Kolumne vom 07.01.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich wünsche Ihnen gemeinsam mit allen Kollegen ein frohes neues Jahr 2021, das Ihnen vor allem Gesundheit bescheren möge.

Während es über die Weihnachtsfeiertage ruhig blieb, waren an Sylvester viele – aber nicht alle – diszipliniert. Die Polizei musste dann leider auch in Babenhausen einschreiten, weil einige Wenige meinten, ihren Spaßfaktor über das Gemeinwohl stellen zu müssen. Die Notaufnahmen und die Feuerwehren konnten aber über einen vergleichsweise sehr ruhigen Jahreswechsel berichten. Weder Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Böllern noch übermäßigen Alkoholkonsum mit entsprechenden Folgeverletzungen haben das Gesundheitssystem wie in anderen Jahren über Gebühr belastet. Es war eben nicht „same procedure as last year“, wenn der Silvesterklassiker sich auch in kleiner Runde großer Beliebtheit erfreut.

Vor Weihnachten ergab sich eine spannende Aktion im historischen Teil unserer Kaserne. Der Rapper „Apache 207“ wollte zum Abschluss eines Jahres ohne Life-Konzerte noch einen musikalischen Neujahrsgruß in Form eines Musikvideos an seine Fans schicken.

Ein aufwendiges Verfahren zur Genehmigung dieser Aktion konnte erfolgreich durchlaufen werden, Stadt, Landkreis und Regierungspräsidium wurden eingebunden. Ein überzeugendes Hygienekonzept wurde vorgelegt und dann zwischen Weihnachten und Silvester umgesetzt. Hier waren auch im Bereich Pyrotechnik echte Profis am Werk, sodass die Dreharbeiten ohne jeden Zwischenfall abgewickelt werden konnten. Dabei wurden alle Beteiligten isoliert und wiederholt getestet. Doch nicht nur die Fans, auch das lokale Gastronomiegewerbe und die Hotellerie konnten zum Jahreswechsel nochmal aktiv werden, ging es doch hier für die Beteiligten um gewerblichen Einsatz.

Um entsprechende Rechtssicherheit für die Kommunalwahl im März sicherzustellen, waren neben den Notdiensten für Standesamt und Einwohnermeldeamt auch das Wahlamt im Rathaus besetzt. Natürlich hat auch die Ordnungspolizei ebenso wie die Polizeikollegen des Landes Dienst getan.

Das ist ein guter Zeitpunkt, allen zu danken, die über den Jahreswechsel für uns da waren, ob im Gesundheitssektor, im Brand- und Katastrophenschutz, in den Impfzentren oder in der Ver- und Entsorgung. Herzlichen Dank für den Einsatz.

Wie es nun mit dem Lockdown weitergeht, ist beim Schreiben dieser Zeilen noch offen. Wohl ab dem 12.01. wird es den impfberechtigten Personenkreisen möglich sein, Termine in den Impfzentren zu vereinbaren. Der Landkreis wird tagesaktuell informieren, bislang kann die Telefonhotline 116117 aber noch keine Termine vergeben, bitte gedulden Sie sich noch. Auch die Betreuung in den Kitas und die Arbeitsweisen der Schulen sind noch nicht geklärt. Die Infektionszahlen zeigen aber bislang keine klare Besserung, sodass wir gerade zu Beginn des Jahres standhaft bleiben müssen. In Teilen der Republik ist auf Grund der hohen Todeszahlen das Bestattungswesen bereits nicht mehr in der Lage, Abschiede zeitnah, ortsnah und würdig zu gestalten, und auch die Belegungszahlen der Intensivstationen zeigen, dass wir unsere Reserven anbrechen müssen. Das wollten wir von Anfang an vermeiden, leider ist das nur bedingt gelungen.

So beginnt das Jahr mit Einschränkungen, die wir aber sicher viel besser ertragen können als manch andere. Es ist eben besser, im Januar als Kind in Deutschland zu leben als im Jemen. Dieses Bild vor Augen ertragen wir unsere Situation sicher gelassener.

Viele Grüße aus dem Rathaus und frisch auf in ein neues Jahr.

Ihr Achim Knoke

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