Kolumne vom 07.05.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit der Lockerung der Einschränkungen, die die Corona-Bekämpfung bislang mit sich brachte, ist auf den Straßen mehr Verkehr festzustellen. Damit einher gehen Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO), die unter anderem darauf abzielen, die Radfahrer besser zu schützen, das Radeln sicherer zu machen. Damit geht auch das Projekt zum Ausprobieren von e-Bikes und Pedelecs in die nächste Runde, das Portal zum Buchen einer zweiwöchigen Testzeit http://radfahren-neu-entdecken.de ist wieder geöffnet.

Für die Autofahrer bedeutet dieser Schutz der schwächeren Teilnehmer ohne Knautschzone höhere Verwarn- und Bußgelder beim Falschparken oder engen Überholen sowie die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit beim Rechtsabbiegen.

Auf die Radtour am 01. Mai haben vernünftigerweise viele verzichtet und es war auch sonst ruhig. Fast gespenstisch muteten die Areale an, die sonst mit geselligem Publikumsverkehr einladen, vom Kirchplatz St. Josef ohne Kirchweih bis zum Feuerwehrhaus Langstadt, vom Wittmunder Platz in Harpertshausen oder den Anglern in Hergershausen bis zum Flussufer in Harreshausen, selbst an Reithalle und Friedel-Wiesinger-Halle keine Menschenansammlungen – Gott und Wetter sei Dank.

Die langsamen Öffnungen sind zwar zwischen den Ländern abgestimmt, trotzdem kommt es zu unterschiedlichen Herangehensweisen und Zeitplänen, hier ist im Föderalismus unseres Landes z.B im Schulwesen mit unterschiedlichen Ferienzeiten durchaus eine unterschiedliche Herangehensweise nachvollziehbar, es gibt aber auch Fragen, warum es an einer Stelle so und dort dann doch anders gehandhabt wird. Das sieht man auch im Landkreis. Wer große Trauzimmer oder Trauerhallen hat, kann anders mit den RKI-Bestimmungen arbeiten als in historisch zwar ansprechenden aber manchmal engeren Gegebenheiten. Hier braucht es einfach auf das Verständnis, dass alle, die dafür Verantwortung tragen, die Maßnahmen nach bestem Wissen und zum Wohle der Allgemeinheit organisieren wollen. Die Spielplätze werden zeitnah wieder öffnen. Allerdings ist das in dicht bebauten großen Städten dringender als bei uns, wo die Kinder auch schnell in Wald und Flur sind. Auch hier muss die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Und Kinder halten eben die wichtigste – nämlich die Abstandsregel – dann doch nicht immer ein, wenn der Spieltrieb die Oberhand gewinnt.

Während am Mehrzweckgebäude der offenen Schule die Fenster eingesetzt sind, ist unsere Kita in der Martin-Luther-Straße inzwischen Großteils eingeräumt. Vereinet Kräfte von Erzieher*innen und Bauhof haben die Umzug gestemmt, ein örtliches Transportunternehmen hatte nach dem Einbruch im Sophie-Kehl-Haus noch tatkräftig unterstützt – wie der Blitz waren sie zur Stelle. Danke.

Da nach der Sitzung des Corona-Kabinetts am Freitag noch einige Fragen offengeblieben sind, arbeiten wir an den bereits entschiedenen Punkten zu Ihrer Sicherheit weiter und erwarten gespannt die nächsten Entscheidungen am gestrigen Mittwoch.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und auf Abstand,

Ihr Achim Knoke

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