Verpflichtende COVID-19-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Minister Klose und Al-Wazir informieren sich über den Aufbau des neuen Testzentrums am Flughafen Frankfurt
 
Es geht los am Flughafen Frankfurt: Hessen bereitet sich an Deutschlands größtem Flughafen auf die verpflichtenden COVID-19-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten vor. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte am Montag eine entsprechende Anordnung zur Testverpflichtung angekündigt, die in Kürze veröffentlicht wird. Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose und Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir haben heute den Flughafen besucht, um sich über den Aufbau des neuen Testzentrums vor Ort zu informieren.

„Die verpflichtenden Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten werden dazu beitragen, Infektionsketten zu verhindern und die Anzahl der Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau zu halten. Wir setzen nun alle Hebel in Bewegung, um die dafür benötigten Testkapazitäten schnell zur Verfügung stellen zu können“, erklären Klose und Al-Wazir gemeinsam. Das neue Testzentrum wird derzeit aufgebaut, es befindet sich im Übergang zwischen Terminal 1 und dem Fernbahnhof. Der Start der verpflichtenden Tests basiert auf Schätzungen zum Aufkommen von Reiserückkehrern aus Risikogebieten. Dies bringt mit sich, dass das Land nach Inbetriebnahme der Teststationen die bereitzustellenden Testkapazitäten gegebenenfalls an den tatsächlichen Bedarf für Testungen anpassen wird.
 
Sozialminister Klose erläutert: „Wir beobachten derzeit einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen, der in der derzeitigen Urlaubs- und Ferienzeit auch auf die Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückzuführen ist. Neben den bereits bekannten und nach wie vor wichtigen Regeln zu Abstand, Hygiene und Mund-Nase-Schutz, ist es deshalb wichtig, dass wir nun gezielt die Bürgerinnen und Bürger testen, die aus Risikogebieten zurück nach Deutschland einreisen. So schaffen wir ein Stück Sicherheit für sie und verhindern größere Infektionsgeschehen, die zu einem neuerlichen Lockdown führen könnten.“ Klose appelliert an die Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus Risikogebieten, der Testverpflichtung nachzukommen: „Durch den Test schützen Sie sich selbst und Ihre Mitmenschen.“
 
„Die Luftfahrtbranche leidet weiterhin unter den Folgen der Corona-Pandemie. Die Krise, in der sich die Luftfahrt derzeit befindet, ist wohl die schwerwiegendste, die es je gab. Es wird einige Jahre brauchen, bis wir wieder annähernd auf dem Vor-Corona-Niveau sein werden. Das hat Auswirkungen auf den Frankfurter Flughafen, den Standort Rhein-Main und ganz Hessen. Die kostenlosen, verpflichtenden Tests für Reisende aus Risikogebieten können einerseits den Reisenden ein Mehr an Sicherheit bieten und andererseits helfen, dass eventuelle Infektionen von Einreisenden erkannt und damit mögliche Ansteckungen verhindert werden können“, sagt Wirtschafts- und Verkehrsministerminister Tarek Al-Wazir am Frankfurter Flughafen.
           
Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, ergänzt: „Die Luftfahrtbranche hat frühzeitig umfassende Maßnahmen umgesetzt, um den Infektionsschutz am Boden und in der Luft bestmöglich sicherzustellen. Am Frankfurter Flughafen gibt es zudem bereits länger die Möglichkeit, sich freiwillig auf das Corona-Virus testen zu lassen. Wir begrüßen die neuen, kostenlosen Testmöglichkeiten als einen zusätzlichen, wichtigen Baustein des bestehenden Schutzkonzepts und unterstützen die Behörden bei der Umsetzung.“

Quelle: Pressemitteilung des HMSI

Kreisklinik Groß-Umstadt öffnet wieder für Besucherinnen und Besucher

Zum Schutz der Patientinnen und Patienten hatte die Kreisklinik Groß-Umstadt vergangenen Mittwoch (22.) wieder ein Besuchsverbot ausgesprochen, da erneut Patienten mit COVID-19 stationär behandelt wurden. Seit gestern sind keine Corona-Positiven mehr in den Kreiskliniken Groß-Umstadt. Das Besuchsverbot wird daher ab Samstag, 1. August, bis auf weiteres aufgehoben.

