Kolumne vom 18.04.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

als große Stütze des Vereinten Europa hat mein geschätzter Kollege Alain Janus aus Bouxwiller in seinem Grußwort zum Ostermarkt die richtigen und wichtigen Worte gefunden. Keine drei Tage später beweinen die ehemals verfeindeten Völker Frankreichs und Deutschlands gemeinsam den Feuerschaden an der Kathedrale Notre Dame, der Verlust an Kunstwerken und Kulturdenkmal ist kaum bezifferbar. Durch unsere Freundschaft sind wir auch in diesen Krisenzeiten eng verbunden.

Ähnlich starke Worte zu Europa fand der britische Europaabgeordnete Richard Ashworth. Er hielt eine bedeutsame Rede im Europaparlament und sprach für die Europäer der Britischen Nation warnende Worte an alle. Es lohnt sich, diese Rede zu googeln.

Die Europäische Union hat die zweite Phase des Förderprogramms „WiFi4EU“ gestartet und wir waren wieder bei den ersten, die sich beworben haben um Fördermittel zum weiteren Ausbau des freien W-LANs.

Unser Fachbereich Finanzen hat einen aktuellen Stand unserer Budgets mit Prognosen für den Rest des Jahres erstellt. Zwar sind nach gerade ¼ des Jahres noch Unschärfen zu verzeichnen, allerdings können frühe Tendenzen erkannt werden. Unser ordentliches Ergebnis wird zwar Stand heute kleiner als erwartet, der Ausgleich ist unter schwierigen Bedingungen noch erreichbar.

Besuche bei unseren Unternehmern gibt uns die Möglichkeit, deren Sorgen und Wünsche in persönlichen Gesprächen zu erfahren und Rückmeldungen an die Stadtverwaltung zu geben. Dabei ist immer wieder der Innovationsgeist zu spüren, der Wunsch, zeitgemäße und moderne Angebote zu ermöglichen, es wird investiert.

Und auch Investoren von außerhalb präsentierten Ihre Ideen und Vorstellungen in der vergangenen Woche. Viele interessante Ideen sind im Wachsen.

Laufende Projekte schreiten voran. Für das Baugebiet Bürgermeister-Hartmann-Straße in Harreshausen sind die Erschließungsarbeiten beauftragt, die Baugenehmigung zur Ev. Kindertagesstätte ist auf dem Weg zu uns und die Arbeiten dort können beginnen. Und auch in den Kaisergärten wird fleißig geschafft, immer mit dem Naturschutz abgestimmt sind Abbruchmaßnahmen im Gange, während Planungsbüros arbeiten und sich Beratungsrunden abstimmen.

Der Ostermarkt war trotz des kühlen und am Samstag nassen Wetters ein Erfolg, viele Gäste fanden den Weg nach Babenhausen und konnten das Wochenende bei uns genießen.

Gemeinsam mit allen Kollegen wünsche ich Ihnen gesegnete Ostertage, den Kindern schöne Ferien und allen Gästen viel Spaß in unserem schönen Babenhausen.

Österliche Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 11.04.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

unsere Kinder- und Jugendförderung hat die Neuauflage des Kinderstadtplans realisiert. Ein Neudruck war zum einen erforderlich, weil der Plan in die Jahre gekommen war, zum anderen waren alle Exemplare vergriffen. Der Kinderstadtplan wird auch in den Schulen gern verwendet, als Arbeitsmittel für Heimatkunde. Spenden und Sponsoren haben die Neuauflage möglich gemacht, hier hat die Kinder- und Jugendförderung fleißig die Gelder beschafft.

Bleiben wir bei den Kindern. Der Neubau der Kita ev. Kirche in der Martin-Luther-Straße geht in die nächste Runde. Die Kellerlöcher der abgerissenen Gebäude werden verfüllt und verdichtet, damit eine solide Basis für die Bodenplatte das neuen Bauwerk tragen kann. Die Tiefbauarbeiten dafür sind diese Woche angelaufen.

Und immer noch für Eltern und Kinder aktuell: Die Anmeldung zu den Ferienspielen läuft. Es sind bereits 1/3 der Plätze vergeben, auf www.babenhausen.de finden Sie den Weg zum Anmeldeformular. Hier haben wir das Online-Zugangs-Gesetz (OZG) bereits umgesetzt. Bis 2022 sollen möglichst alle Dienstleistungen der Verwaltung online nutzbar sein, dieser großen Aufgabe beschäftigt uns im Tagesgeschäft ebenfalls.

