Mehr als 500 Kleinprojekte werden in Hessen gefördert, davon 28 im Landkreis

Regionalbudget ist ein voller Erfolg
 
In den hessischen LEADER-Regionen standen im Frühjahr 2020 die Telefone nicht mehr still. Der Grund: Das neue Förderangebot für Kleinprojekte, das sogenannte Regionalbudget. Über das Regionalbudget können Vereine und Verbände, Kirchen, Kommunen oder Kleinstunternehmen in den ländlichen Regionen eine Förderung für die Umsetzung von kleineren Projektideen und Maßnahmen beantragen. Das Regionalbudget ist ein Förderprogramm des Bundes im Rahmen von „Integrierte ländliche Entwicklung“ in Kooperation mit dem Land Hessen. Damit sollen Kleinprojekte zwischen 1.000 und 20.000 Euro im ländlichen Raum gefördert werden. Ziel ist eine Unterstützung des bürgerlichen Engagements vor Ort. Es kann einmal im Jahr beantragt werden und läuft bis Ende 2023.
 
Die Entscheidung über eine Förderung wird in den hessischen LEADER-Regionen getroffen. Die lokalen Akteure in Hessen wählten in diesem Jahr insgesamt 547 Kleinprojekte aus, dahinter verbirgt sich eine Gesamtinvestition von knapp 5,5 Millionen Euro. Die Projektträger können für die Umsetzung ihrer Projekte eine Förderung von 80 Prozent (maximal 16.000 Euro) erhalten.
 
Der Bund und das Land Hessen werden die Umsetzung dieser zahlreichen Kleinstprojekte über den Sonderrahmenplan für die ländliche Entwicklung mit einer Fördersumme von 4 Millionen Euro unterstützen. Die hessischen LEADER-Regionen stockten diesen Betrag noch einmal um 410.000 Euro auf und legten die Schwerpunkte für eine Förderung über das Regionalbudget fest.
 
In der LEADER-Region Darmstadt-Dieburg beträgt die Fördersumme insgesamt rund 200.000 Euro, bei einer Gesamtinvestition von 250.000 Euro. Die Förderzusagen der LEADER-Region Darmstadt-Dieburg umfasst ein breites Spektrum von unterstützenswerten Maßnahmen. Dazu zählen die Investition in energiesparende Kühlanlagen der Dorfläden in Altheim und Langstadt, ebenso wie kleinere bauliche Maßnahmen oder Anschaffungen, die für die Attraktivität der Vereine wichtig sind, wie etwa Trainingsgeräte für die Radsportgemeinschaft Ober-Ramstadt, der Ausbau der Beregnungsanlage des FC Victoria Schaafheim, die Ausstattung des Imkervereins Modautal-Fischbachtal oder die Schutzhütte der Naturfreunde Schaafheim.
 
Wie im vergangenen Jahr stehen Maßnahmen für die Jugend im Fokus. Die Gemeinde Roßdorf will einen Anhänger für die mobile Jugendarbeit anschaffen, unter dem Motto „Roßhausen spielt – Roßhausen entdeckt!“. Das evangelische Dekanat ist mit einer mobilen „Sicht-Bar“ dabei. Die dazugehörige mobile Spülmaschine wird mit einem Fahrradgenerator betrieben, so lernen Jugendliche für den Klimaschutz zu strampeln.
 
Um den Kultur- und Freizeitwert der Region weiter zu steigern, werden drei Skulpturen an der Grube Messel unterstützt, in Roßdorf soll der Rundweg Geisenwald-Roßberg mit Infotafeln ausgestattet werden, in Raibach ein Rundweg zur Sozialgeschichte entstehen. Mit einem neuen Hör-Erlebnis sollen Wanderer nach Groß-Bieberau gelockt werden. Im Dieburger Schlosspark können Gäste künftig in Panoramaliegen relaxen.
 
Das Land Hessen stellte im Jahr 2019 als eines der ersten Bundesländer das Förderangebot des Regionalbudgets zur Verfügung, hierfür wurde die Hessische Richtlinie zur Förderung der ländlichen Entwicklung angepasst. Die Region Darmstadt-Dieburg war gleich im ersten Jahr dabei. Ansprechpersonen für das Regionalbudget sind die Regionalmanagements der hessischen LEADER-Regionen, welche sich auch um die Abwicklung des gesamten Programms kümmern.
 
Für das Regionalbudget 2021 können sich Interessierte ab Herbst dieses Jahres bei der Geschäftsstelle des Regionalmanagements Darmstadt-Dieburg unter Telefon 06071/881-2067 oder per E-Mail an regionalmanagement@darmstadt-dieburg.de bewerben. Weitere Informationen gibt es unter www.region-darmstadt-dieburg.de.

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