Sollten zukünftig wieder Personen mit Verdacht auf das Coronavirus stationär aufgenommen werden, behält sich die Klinikleitung vor, ein erneutes Besuchsverbot auszusprechen, auch wenn die Isolierstation räumlich und organisatorisch von anderen Stationen getrennt ist und versorgt wird. Dies dient ausschließlich zum Schutz der Patienten, den Mitarbeitern und den Besuchern.
 
Besuchsregeln
Die Besuchszeit ist von 14 bis 17 Uhr. In den ersten sechs Tagen sind insgesamt zwei Besuche erlaubt. Pro Besuch darf eine Person kommen. Ab dem siebten Tag kann ein Patient einen Besucher pro Tag empfangen. Die Dauer des Besuchs ist auf maximal 1 Stunde begrenzt. Besuche sind nur unter Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen möglich. Im gesamten Klinikgebäude gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.
Der Zugang für Besucher ist nur über den Haupteingang möglich. Dort muss jeder Besucher ein Formular zur Besucherregistrierung vorlegen. Das Formular kann auf der Internetseite der Kreiskliniken unter www.kreiskliniken-darmstadt-dieburg.de/ herunterladen geladen werden. Das Besuchsformular ist ausgefüllt mitzubringen. So können Warteschlangen an den Eingängen vermieden werden. Dennoch kann es zu Wartezeiten am Eingang kommen.
 
Die Kreiskliniken legen großen Wert auf die Einhaltung der Hygienevorschriften. Zum Schutz der Gesundheit müssen die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen unbedingt eingehalten werden. Wer sich krank fühlt, bleibt zu Hause und verzichtet auf einen Besuch.

Jetzt sind alle Grundschulen im Pakt für den Nachmittag

Wie uns der Landkreis mitgeteilt hat, ist mit Erlass vom 25.05.2020 des Hessischen Kultusministeriums die Bachwiesenschule in Hergershausen in den Pakt für den Nachmittag aufgenommen. Damit sind jetzt nach der Schule im Kirchgarten, der Edward-Flanagan-Schule und der Markwaldschule alle Grundschulen und die Grundstufe der Förderschule in unserer Kommune im Landesprogramm „Pakt für den Nachmittag“ integriert. Babenhausen gehört damit zu einer der ersten Kommunen im Landkreis, in der alle in Frage kommenden Schulen den Ganztag in der als pädagogisch sinnvoll erachteten Weise umsetzen. Herzlichen Glückwunsch.

Nichtsdestotrotz haben die bisherigen Betreuungsvereine Babenhausens eine pädagogisch wertvolle Arbeit an den Babenhäuser Schulen geleistet. Die BDP Kinderkiste, die Rasselbande Langstadt und „Die kleinen Strolche“ hatten sich, als der Bedarf an der Schulkinderbetreuung zunehmend gewachsen ist, gegründet und jahrelang in viel ehrenamtlicher Arbeit und mit Herzblut die Betreuung geleistet. Aus den kleinen Vereinen erwuchsen Organisationen mit bezahltem Personal und beachtlichen Umsätzen. Die Stadt Babenhausen möchte sich an dieser Stelle ganz herzlich für die geleistete Arbeit bedanken und ihre Wertschätzung für die Vereinsverantwortlichen und das Personal aussprechen. Vielerorts sind die Mitarbeitenden übernommen worden und betreuen weiter engagiert Ihre Kinder.

Der vom hessischen Kultusministeriums gesteuerte Prozess Schulen zu Ganztageseinrichtungen zu führen, hat nun zu dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Finanzierung des Programms „Pakt für den Nachmittag“ in der Kommune Babenhausen geführt. Der Vertag umfasst alle vier in Frage kommenden Schulen. Format A umfasst die Zeit bis 14:30 Uhr und die Mindestgröße für eine Gruppe beträgt 13 Schülerinnen und Schüler. Das Format B umfasst die Zeit von 14:30- 16:30 Uhr. Als Mindestgruppengröße gilt 10% der Gesamtschülerzahl der Schule. Die Stadt Babenhausen beteiligt sich finanziell an Format B und an der schulischen Ferienbetreuung. Bisher hatte die Stadt die einzelnen Betreuungsvereine mit Zuschüssen unterstützt.

