergangenen Woche Geburtstage unter den Kolleginnen und Kollegen, davon drei „runde“ sowie eine Diamantene Hochzeit in unserer Bürgerschaft.

Auch die Kaserne erhält ein beträchtliches Maß an Aufmerksamkeit. Planungsmeetings setzen Termine für die nächsten Wochen, fassen letzte Entwicklungsstände und Gespräche zusammen und setzen den Kurs für die zukünftige Entwicklung. Viele weitere Projekte sind in Arbeit oder werfen ihre Schatten voraus.

Am Samstag steigt nach intensiven Vorbereitungen an vielerlei Stellen Babenhausen voll ein in die Fastnachtszeit. Während bereits im vergangenen Jahr an Wagen für den Umzug gearbeitet wurde und das diesjährige Prinzenpaar einen Song aufgenommen hat, geht am Samstag mit dem Rathaussturm die gesamte Narrenschar in die Vollen. Vor drei Jahren begann mein erster Arbeitstag im Amt an einem Samstag prompt genau mit der Machtübernahme durch das damalige Prinzenpaar. Somit steht das Ende der ersten Halbzeit unmittelbar vor der Tür. Zwar gibt es dazu Interviews mit verschiedenen Journalisten, sicherlich auch eine Analyse der ersten drei Jahre und entsprechende Planungen für die nächsten drei Jahre. Eine echte Halbzeitpause gibt es allerdings nicht, denn trotz der Machtübernahme durch das Prinzenpaar geht die Arbeit mit Volldampf weiter.

Allen Narren & Jecken eine schöne Fastnacht.

Viele Grüße aus dem Rathaus und Babenhausen Helau

Ihr Achim Knoke

 

 

Kolumne des Bürgermeisters vom 09.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der November kommt mit bunten Farben im Wald und Flur, mit Wind Drachen steigen auf Feldwegen um abgeerntete Felder, dampfenden Kakaotassen im Kreis der Familien in eingeheizten Stuben. Er bringt Regen und Sturm, gelegentlich Wasser im Keller zusätzlich zu den normalen Einsätzen für unsere Feuerwehrkameraden, die unserer Gesellschaft so selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn noch nicht geschehen, ist das die Zeit, mindestens eine passive Mitgliedschaft einzugehen, gern aber auch die Einsatzabteilung oder die Jugendfeuerwehr zu unterstützen, auch das ist Heimat, Lokalpatriotismus.

Zum Jahresendgeschäft gehört im Rathaus die Vorbereitung und Durchführung der Debatten zum Haushalt. Nicht nur der Terminkalender des Bürgermeisters ist gefüllt, Jahresabschlüsse, Rechnungsstellung und Abarbeitung, die Rückmeldungen zu den wiederkehrenden Straßenbeiträgen nehmen zusätzlich die Kolleginnen und Kollegen in Anspruch, wie bei Ihnen im Arbeitsumfeld sicher auch.

Da sind dann frisch abgeräumte Müllecken, die innerhalb von zwei Tagen neu missbraucht werden, dann schon Stimmungsdämpfer. Und welche Menschen fragwürdiger mentaler Kapazitäten Neonröhren auf Bolzplatzrasen zerschlägt, um im November schon den Eindruck von Schnee zu erwecken, bleibt offen, denn niemand hat etwas gesehen.

Das erschüttert uns aber nicht, denn viele schöne Eindrücke und Entwicklungen nehmen ihren Lauf. Allein die vergangene Woche war mit der wunderschönen Nacht der Lichter, dem parlamentarischen Abend und unseren neuen Ehrenbürgern von Highlights geprägt. Ein 90er Geburtstag, der Seniorennachmittag in Hergershausen, der Räuchertag der Jugend des ASV Hergershausen, die Versammlung der Jagdgenossen in Harreshausen, ein Interview der 4. Klasse der Grundschule zur eigenen Heimatstadt, all das motiviert, sich für unser Babenhausen ins Zeug zu legen.

Zwischen den Lachewiesen und dem Bahndamm sind die Felder bald abgeerntet und ein Versuch ist geplant, den Schwarzwildbestand dort zu regulieren, also bitte nicht erschrecken, wenn es knallt, es gibt nur „Terror“ gegen Wildschweine, keine schwarzen IS-Flaggen, sondern Schwarzwild.

