Kolume vom 19.11.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

während diese Zeilen entstehen, sprechen Bundeskanzlerin und Ministerpräsident*innen über die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Folgen der Pandemie. Bei den hohen Zahlen ist mit Lockerung nicht zu rechnen, es wird wohl auf eine zusätzliche Verschärfung hinauslaufen, damit unsere bisherigen Bemühungen nicht vergebens waren.

Für uns bedeutet das neben Prüfungen, ob wir dem Schul- und Betreuungsbetrieb mit zusätzlichen Räumen unter die Arme greifen können eben auch den Verzicht auf vielerlei Kontakte, Jubilaren wird weiter telefonisch gratuliert, Kontakte auf das absolut notwendigste reduziert bleiben.

Die Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag wurden im Stillen und in kleinster Runde durchgeführt. Das Gedenken an die Opfer von Gewalt bedarf nicht mehr dem Blick in die weitere Vergangenheit und aus Schlachtfelder außerhalb Deutschlands in die Ferne. Akte des Terrors nicht nur in Frankreich, auch in Kassel, Berlin oder Hanau machen und deutlich, dass der Gewalt kein Millimeter Boden gewährt werden darf. Die Würde des Menschen ist und bleibt unantastbar.

Unsere Schüler*innen haben in den vergangenen Jahren den Volkstrauertag auch genutzt, um Gelder für das Erinnern zu sammeln. Hier ist dieses Jahr auch aus Pandemie-Gründen eine neue Form im Gange, engagierte junge Menschen werden Ihnen Post in den Briefkasten werfen, eine freundliche Geste – ein Lächeln, ein Winken durchs Fenster oder ein kleines „Danke“ verbunden mit einer Unterstützung im Nachgang hilft sicher, die Bereitschaft für Engagement in der jungen Generation zu stärken. Helfen Sie gern mit.

In der Innenstadt ist die Weihnachtsbeleuchtung wieder aufgehängt, den fleißigen Händen ein herzliches Dankeschön, dass unsere Stadt zum Advent wieder in weihnachtliche Stimmung eintaucht. Auch wenn die Beschränkungen uns vieles Abverlangen und manches auferlegen, wir alle werden Wege finden, uns auf Weihnachten vorzubereiten und hoffentlich ein Weihnachtsfest erleben, das ab von Weihnachtsmärkten und Glühwein mehr zu bieten hat, als eine Geburt in einem kalten Stall. Gedenken wir des Ursprungs und feiern wir dieses Fest als Familienfest in genau diesem Kreis so gut wir können. Das wünsche ich schon jetzt in der Vorbereitung allen. Wenn neben gehortetem Toilettenpapier noch Mehl da ist, backen Sie doch mal gemeinsam Plätzchen oder wagen Sie sich in Ermangelung des Restaurantbesuchs vielleicht mal wieder an ein großelterliches Rezept zu den Festtagen, die in der Erinnerung an die Kinderzeit noch präsent ist. Und wenn das so gar nicht klappen will: Babenhausens Gastronomie liefert auch hier Tolles nach Hause oder zum Abholen.

Herbstliche Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund und kreativ,

Ihr Achim Knoke

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