Joachim Knoke

Bürgermeister

August-Stammtisch für Unternehmer und Führungskräfte

Am Donnerstag, den 6. August ab 19 Uhr findet der Stammtisch für Unternehmer und Führungskräfte aus Babenhausen und der Region auf der Terrasse im 1. Stock im Restaurant
Toscana in Babenhausen, Fahrstraße 1 statt.

Alle Sparten und Unternehmensgrößen – aus Babenhausen und der Region – sind herzlich zum Austausch untereinander und Netzwerken willkommen. Gerne kann Informationsmaterial über das eigene Unternehmen mitgebracht werden.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, Anmeldungen sind Corona-bedingt erforderlich bei Frau Sylvia Kloetzel Telefon 06073 602-888 oder wirtschaftsfoerderung@babenhausen.de

Die Platzvergabe erfolgt nach dem Windhundprinzip.

Essen und Trinken zahlt bitte jeder selbst.

Joachim Knoke

Bürgermeister

Gute Nachrichten für Eltern in Babenhausen Erleichterungen bei der Suche nach einem Platz in einer Kindertagesstätte durch eine neue Form der Anmeldung über das Online-Portal der Stadt

Bei bis zu 4 Trägern von Kindertageseinrichtungen mussten Eltern aus Babenhausen, auf der Suche nach einem geeigneten Kita-Platz ihr Kind einzeln anmelden.

Das war mühsam, fehleranfällig und unübersichtlich und gehört nun der Vergangenheit an: Ab dem 1. August 2020 können sich Eltern über das Online-Portal www.little-bird.de/babenhausen, Informationen zu den Kitas einholen und ihr Kind anmelden. Damit wird die Suche nach einer geeigneten Betreuung deutlich erleichtert.

Nach der kostenfreien Registrierung im Portal, besteht die Möglichkeit, direkt online, ganz bequem von zu Hause bzw. vom Computer aus, bis zu 5 Platzanfragen an die gewünschten Einrichtungen zu stellen – auch parallel. Dabei spielt es keine Rolle, ob die angefragte Einrichtung momentan tatsächlich freie Kapazitäten hat.

Das Portal von LITTLE BIRD kann auch unverbindlich wie eine Suchmaschine genutzt werden um sich über die Betreuungsanbieter, deren Öffnungszeiten und pädagogischen Angebote zu informieren.

Der kleine Vogel macht es für alle Beteiligten einfacher

Der Zeitaufwand für Eltern wird deutlich minimiert und aufwändiges Formulare ausfüllen erspart. Daten können mit ausdrücklicher Zustimmung gespeichert werden und müssen so nur einmal eingegeben werden. Liegt ein Betreuungsplatzangebot einer Einrichtung vor, entscheiden Eltern binnen einer Frist selbst über die Annahme oder Ablehnung.

Hinweise zum Datenschutz finden Sie hier: https://portal.little-bird.de/Datenschutz

Persönlicher Kontakt zwischen Familien und Einrichtungen bleibt

Selbstverständlich bleibt auch die Möglichkeit für die Eltern offen, sich persönlich vor Ort bei einer Einrichtung anzumelden. Das neue System ist nicht dazu gedacht, den persönlichen Kontakt zu ersetzen und spätestens bis zum Vertragsabschluss sollten sich Familien und Einrichtungen persönlich kennengelernt haben.

LITTLE BIRD trägt zur Familienfreundlichkeit in Kommunen bei

Die Attraktivität eines Standorts wird – aufgrund der sich in vielerlei Hinsicht verändernden Lebensverhältnisse in Zukunft deutlich stärker davon abhängen, wie Eltern Beruf und Familie miteinander vereinbaren können. Das Betreuungsangebot einer Kommunen oder Region spielt dabei eine Schlüsselrolle. Little Bird ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich Suche, Vergabe und Verwaltung von Betreuungsplätzen optimieren lassen und ein wichtiger Schritt in der Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes OZG.