Mit besten Wünschen für kuschelig warme Momente daheim im Familien- und Freundeskreis nach Spaziergängen durch die bunte Babenhäuser Herbstlandschaften von Harpertshausen bis Harreshausen

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 12.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

während sicher jeder vergangene Woche den Tag der Deutschen Einheit nach seinem Gusto begangen hat, wurde in der kurzen Woche viel geschafft, aber auch das Feiern ist nicht zu kurz gekommen. Doch erst die Arbeit: Diverse Termine zu Fragen das Bauens und der Entwicklung der Stadt wurden wahrgenommen, aber auch Strategien und Herangehensweisen an Themen wie Verkehrsführung, illegale Müllentsorgung sowie weitere Angelegenheiten des Ordnungsamtes wurden besprochen. Das regelmäßige Gespräch zum Gedankenaustausch mit dem Jugendforum konnte stattfinden. Ein kurzer Ausfall der Netzwerkverbindung des Rathauses am Freitag sorgte noch für einen kurzen Schreck, konnte aber schnell behoben werden. Am Bahnhof Süd ist der fußläufige Durchgang wieder möglich, Sicherungsmaßnahmen wurden umgesetzt, damit nicht übermotivierte Radfahrer dort die zwei Stufen übersehen und zu Schaden kommen.

Gefeiert wurden zwei 90. Geburtstage und eine Eiserne (65.) Hochzeit. Und wenn ein Mitglied des Gesangvereins ein solches Jubiläum begeht, dann ist gute Stimmung vorprogrammiert. Am Wochenende dann ging es nach Lichtentanne in Sachsen. Der Stadtteil Stenn unserer Partnerstadt feierte seine Kirmes und so erwiderten wir den Besuch am Altstadtfest mit großer Freude, trafen dort auch die Kameraden de Feuerwehr Roßdorf und viele alte und neue Freunde. Deutsche Einheit hautnah erlebt. In diesem Zuge sei noch erwähnt, dass unsere talentierte junge Gitarristin Frau Lange näher an Lichtentanne als an Babenhausen herangerückt ist. Beim Konzert im Kreistagssitzungssaal Dieburg informierte Sie das Publikum über die ersten Tage als Studentin im schönen Dresden. Wünschen wir ihr viele wunderbare Begegnungen, in Dresden wie auf ihren Auftritten rund um den Globus.

Bitte beachten Sie die Pressemitteilung zum Seniorentheater, das vom Präventionsrat unterstützt wird. Enkeltricks, Betrügereien gegen Senioren werden sehr unterhaltsam dargestellt und zeigt worauf man achten muss, um am Ende nicht unlauteren Gestalten ins Netz zu gehen. Wir hoffen auf ein gesteigertes Interesse für diese wichtige und nötige aber auch spannende und interessante Veranstaltung.

Mit herbstlichen Grüßen aus Sachsen

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 13.07.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein erfolgreiches Projekt geht in die dritte Runde. „Leben und Arbeiten in Babenhausen“ hat das Ziel, längerfristig Arbeitslose zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen mit über 50% Erfolgsquote. Fast allen Kommunen im Landkreis haben davon schon profitiert, am vergangenen Donnerstag startete dieses Projekt erneut.

Im Schwimmbad haben die Investoren der Kaserne dem Förderverein unter die Arme gegriffen und einen Fangzaun zwischen Fußball- und Beachvolleyballfeld gesponsert, damit kann das zweite Tor wieder genutzt werden. Bislang war das Tor eingelagert, weil Fehlschüsse auf das Tor die Beachvolleyballer kalt von der Seite erwischten.

Und was gab es nicht alles zu erleben in unserem schönen Babenhausen mit seinen Stadtteilen. Die Vernissage dreier Holzkünstler in der Langfeldsmühle Hergershausen konnte trotz Schauer beginnen. Das Turnier des Reit- und Fahrvereins zog Leute von weit her an und bot Reitsport auf hohem Niveau an der Schwedenschanze. Eine Austauschschülerin aus einer Kleinstadt in China (1,2 Millionen Einwohner) war wohl den weitesten Weg gereist, um erstmalig ein Pferd nicht nur auf einem TV zu sehen, sondern echt und zum Anfassen. Ergreifend, für Babenhäuser Kinder aber kaum vorstellbar.