Für Groß und Klein soll die Friedel-Wiesinger-Halle in Sickenhofen weiter zur Verfügung stehen. Die Erneuerung der Elektroanlage ist beauftragt und soll über den Sommer konfliktfrei mit den bekannten Terminen stattfinden. Hier wird ein sechsstelliger Betrag fällig. Die ebenfalls defekte Heizungsanlage wird mit Mitteln aus der Hessenkasse in Stand gesetzt, derzeit rechnen wir mit weiteren Kosten zwischen 50 und 60 Tausend Euro, damit im kommenden Herbst und Winter nicht gefroren werden muss.

Viele Gremientermine, vom Hessischen Städte- und Gemeindebund über den ÖPNV bei der DaDiNa bis zum Gremium der Vereine und dem Unternehmerstammtisch und in dieser Woche die Ausschüsse geben Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen und zu steuern. Damit sind wir lokal und regional gut vertreten und bringen unsere Standpunkte und Bedürfnisse mit ein, haben aber auch das Ohr am Puls der Zeit.

Zum Ostermarkt wünsche ich uns allen gutes Wetter und eine interessante Zeit, viel Spaß am Osterfeuer und einen herzlichen Dank an alle, die diese Veranstaltung ermöglichen. Wir erwarten unsere Partnerstädte Bouxwiller und Lichtentanne und planen auch die Gegenbesuche schon im Kalender.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 04.04.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in diesen Tagen sind die Wege zwischen unseren Stadtteilen ein Spaß. Die Narzissen Bänder erfreuen uns und viele Radwanderer mit ihrem Frühlingsgelb. Und auch die Uhrenumstellung ist an den meisten Stellen erfolgt, nur kleine Restarbeiten sind fällig.

Haben Sie sich schon mit der Planung Ihres Sommerurlaubs befasst? Oder bereiten Sie sich gerade für einen Auslandstrip über die Osterfeiertage oder die folgenden Brückentage vor? Dann werfen Sie doch bitte einen kurzen Blick auf Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass und überprüfen das Gültigkeitsdatum. Sollte Ihr Ausweisdokument in der nächsten Zeit ablaufen oder bereits abgelaufen sein, bitten wir Sie rechtszeitig in unserem Einwohnermeldeamt vorbeizukommen um diese zu verlängern. Bedenken Sie auch, dass die Ausstellung eines Passes ca. 3 – 4 Wochen dauert, also schieben Sie den Gang zum Rathaus nicht allzu lange auf.

Ein Synonym für das Amt des Bürgermeisters ist sicher „Ansprechpartner“. Ob nun beim Jubiläum Anregungen oder Fragen zur Abfallwirtschaft gestellt werden, oder ein Gespräch auf dem Weg ins Rathaus zu Fragen der Verkehrssicherung mittels Verkehrsspiegel – die leider nicht mehr genehmigt werden – in einer Stadt unserer Größe ist es doch immer wieder schön, wenn kurze Wege und persönlicher Kontakt Klärung bringen. Schade dann, wenn trotz persönlicher Kontakte bereits in Klärung befindliche Themen in den sozialen Netzen breitgetreten werden, oft sogar trotz bereits erfolgter Antworten einseitig.

Eine Ausstellung zum Thema „Altersarmut“ mit vielen Veranstaltungen zeigt, dass dieses Thema uns alle angeht. Diese Fragen sind ebenso wichtig wie die Digitalisierung, die die Regierung mit dem Online-Zugangs-Gesetz (OZG) auch den Kommunen ins Buch geschrieben hat. Hier werden wir noch einige Anstrengungen unternehmen, um möglichst viele unserer Kommunalen Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger online bereitzustellen. Dazu geht unser Zweckverband ekom21 neue Wege. Jede Kommune in Hessen kann von dem profitieren, was andere Kommunen bereits geschafft haben, wenn eigene Entwicklungen wiederum der Gesamtheit der kommunalen Familie zur Verfügung gestellt werden. In der IT gab es einen Slogan „when in doubt: share“ – also im Zweifel lieber teilen und zusammenarbeiten, als allein vor sich hinzuwerkeln. Und während bereits Termine für den Hessentag eintreffen, bereiten wir uns auf unseren Ostermarkt vor. Leider werden bis dahin einige Baustellen offenbleiben. Viel zu lange sind beispielsweise Baugruben für das schnelle Internet auf beiden Seiten der Bouxwiller Straße unvollendet. Auch der Spessartplatz ist vorübergehend nur eingeschränkt erreichbar. Dafür schließen sich die Baustellen an der Brauerei oder dem ehemaligen Feuerwehrgelände zusehends. Und wer seinen Frühlingsspaziergang zu den Przewalski Pferden macht, sieht auch die Abrissabreiten in der Kaserne vorwärtsgehen.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 28.03.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