Platzvergabe als stringenter Prozess

Durch  Plausibilitätsprüfungen und höchste Datensicherheitsvorkehrungen sorgt das System automatisch dafür, dass es immer „sauber” bleibt. Kommunikations- und Feedback-Funktionen sowie ein Sperrmechanismus garantieren darüber hinaus, dass Eltern genau einen Platz bekommen und nicht mehrere Angebote, während andere Familien leer ausgehen. Mit LITTLE BIRD behalten alle stets den Überblick. Eltern müssen keine „Zitterpartie” durch mehrere Platzvergabe-Runden mitmachen, da die Vergabe konsequent als durchgängiger Prozess abläuft.

So können Sie Ihr Kind anmelden: Entweder direkt unter www.little-bird.de/babenhausen oder über die Homepage der Stadt www.Babenhausen.de – Soziales & Familie – Kindertageseinrichtungen.

Es gibt eine Schritt für Schritt Anleitung für Eltern. Falls Sie trotzdem Hilfe benötigen, melden Sie sich bitte im Rathaus beim Fachbereich V Soziales & Familie unter 06073 602-40 oder -50 oder per Email unter little-bird@babenhausen.de

WICHTIGER HINWEIS: Kinder, die bereits in einer Kita um einen Platz angefragt haben, und auf der Warteliste stehen, jedoch noch keine Platzzusage erhielten, müssen über Little Bird noch einmal angemeldet werden. Wir bitten darum, diese Kinder bis zum 1.9.2020 über das Elternportal anzumelden.

Auch Kinder, die eine Zusage für einen Krippenplatz haben oder bereits eine Einrichtung im Bereich der unter-3-Jährigen besuchen, müssen für einen Ü-3 Platz über das Elternportal neu mit Little-Bird angemeldet werden.

Joachim Knoke

Bürgermeister

Kolumne des Bürgermeisters vom 30.07.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

da liegt sie nun, die Brücke am Westring. Die Bitte, nicht vorab  die Lieferung und Montage der großen Teile breit zu kommunizieren, damit die Schaulustigen die Arbeiten nicht behindern oder gefährden, ist sicher nachvollziehbar, trotzdem sind schöne Fotos entstanden, damit sich alle ein Bild machen können. Nach der Wehrerneuerung an der Konfurter Mühle und der Erneuerung der Feldchesbrücke gehen wir hier einen großen Schritt in Richtung „Sanierung der Ziegelhüttenstraße“. Hier sind sowohl Fahrbahn als auch Kanäle erneuerungsbedürftig. Die wiederkehrenden Straßenbeiträge in der Kernstadt werden als nächstes in dieses Projekt fließen und da ist es gut, sowohl die Westring-Brücke wie die Ludwigstraße in Betrieb zu haben.

Auch neu ist die Packstation am Aldi. Damit können unabhängig von Botenzeiten Pakete geholt oder gebracht werden. Das kommt vor allem Berufstätigen sehr zu pass. Unsere Packstation hat die Nummer 150, eine schöne glatte Zahl, gut zu merken.

Während diese Zeilen entstehen, jagt unsere Feuerwehr zum Einsatz Richtung Stockstadt, dort brennt ein Traktor auf dem Feld, Selbstlöschversuche des Fahrers bleiben erfolglos. Das große Aufgebot zeigt nicht nur die Leistungsfähigkeit unserer HeldeInnen in Blau. Entgegen der normalen Prozedur gehen die Löschfahrzeuge nicht erst auf Reisen, wenn ein ganzer Trupp da ist, schon die Hälfte fährt los, um auch im Einsatz und den doch engen Autos die Abstände bestmöglich einzuhalten. Hoffen wir, dass der Traktor-Fahrer unverletzt blieb.

Auf Instagram wird BabenhausenNews noch über unsere kommunale Infrastruktur berichten. Wir haben uns bereits die Technik der Stadthalle vorgenommen und uns im Schwimmbad umgesehen, die Kläranlage wird sicher eines der nächsten Ziele sein. So kommt man gefahrlos zu Eindrücken aus sonst eher nicht zugänglichen technischen Anlagen, die von kommunalen Steuern in Stand gehalten und betrieben werden. Die Turbinenanlage in der Stadtmühle ist ja hinter Glas sichtbar, hier kann man bei einem Besuch auch mal reinschauen.