Die Kickers feierten einen Hessischen Abend, Diamantene Hochzeit und 95. Geburtstage konnten gefeiert werden, und in der Innenstadt waren viele Besucher mit einem Eis in der Hand unterwegs oder pausierten bei einem gepflegten Getränk in der historischen Kulisse der Fachwerkhäuser.
Im Rathaus geht es uns wie den Anwohnern aller Baumaßnahmen, der Bohrhammer als Bassgitarre der Arbeiterband vibriert durch das Gemäuer, Decken sind offen, neue Türen werden eingesetzt, das Wasser ist mal abgestellt, am Wochenende evakuieren wir wegen der Maßnahmen den Serverraum im Keller, aber trotz Umbau: Der Betrieb geht weiter, wir sind für Sie da.

In der ehemaligen Flüchtlingseinrichtung der Kaserne hat das Regierungspräsidium die Verantwortung dem Landesamt für Bau und Immobilien übergeben. Nach Restarbeiten wird die Bundesagentur für Immobilienaufgaben das Geländer noch in diesem Jahr zurückerhalten. Dann können wir auch die Zukunft dieser sechs Hektar weiter vorantreiben. Für den Rest der Kaserne haben wir die letzte Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages im Juni knapp verpasst, es gibt allerdings noch doch noch eine Sondersitzung im August. Bis dahin werden Pläne gesichtet und Abrissgenehmigungen vorbereitet, um zeitnah in die Entwicklung einzusteigen.

Viele Grüße und schöne Sommerferien aus dem Rathaus.

Ihr

Achim Knoke

 

 

 

Kolumne vom 29.06.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich könnte schwelgen in den Auswirkungen dessen, was in unserer Stadt durch Ehrenamt und Engagement auf die Beine gestellt wird. Die Liste ist so umfangreich, dass eine Person allein das Angebot gar nicht wahrnehmen kann. So hatte das vergangene Wochenende nach einem extrem heißen Donnerstag vielerlei Veranstaltungen perfekt unterstützt, das Beachvolleyball-Turnier und das Nachtschwimmen im Schwimmbad , das Spritzenhausfest in Sickenhofen, die Feierlichkeiten zum Jubiläum „750 Jahre Langstadt“, die Veranstaltung „Musik macht Spaß“ in der Aula der Bachgauschule. Die Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Ich will die diverse Einsätze unserer Freiwilligen Feuerwehren dabei auch benennen, die in der vergangenen Woche gefahren wurden.

Als Trainer im Sport und als Informatiker weiß ich, dass mit jedem Quäntchen an Erfahrung und Expertise, das man sich in einem speziellen Gebiet aneignet, die Lücke größer wird zu denen, die Neuland betreten. Als langjähriger IT-ler den Eltern Computer-Themen zu erklären, war immer schwierig, allein den Wortschatz auf den Zuhörer abzustimmen, war anstrengend. Genauso im Sport: Kindern die Grundregeln von Bewegungsabläufen und Spielstrategien zu erklären, ist zwar extrem lohnenswert, aber eben auch anstrengend. Sich immer wieder klar zu machen, dass man selbst auch klein angefangen hat, das eigene Wissen wieder auf Nachwuchs-Niveau zu erklären, die Neulinge nicht zu überfordern und immer wieder zu motivieren, ist eine Herkulesaufgabe, die viele in der Jugendarbeit immer wieder annehmen und bewältigen. Jugendarbeit ist eine dankbare Aufgabe. Das Leuchten in den Augen der Kinder, wenn es nach langem Üben einen donnernden Applaus vom Publikum gibt, ist eine riesige Motivation – für die Kinder als Akteure einerseits, aber auch für die Ausbilderinnen und Ausbilder, die es fertig bringen selbst auf einem professionellen Level zu agieren, sich aber auch in den Nachwuchs versetzen können und die den Fortschritt in den vielen kleinen Schritten sehen und wertschätzen, den die Kinder abliefern. Ob Sport, Musik, Feuerwehr, egal in welchem Verein – die Ausbilder, die sich dem Nachwuchs widmen, die mit Hingabe und Feingefühl die Herausforderung „Jugendarbeit“annehmen und ausfüllen, sind meine Helden der Woche. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Die Gesellschaft braucht dieses Fundament, unsere Gemeinschaft fußt auf jedem einzelnen, der sein Wissen vermittelt. Herzlichen Dank, Sie bereichern unsere Gemeinschaft.

Viele Grüße und schöne Sommerferien aus dem  Rathaus.

Ihr

Achim Knoke