persönlich überrascht war ich vergangene Woche, nachdem ich feststellen musste, dass die lange Wartezeit auf die Ummarkierugen auf der Bouxwiller Straße ursächlich nicht Teil einer Gesamtaktion zur Ertüchtigung der weißen Linien war. Meine Erwartungshaltung war tatsächlich, dass vom Bahnhof bis zum Kreisel mit der Baggerschaufel die abgeplatzten Markierungen erneuert werden, wenn wir schon neun Monate warten müssen.

Diese Enttäuschung wurde rasch aus der Welt geschafft, überlagert durch die schiere Fassungslosigkeit ob der gleichmäßigen Verteilung von Waschbetonplatten oder Teilen derselben in mehr

oder weniger regelmäßigen Abständen entlang des Uferweges der Lache in Verlängerung der Waldstraße. Schockierend ist dabei nicht der Akt illegaler Entsorgung – da sind wir ja einiges gewohnt. Hätten wir diese Hinterlassenschaften nicht zeitnah gefunden und eingesammelt, hätte es bei der Böschungspflege im besten Fall nur die Maschinen zerlegt, die mit unser aller Steuermittel hätten repariert werden müssen. Im schlimmsten Fall wären durch umherfliegende Trümmer Menschen zu Schaden gekommen. Man fragt sich wirklich, was sich diese Menschen bei solchen

Aktionen denken.

Doch es gibt auch positives zu berichten, von tollen Begegnungen mit Mitbürgern, die sich wirklich Gedanken um ihr Umfeld machen bis hin zu der großartigen Nachbarschaft, die gerade in Krisensituationen zu Tage tritt. Der Wasserrohrbruch in der Straßburger Str. zeigte, wie Menschen sich gegenseitig helfen und unterstützen. Es sind sicher die bewegenden Momente, wenn man nass, kalt und müde aus seinem vom Wasser und Schlamm befreiten Keller kommt in eine Wohnung, in der kein Wasser fließt und Nachbarn sagen: Komm rüber, Du kannst heiß duschen, dich aufwärmen.

In vielen Vereinen finden derzeit Jahreshauptversammlungen statt. Vorstände werden neu besetzt, Aufgaben werden mit tief empfundenem Dank von erfahrenen Schultern genommen und auf neue kräftige Schultern gelegt. Wir können dankbar sein für unsere reiche, vielfältige Vereinswelt und die Menschen, die sie tragen.

Im Rathaus durften wir mit drei Kollegen das 25-jährige Dienstjubiläum feiern, mussten uns aber auch von zwei geschätzten Kollegen verabschieden, die ihre berufliche Zukunft auf andere Wege führt.

Zu guter Letzt erwarten wir mit großer Freude zum Ostermarkt auch wieder Besuch aus unserer Partnerstadt Bouxwiller, mein Amtskollege Alain Janus und Patrick Michel können unserer Einladung folgen.

In unserer schönen Umgebung nahmen viele das schöne Wetter für Spaziergänge oder Radtouren zum Anlass. Unsere vielfältige Gastronomie in allen Stadtteilen versorgte viele Besucher entlang der Rad- und Wanderwege mit Kaffee, Kuchen und Eis. Genießen Sie am Wochenende die Schönheit und Gastfreundschaft unserer Heimat.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 21.03.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am letzten Dienstag musste der Bauhof zusammen mit der Straßenmeisterei aus Groß-Umstadt, die L3065 zwischen Babenhausen und Langstadt kurzzeitig sperren.  Der Grund war die notwendige Beseitigung von Windbruch, der auf die Fahrbahn gefallen ist. Auf dem Foto sehen Sie, wie die Kollegen vom Bauhof weitere gefährdete Äste herausschneiden, bevor sie zur Gefahr für Verkehrsteilnehmer werden. Wie bereits letzte Woche berichtet, sind die Kollegen derzeit an vielen Stellen unterwegs, um Sicherheit für uns alle zu gewährleisten.