Im Schwimmbad ist mit einer Frühschwimmer-Dauerkarte die Randzeit von 9:00 – 11:00 Uhr noch attraktiver geworden. Während einige sehr laut an den vorhandenen Regelungen Anstoß nehmen, ist die überwiegende Zahl der Besucher glücklich, dass ein Schwimmbetrieb unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich ist. Laute Kritik gegen die Online-Zahlung mit dem am meisten genutzten Portal im Internet ist ebenso gegeben, wie das Fehlen der Barzahlung direkt am Schwimmbad. Wir folgen hier dem, was aus unserer Sicht verantwortbar ist gemeinsam mit den anderen schwimmbadbetreibenden Kommunen des Landkreises. In Bayern liegen andere Lösungen vor, ebenso in Landkreios Offenbach oder auch zum Jubiläumsjahr in Schaafheim. Rückmeldungen von dort zeigen lange Schlangen und umdrehende Besucher, die dann doch nach Babenhausen zurückkehren. Generell ist die Nachfrage überall mäßig, das mag sich in den Ferien bei höheren Temperaturen ändern. Bei aller Freiheit muss je nach Gegebenheiten im Bad und dem verfügbaren Personal abgewogen werden, was machbar ist und welche Risiken man bereit ist, einzugehen. Wir haben hier in kurzer Zeit und mit minimalem Vorlauf tragfähige Lösungen geschaffen, die der großen Mehrheit der Besucher entgegenkommen, konstruktive Kritik nehmen wir direkt auf und prüfen auf Umsetzbarkeit, ein Besucher hat aber auch ein Gespräch mitbekommen und gefragt, ob „Meckern hier ein Volkssport“ sei. Magistrat und Bäderservice arbeiten gemeinsam an der bestmöglichen und vertretbaren Lösung. Haben Sie viel Spaß im Bad.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und auf Abstand, einen schönen Sommer weiterhin und den SchülerInnen tolle Ferien auch in Corona-Zeiten.

Ihr Achim Knoke

Corona in Deutschland: Kopflos in eine zweite Welle?

Sommer, Sonne, Sorglosigkeit: Die Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder – und Wissenschaftler warnen, dass die Lage schnell ernst werden könnte. Nun besteht Handlungsbedarf.

In dieser Woche steigen in Deutschland die Temperaturen, die Sommerferien laufen und ein bisschen fühlt es sich so an, als sei der Krisenmodus beendet: Einkaufsmeilen sind proppevoll, Badeseen gut besucht und in den Szenevierteln von Großstädten wie Hamburg oder Berlin wird wieder auf den Straßen gefeiert und in Bars getrunken.

Die um sich greifende Sorglosigkeit bereitet Wissenschaftlern und auch vielen Politikern große Sorgen. Denn während Deutschland sommerliche Lockerungsübungen macht, steigen die Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus wieder an. “Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie”, sagte der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Dienstag und betonte, es könne sich um den Beginn einer zweiten Welle handeln.

Infektionsgeschehen auch überregional wieder stärker

Nach den aktuellen Daten des RKI ist die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland zuletzt an einem Tag um 684 gestiegen. Insgesamt liegt sie bei 206.926. Infektionen würden von Familienfeiern, aus Arbeitsstätten aber auch aus Altenheimen gemeldet, so Wieler. Auch wenn der Begriff der zweiten Welle nicht von allen Experten für passend und präzise empfunden wird, so besteht doch Einigkeit darüber, dass sich das Infektionsgeschehen derzeit erneut in eine gefährliche Richtung entwickelt.

Besonders beunruhigend ist aus Sicht der Wissenschaftler, dass die Pandemie auch überregional wieder an Fahrt gewinnt. “Die Ausbreitung in der Fläche und viele einzelne Herde: Das unterscheidet die jetzige Situation von den Ausbrüchen in der Vergangenheit, wo wir eben Gütersloh oder Frankfurt hatten, also sehr homogene Gruppen”, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit in den Tagesthemen. Auch die Reiserückkehrer stellten eine neue Herausforderung dar: “Das sind viele Baustellen, wo die Politik, aber auch die Wissenschaft reagieren muss.”

Grüne kritisieren “hektisches Fahren auf Sicht”

Während alle Menschen mit dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln sowie dem Tragen von Masken ihren Beitrag dazu leisten können, Infektionen zu verhindern, bedarf es auch übergeordneter politischer Prävention. Und genau diese vermisst die Opposition zunehmend. “Das hektische Fahren auf Sicht bereitet mir große Sorgen”, sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt dem “Spiegel”. “Stattdessen brauchen wir ein vorausschauendes und einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern.” Konkret forderten die Grünen zwischen Bund und Ländern vereinbarte Pandemieschutzpläne, ein verbindliches Konzept für bundesweite Corona-Tests, Transparenz und verbindliche Meldekriterien für Infektionszahlen.

Außerdem warf Göring-Eckardt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) persönlich Versäumnisse vor. Sie fragte, ob Spahn und die Bundesländer eigentlich nichts aus den Ereignissen im österreichischen Ischgl im Februar gelernt hätten, wo auf Partys viele Menschen angesteckt wurden. Urlaubsrückkehrer dürften nicht erneut unbemerkt Corona-Infektionen mitbringen. “Dafür hätten Bund und Länder rechtzeitig vorsorgen müssen.”

Urlaubsrückkehrer als Risiko

Tatsächlich kündigte Spahn erst am Montag eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten an. Sie soll voraussichtlich in der kommenden Woche in Kraft treten. Am Frankfurter Flughafen ist bereits ein Corona-Testzentrum eröffnet worden, am Flughafen Berlin-Tegel werden ab diesem Mittwoch Tests für Passagiere aus den offiziellen Problemregionen angeboten. Bei Deutschen beliebte Urlaubsgebiete wie die spanische Costa Brava oder die Metropole Barcelona wurden allerdings trotz stark steigender Fallzahlen von der Bundesregierung noch nicht zu Risikogebieten erklärt – während Großbritannien und Norwegen sogar eine Quarantäne-Regelung für Spanien-Rückkehrer eingeführt haben.

Eine Lösung könnte sein, auch Urlaubern, die aus Nicht-Risikogebieten einreisen, die Möglichkeit zu freiwilligen Tests zu geben. Von vielen Politikern wird eine solche Ausweitung des Testangebots bereits gefordert. Denn allen Beteiligten ist klar, dass Menschen, die aus dem Urlaub in ihre Betriebe oder Schulen zurückkehren, ein erhebliches Risiko mit sich bringen – und zwar nicht nur für die Gesundheit ihrer Mitmenschen, sondern auch für die Wirtschaft. Ein erneutes Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens würde Milliarden kosten und könnte zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz treiben.

Altmaier von Fallzahlen beunruhigt

“Wir waren wirtschaftlich in den letzten Wochen besser als viele erwartet haben”, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier der Nachrichtenagentur dpa. “Der Aufschwung deutet sich bereits an und wird in der zweiten Jahreshälfte an Tempo gewinnen. Aber alles steht unter dem Vorbehalt der Gesundheit der Menschen. Und deshalb müssen uns die Fallzahlen beunruhigen.” Altmaier zeigte sich überzeugt, dass durch entschlossenes Handeln und eine Zusammenarbeit von Bundesländern, Gesundheitsbehörden, Ärzten und Krankenhäusern nicht nur medizinische Erfolge erzielt, sondern auch eine große Insolvenzwelle verhindert werden könne.

Ein solches entschlossenes Handeln wünschen sich derzeit auch viele Lehrer und Eltern von der Politik. Denn wenn am kommenden Montag Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland die Sommerferien beendet, beginnt ein Schuljahr, für das die Kultusminister einen Regelbetrieb zur Vorgabe gemacht haben. Der Deutsche Lehrerverband befürchtet ein “großes Durcheinander”. Ein regelmäßiges Lüften der Klassenräume, wie es die Kultusminister vorsehen, sei illusorisch und viele Lehrer gehörten obendrein zur Risikogruppe – sie drohten für den Präsenzunterricht auszufallen.

Virologe fordert Stärkung der Gesundheitsämter

Virologe Schmidt-Chanasit mahnt denn auch in den Tagesthemen angesichts von Lockerungen und Nachlässigkeiten allgemein zur Vorsicht und fordert eine weiter verbesserte Präventionsarbeit: “Die Situation ist noch beherrschbar, aber das kann auch sehr schnell aus dem Ruder laufen.” Für ihn seien neben dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln noch mehr Tests und eine Stärkung der Gesundheitsämter die wichtigsten Maßnahmen. Nur so könne das Infektionsgeschehen niedrig gehalten werden.