Ähnlich geht es im Wasserverband Gersprenz zu. Auf der Sitzung in der vergangenen Woche wurde unter anderem berichtet, dass die Beseitigung der Sturmschäden aus dem vergangenen Jahr lange gedauert hat und der ursprünglich eingeplante Kostenrahmen bei dem immensen Ausmaß der Unwetterschäden nicht eingehalten werden konnte. Hier sind die Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser für uns am unteren Ende der Gersprenz besonders wichtig, denn hier muss das Wasser aus einem großen Regeneinzugsgebiet am Ende durch.

Auch interkommunal fand ein Gedankenaustausch der IT-Verantwortlichen statt, die Digitalisierung, die die Bundesgesetzgebung für die Kommunen fordert, ist ebenso Thema gewesen, wie der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur.

Der Weg durch die Ludwigstraße ist wieder durchgängig. Letzte Restarbeiten finden noch statt, allerdings ist die Durchfahrt bereits möglich. Auch auf der Bouxwiller Straße sind die Fahrbahnmarkierungen durch HessenMobil endlich hergestellt, sodass die Warnbaken abgebaut werden konnten.

Im Sozialausschuss hatten wir vergangene Woche Besuch aus Butzbach. Mein Amtskollege und die Fachbereichsleitung für Soziales haben aus erster Hand über den Umbau der Amerikanischen Schule in eine Kita und den Betrieb derselben berichtet, ein reger und sachlicher Austausch konnte stattfinden. Ein Grundsatzbeschluss zum Vorgehen in der Kaserne wird auf der Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung stehen. Die letzte Gesellschafterversammlung zur Kasernenentwicklung hat Weichen für die Etablierung eines Gestaltungsbeirats gestellt, der auch die Bemühungen um die nächste DGNB-Zertifizierung weiter unterstützen kann.

Die Arbeitsgruppe Süd des Hessischen Städtetages tagte in Zeppelinheim. Neben vielen Themen zu Finanzen, Ordnungsamtsfragen, Gesetzen, Gerichtsverfahren und weiterem Erfahrungsaustausch konnten wir einen interessanten Vortrag aus der Goetheschule Neu-Isenburg über schulische Bildungs- und Präventionsarbeit hören. Dort werden junge Menschen in besonderer Weise sensibilisiert und geschult im Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und Faschismus. Diese erfolgreiche Arbeit könnte als Blaupause auch für unsere Schüler gemeinsam mit der Kinder- und Jugendförderung dienen, hierzu sind weitere Gespräche zu führen. Für den heutigen Donnerstag wurden am Dienstag bis 17 Grad angekündigt, ich hoffe, Sie lesen diese Zeilen in der Sonne sitzend und den nächsten Besuch im Eiscafé planend.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 14.03.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

vielleicht hat sich der eine oder andere von Ihnen bereits gefragt, warum in dem kleinen Waldstück auf Höhe des FFH-Geländes an der Schaafheimer Straße so viele Bäume gerodet wurden. Leider war dieser Kahlschlag von Nöten. Die dort stehenden Kiefern waren auf Grund der anhaltenden Hitze und Dürre im vergangen Sommer sowie durch einen Käferbefall vertrocknet. Der Bundesforst, als Eigentürmer des Geländes, sah sich im Zuge der Verkehrssicherungsplicht zu diesem Schritt gezwungen. Auch auf der gegenüberliegenden Waldfläche, die teilweise im Besitz der Stadt ist, mussten Bäume gefällt werden, zum Glück aber nicht in diesem Großen Ausmaß, da nur einzelne Bäume betroffen waren.