Quelle: Tagesschau online 

Wie die Corona-Testpflicht funktioniert

Die Corona-Pflichttests für Rückkehrende aus Risikogebieten kommen. Wie ist die rechtliche Grundlage? Wer muss in Quarantäne? Was bringt das? Die wichtigsten Antworten:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird verpflichtende Corona-Tests für Menschen anordnen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen. Die Ressortchefs von Bund und Ländern haben sich auf die Details geeinigt. Ab kommender Woche soll die Verordnung fertig sein und in Kraft treten. Was ändert sich dann? Wir beantworten die wichtigsten Fragen. 

Wer wird künftig getestet?
Alle Menschen, die aus einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet nach Deutschland einreisen, sind künftig verpflichtet, sich einem Test zu unterziehen – und zwar auch, wenn sie mit dem Schiff, der Bahn, dem Bus oder dem Auto über die Grenze kommen. Airlines, Reedereien, Bus- und Bahnbetreiber werden verpflichtet, spätestens auf dem Weg nach Deutschland an Bord mehrsprachige Infoblätter zur Testpflicht zu verteilen. Bisher konnten sich Rückkehrende schon freiwillig testen lassen. 

Was ist ein Risikogebiet?
Das entscheidet das Robert Koch-Institut. Es führt eine Liste der Länder und Regionen, in denen für Reisende ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Sie umfasst “fast die ganze Welt außerhalb der EU”, wie Spahn sagt, darunter mehrere südosteuropäische Staaten, aber auch Luxemburg in Mitteleuropa. Die Liste wird ständig aktualisiert. Maßgeblich dafür sind Faktoren wie die Neuinfiziertenzahl pro 100.000 Einwohner in dem Land (wenn höher als 50) oder die dort geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen. Auch wer aus keinem Risikogebiet kommt, soll sich künftig innerhalb von 72 Stunden testen lassen können. Dieser Test wäre allerdings freiwillig.

Was bringt ein solcher Test?
Das Ergebnis eines unmittelbar nach der Wiedereinreise vorgenommenen Tests ist nur bedingt aussagekräftig. Wer sich erst kurz vor der Abfahrt ansteckte, bei dem lässt sich das Virus möglicherweise noch gar nicht nachweisen. Aus medizinischer Sicht vernünftig wäre es deshalb, nicht nur positiv Getestete verpflichtend in die häusliche Quarantäne zu schicken, sondern auch die negativ Getesteten davon zu überzeugen, vorerst noch zu Hause zu bleiben – um sie dann nach einigen Tagen erneut zu testen. Die Gesundheitsminister haben sich allerdings darauf geeinigt, dass eine Quarantäne für Getestete mit negativem Ergebnis freiwillig bleiben soll. 

Für wen ist die zweiwöchige häusliche Quarantäne Pflicht?
Jede und jeder, der aus einem Risikogebiet kommt, muss nach wie vor in Quarantäne. Das ist unabhängig von den neuen Vorschriften zum Test. Wer positiv getestet wird, also infiziert ist, muss in Quarantäne bleiben. Ein negatives Testergebnis kann die Quarantäne beenden, heißt es im Beschluss der Gesundheitsminister. Sie empfehlen zudem einen Wiederholungstest nach etwa fünf bis sieben Tagen, da Tests stets “nur eine Momentaufnahme” zeigen. 

Quelle: Zeit online 

Auswärtiges Amt rät von Urlaubsreisen nach Katalonien ab

Betroffen sind auch die Touristenmetropole Barcelona, die Strände der Costa Brava sowie die Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen und die Kanaren bleiben vorerst verschont.

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen in Spanien rät das Auswärtige Amt nun von touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen ab. Betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca oder die Kanaren bleiben verschont. Das Auswärtige Amt begründete den Schritt am Dienstag in seinen Reisehinweisen für Spanien mit den „hohen Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen“.

Auf eine Reaktivierung der formellen Reisewarnung für die stark betroffenen Regionen verzichtete das Ministerium zunächst. Ein solcher Schritt hätte Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglicht. Das Abraten von Reisen ist quasi eine Alarmstufe darunter.