Zwar waren am Sturmwochenende unsere Feuerwehren nicht im Einsatz. Die Bauhofbereitschaft hat aber an Sonntag diverse Schmutzfangkörbe in den Gullys – im Fachjargon „Sinkkästen“ – säubern müssen. Diese Körbe werden zweimal im Jahr gereinigt, der Sturm hatte aber an einigen Stellen in den Stadtteilen so viel Äste und Blattwerk zu Boden gebracht, dass das Wasser knöchelhoch auf der Straße stand. Im Bereich der Bahnunterführung rechts ab Richtung Aschaffenburg konnte das Problem schnell und einfach behoben werden, die vorbeifahrenden Autofahrer waren umsichtig und rücksichtsvoll. An der Ortsausfahrt Harpertshausen Richtung Langstadt hat ein rücksichtsloser oder sehr unaufmerksamer Autofahrer weder die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts noch die riesige Pfütze beachtet und den ganzen Gehweg geduscht.

Trotzdem wurden die Hauptstraßen aller Stadtteile nach dem großen Regenguss weiter überprüft. Einige verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger hatten oberflächlich verstopfte Gitter bereits eigenverantwortlich durchgängig gemacht, dafür vielen Dank.

Weitere Themen der vergangenen Woche waren unter anderem die Digitalisierung auf kommunaler und Landkreisebene, Radwege, Ausbaumöglichkeiten von Glasfaser-Internetverbindungen wie auch die aktuell nach wie vor angespannte Finanzlage der Stadt. Die Beseitigung von Sturmschäden an und um Friedhöfe, Spielplatze und Verkehrswege wird uns noch einige Zeit beschäftigen. Die gute Nachricht für Sonnenhungrige trotz des nasskalten Wetters: die ersten Vorbereitungen für die kommende Schwimmbadsaison sind erfolgreich angelaufen.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 06.03.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

da ist sie, die Fastenzeit. Zum Ende nochmal Fastnacht Vollg(l)as, Petrus hat vielen Narren mit Sturm und Regen Stress bereitet, aber sogar damit haben sich unsere heimischen Jecken bereits erprobt und schon in der Vergangenheit Mittel und Wege gefunden.

Fastenzeit ist für jeden anders, vielleicht auch für jeden etwas, die Chance, nachzudenken, neues ausprobieren, oder sich bekannten Dingen zuzuwenden, die im Laufe der Zeit zurückgerückt sind. Am Sonntag hängt am Rathaus die Flagge Tibets. Wie in jedem Jahr beteiligen wir uns am Erinnern, dass hier einem Volk Unrecht wiederfährt. Doch der Blick auf Globales soll uns nicht abhalten, im Rahmen unserer Möglichkeiten auf lokal zu gestalten.

Dazu gehen wir nächste Woche in die Ausschusssitzungen, um aktuelle Projekte in die Beschlussfassung zu bringen. Die Stadtverordnetensitzung der vergangenen Woche lieferte in sachlichen Diskussionen Entscheidungen, die mindestens 27 von 33 anwesenden Stadtverordneten mit Mehrheiten versahen.

Die Fastenzeit beginnt mit einer diamantenen Hochzeit, einem 90. Geburtstag und verschiedenen Veranstaltungen unserer Vereine. Für den Ostermarkt hoffen wir auf Gäste aus unseren Partnerstädten Bouxwiller und Lichtentanne.

Und auch die Gespräche mit Gewerbetreibenden, Entwicklungsmöglichkeiten in vielerlei Hinsicht waren und bleiben auf unserem Kalender. Unter anderem sind wir in der letzten Phase der Umstellung der Telefonanlage im Rathaus. Hier sind einige Feinschliffarbeiten offen, denen wir uns widmen. An der Ludwigstraße nimmt der letzte Bauabschnitt auch Formen an. Leider war eine Freigabe für den Fastnachtsumzug nicht zu schaffen, bis Ostern sollte hier aber das Gros der Arbeiten erledigt sein. Es geht dann hoffentlich bald in der Martin-Luther-Straße los. Hier sind letzte Fragen zur Planierung des Bodens geklärt, sodass die Kellerlöcher nun verfüllt und verdichtet werden können, damit die Kinder der Ev. Kita das Osterfest 2020 im neuen Haus vorbereiten und erleben können.

Und auch die Kinderbetreuung in den Kaisergärten nimmt Formen an. Zwar sind genaue Ausprägungen noch Gegenstand von Beratungen, die Weichen wurden aber gestellt, die Kinderbetreuung dort eine Heimat finden zu lassen. Das alte Schulgebäude ist schon in der Vorbereitung für den Umbau, die Einbauschränke, Tafeln und weiteres Mobiliar und Wandverkleidungen sind schon zurückgebaut. Im Sozialausschuss am Mittwoch berichten uns die Kollegen aus Butzbach, wie die amerikanische Mittelschule dort zu einer Kita umgestaltet wurde. In der kommunalen Familie hilft man sich gegenseitig. So haben wir unsere Erfahrungen mit den wiederkehrenden Straßenbeiträgen weitergegeben, nun erhalten wir einen Austausch mit den Kollegen aus Butzbach, ein Heimspiel für die Projektleiterin, die früher bei uns in Babenhausen gelebt hat.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 28.02.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

was kann nicht alles schnell geschehen. Der Winter hat der Grünanlage an der Stadtmauer zugesetzt, die Wiese ist kaum noch grün und übersät mit Hundehaufen, über die ich mich gemeinsam mit vielen anderen verantwortungsvollen Hundehaltern sehr ärgere, zumal ja eine Hundetoilette nicht mehr als 50 Meter entfernt zur Verfügung steht.

Die Pfadfinder der Royal Rangers sammeln am Samstag in 90 Minuten mit mehr als 10 Leuten bald 20 kg Hundehaufen und im selben Umfang Müll ein, zeigen Engagement zum Wohl der Stadt und Ihrer Bewohner, keine drei Tage später sind neue Haufen vom unteren Ende der Leine gelegt und dem oberen Ende der Leine liegengelassen. Schade, dass es nicht die rudimentäre Existenz eines Gehirns braucht, um in Deutschland einen Hund zu halten. Schade, dass die gute Nachricht von Engagement zum Wohle der Gemeinschaft gleich wieder durch wenige Schmutzpummel umschlagen muss.

Trotzdem gibt es gute Nachrichten. Unserer Feuerwehrjugend wurde bei der Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehren in Pfungstadt gleich 2x vor großem Publikum gelobt, zudem die Leistungen in unterschiedlichen Wettkämpfen anerkannt, wir können stolz sein auf unsere jungen Florianer.

Zukunftsthemen sind in Arbeit. Ob Bauleitplanverfahren in den Kaisergärten, Erschließungsmaßnahmen in Harreshausen, Endausbau in den Lachewiesen oder Vorbereitungen zum Altstadtfest, Gewerbeentwicklungen in ganz Babenhausen oder das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) für Chirurgie und Gynäkologie in Groß-Umstadt – Stadt und Landkreis arbeiten an vielen Themen zum Wohle unserer Gemeinschaft.

Unser Bauhof legt letzte Hand an die Hecken, Bäume und Büsche, die mit Beginn der Brut- und Setzzeit ab Anfang März nicht mehr radikal beschnitten werden dürfen. Wenn Sie im Garten noch Hecken zu stutzen haben, gerade auch zum Nachbarn oder zur Straße, dann läuft jetzt die Zeit weg. Und damit beginnt auch für die verantwortungsvollen Hundebesitzer (ja, wir sind in der Überzahl) die Zeit, den besten Freund des Menschen wieder kurz zu halten, damit Bodenbrüter und jungen Nachwuchs in Wald und Flur geschützt bleiben.

Der Frühling kommt mit großen Schritten. Der Solarertrag hat sich gegenüber dem Januar bereits vervierfacht, die Tage werden länger und schöner, das närrische Treiben steht vor dem Höhepunkt und vier Wochen Fastenzeit und Vorbereitung auf das Osterfest scheinen vielen schon fast als willkommene Pause in unserer Stadt, die mal als „Bastion urhessischer Lebensfreude“ bezeichnet wurde.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 21.02.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Wachstum braucht Mut und Zuversicht, den Optimismus, an eine gute Zukunft zu glauben. Als Beispiel stehen trotz kalter Nachttemperaturen die ersten Frühblüher im Garten, recken Ihre Blüten trotz kaltem Wind in das Sonnenlicht.