„Die Lage ist sehr kritisch“

Das Auswärtige Amt hatte die Reisewarnung für das besonders stark von der Corona-Pandemie getroffene Spanien erst am 21. Juni aufgehoben, nachdem die Regierung einen 14-wöchigen Notstand beendet hatte. Die Infektionszahlen waren in den vergangenen Tagen in einigen Gebieten wieder dramatisch gestiegen.
Die drei am stärksten betroffenen Regionen werden von der Bundesregierung aber trotz der hohen Infektionszahlen zunächst nicht zu Risikogebieten gezählt. Rückkehrer aus solchen Gebieten müssen künftig in Deutschland einen Corona-Test machen. In der Europäischen Union gilt das derzeit nur für Luxemburg.

Die katalanische Gesundheitsbehörde teilte am Montagabend mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 724 neue Infektionen registriert worden seien. Regionalpräsident Quim Torra rief die Menschen zu größter Vorsicht auf. „Die Lage ist sehr kritisch“, sagte er. Die nächsten zehn Tage seien „die wichtigsten dieses Sommers“. Man befinde sich schon fast wieder in einer Situation wie im März. Wenn die Zahlen weiter stiegen, müssten drastischere Maßnahmen ergriffen werden. Ausgangsbeschränkungen würden dann nicht mehr ausgeschlossen.

Die katalanische Regionalregierung bedauert dagegen, dass das Auswärtige Amt von Reisen in das nordspanische Gebiet abrät. Die Regionalregierung handle verantwortungsvoll und bemühe sich, Leben zu schützen. Mit mehr als 270.000 nachgewiesenen Infektionen und über 28.400 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder Europas. Zudem hat das Land aufgrund der Folgen der Pandemie allein im zweiten Quartal dieses Jahres mehr als eine Million Arbeitsplätze verloren. Arbeiter, die in Zwangsurlaub geschickt worden sind, sind da noch nicht eingerechnet.

Großbritannien hatte am Sonntag mit einer deutlich drastischeren Maßnahme als Deutschland auf die neue Infektionswelle reagiert und eine zweiwöchige Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ganz Spanien verhängt. Dies habe der spanischen Tourismusbranche „den Rest gegeben“, schrieb die Tageszeitung „El País“ am Montag. Die spanische Tourismusindustrie kommt in Normalzeiten für zwölf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts auf.

Aktuelle Covid-19-Risikogebiete und Reisewarnungen wegen Corona

Das Robert-Koch-Institut stuft derzeit viele Länder als Risikogebiete ein. Bis zum 31. August hat das Auswärtige Amt zudem Reisewarnungen für die meisten Staaten außerhalb von EU und Schengenraum ausgesprochen. Wer eine Reise plant, sollte sich vorher über die Lage im Zielland informieren.

Quelle: FAZ online 

 

Spahn will Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten angekündigt. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte, teilte Spahn sein Vorhaben den Gesundheitsministern der Länder mit. “Wir müssen verhindern, dass Rückkehrer unbemerkt andere anstecken und neue Infektionsketten auslösen”, so der Minister.

Eine entsprechende Verordnung soll kommende Woche in Kraft treten. Die Pflichttest sollen für die Reisenden laut Ministerium kostenfrei sein.

Auch Klose ist für Corona-Pflichttests für Reisende aus Risikogebieten

Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat sich für verpflichtende Corona-Tests bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag eine entsprechende Testpflicht angekündigt. Ob der Beschluss rechtssicher sei, müssten die Gerichte noch prüfen, sagte Klose im Deutschlandfunk. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein, sagte Spahn in verschiedenen Medien.

Klose betonte, der weitere Weg durch die Pandemie hänge davon ab, dass Einzelne ihre Eigenverantwortung für sich und die Gemeinschaft wahrnähmen. Entsprechend habe er zwar Verständnis, wenn gefordert werde, Reisende aus Risikogebieten sollten die Kosten für einen Corona-Test zumindest teilweise selbst übernehmen. “Auf der anderen Seite steht unser gemeinschaftliches Interesse,
möglichst keine Infektionsherde neu im Land zu haben.”

Quelle: Hessenschau