Auch in unserem Gewerbebereich ist Wachstum unterwegs. In der vergangenen Woche standen Gespräche und Terminvereinbarungen an zu neuen Gewerbeansiedlungen und dem Ausbau vorhandener Unternehmen. Kulinarisch bereits gewachsen sind wir im schönen Hergershausen mit dem neuen Betreiber des Restaurants im Schützenhaus, der zur Eröffnung die Gäste begeistert hat. Auch die Fastnachtsveranstaltungen des Wochenendes lassen kaum noch Wachstum zu, von der Kinderfastnacht bis zu den Sitzungen waren die Hallen voll, die Programme toll. Noch Wachstumspotential in Bezug auf die Teilnehmer des letzten Jahres haben unsere Ferienspiele. Die Onlineanmeldung ist freigeschaltet, nach den ersten Erfahrungen im letzten Jahr mit diesem neuen Kanal haben wir kleine Verfeinerungen durchgeführt. Leider muss die geplante direkte Onlinebezahlmöglichkeit noch warten, dieses „Wachstum“ im Angebot schaffen wir hoffentlich bis zum nächsten Jahr.

Bewährt haben sich unsere Bemühungen um die gesundheitliche Versorgung in der Stadt. Hier bleibt unser Gesundheitsforum am Ball, denn trotz der neuen Praxen ist und bleibt auch der Ärztemangel auf unserem Radar. Hier bereiten wir den Boden für eine gute Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger, indem wir alle Beteiligten des Gesundheitswesens vernetzen und zum Austausch einladen.

Die gewachsenen Strukturen unserer Brückenbauten bedürfen allerdings der Hege und Pflege. Viele Brücken müssen repariert oder grundsaniert werden, das braucht viele Hände und viele Euros, auch um die aktuellen Anforderungen von Bau und Umweltschutz zu erfüllen. Hier ist leider kein „Befreiungsschlag“ möglich, wir müssen die vorhandenen Ressourcen geschickt einsetzen, um auch die Zahl der sicher nutzbaren Brücken wieder wachsen zu lassen. Gleiches gilt unter der durch eine Steuerrückzahlung aus 2008 notwendig gewordenen Haushaltssperre für andere Investitionen in Straßen, Kanäle und Immobilien. Wenn in Summe zusätzlich 1,1 Mio. € gespart werden müssen, dann braucht es umso mehr Mut, Zuversicht und Optimismus, um den Kurs zu halten.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 14.02.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Emotionen sind wundervoll und wichtig, bewegen sie doch einen beträchtlichen Teil unseres Lebens. Die Narren bringen uns zum Schmunzeln, ein herzliches Lachen, Wahrheiten in Humor verpackt, mal süffisant – mal augenzwinkernd den Finger in die Wunde gelegt ist die Kampagne eine schöne Zeit. Mit vielen Emotionen werden derzeit auch Argumente zu den Themen Kinderbetreuung, Bauleitplanung und anderen Themen der Lokalpolitik behandelt. Das ist verständlich und gerade, wenn es um Kinder und deren Betreuung oder auch Schwierigkeiten bei derselben geht, auch nachvollziehbar. Trotzdem ist es wichtig, den Weg zurück auf die Sachebene zu finden, um Probleme zielgerichtet anzugehen und Aufgaben gemeinsam zu lösen. Dazu hat es in der vergangenen Woche viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Akteuren gegeben. Auch wenn nicht alle Themen zum Abschluss gebracht werden konnten, sind wir doch Lösungen nähergekommen.

In einem Dokument der US Army zu unserer Kaserne finden sich auf der Titelseite in einer Art Wappen die emotionalen Worte „Service, Pride, Excellence“ und „Kaserne Babenhausen – ein großartiger Ort zum Leben und Arbeiten“, eine schöne Zusammenfassung, was aus der Kaserne (wieder) werden soll und wie das zu erreichen ist. Nüchterne sachliche Zahlen führen dann 13 Instandsetzungsarbeiten auf, die im Jahr 2001 mit über 20 Mio. Dollar veranschlagt waren, unter anderem über 11 Mio. für die Sanierung der großen Wohngebäude. Viele der damaligen Vorhaben wurden tatsächlich umgesetzt und nutzen uns heute, leider ist von den 90.000 für die Spielplatzsanierungen nicht mehr viel übriggeblieben.

Was jedoch bleibt, sind die kraftvollen Worte: Dienst, Stolz, Kompetenz. Unternehmungen, die wir mit einer solchen Einstellung angehen, haben beste Erfolgsaussichten. Ob die Ansiedlung weiterer Gewerbe, die Verbesserung unseres Schulstandortes, soziale Projekte oder Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen, gemeinsam mit den Kollegen möchten wir in der Verwaltung unsere Stadt vorwärtsbringen.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke