Kolumne vom 30.04.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie diese Zeilen lesen, haben Bund und Länder sich wahrscheinlich schon kurzgeschlossen und verlauten lassen, wie es weitergehen soll. Bislang sind die meisten Menschen sensibel und abgeklärt genug, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Dies zeigt sich in den stabilen Werten in den Gesundheitsbereichen Krankenhaus, Rettungsdienst, Gesundheitsamt. Bislang täglich und weiter mehrfach wöchentlich besprechen wir den aktuellen Stand der Maßnahmen, von Notbetreuung in Schulen und Kitas über Sozialdienstleistereinsatzgesetz bis hin zu den Vorkehrungen in den Seniorenresidenzen.

Jubilaren kann derzeit nur telefonisch gratuliert werden, kleine Aufmerksamkeiten stellen wir RKI-konform vor die Tür.

Mit der ersten Lockerung der Maßnahmen ist der Recyclinghof wieder in Betrieb. Um lange Schlangen in den Zufahrten und dichtes Gedränge auf dem Hof zu vermeiden, bewähren sich die vorübergehend ausgedehnten Öffnungszeiten. Lieber nehmen wir etwas Leerlauf in Kauf als Infektionsgefahr steigernde Enge.

Das Rechnungsprüfungsamt arbeitet vom HomeOffice aus an unseren Jahresabschlüssen und wird alle offenen Vorgänge abarbeiten, auch, weil wir sie für den Antrag aus Mitteln aus dem Landesausgleichsstock benötigen. Auch sonst ist gerade im Finanzbereich nicht nur das Regelgeschäft wie der erste Quartalsbericht im Gange. Praktisch täglich werden Berechnungen aktualisiert, Zahlungsflüsse betrachtet, Liquidität gesichert. Gemeinsam durch alle Fachbereiche zieht sich diese Informationssammlung.

Zum Schwimmbad erwarten wir weitere Regelungen und Erkenntnisse. Das Chlorwasser ist Gift für das Covid-19 Virus. welche weiteren Bedingungen greifen müssen, um einen Betrieb sicher zu gestalten, ist bislang ungewiss. Entsprechend ist auch eine Eröffnung noch nicht mit Termin versehen. Auch hier sind Weisungen von Bund und Land erwartet.

In dem Zuge ist das Förderprogramm SWIM zur Unterstützung von Schwimmbädern in unserem Fokus, leider spart es das uns drängende Problem „Planschbecken“ explizit aus.

Auch zum Online-Zugangs-Gesetz (OZG) gibt es weitere Hinweise auf Fördermittel bei Interkommunaler Zusammenarbeit, die bereits in Vorbereitung ist. Hier sind wir ebenfalls im Schulterschluss mit den Nachbarkommunen.

Erstkommunion ausgefallen, kein Kirchgang an Ostern, der 1. Mai reiht sich ein in eine Liste von Tagen, die wir anders gewohnt sind. Die übliche Radtour um alle Stadtteile, die Gastfreundschaft der Vereine fehlt uns allen sicher. Den Vereinen fehlen die Einnahmen. Für sie gibt es Unterstützung im Rahmen der Soforthilfe des Landes. Unser Maianfang wird ohne Tanz in den Wonnemonat beginnen, das lange Wochenende hatten viele anders geplant. Suchen Sie sich einen Lieblingsplatz, machen Sie es sich gemütlich, rufen Sie einen alten Freund an, oder ganz altmodisch: mal wieder einen Brief schreiben …

Viele haben wie ich im Mai Hochzeitstag, für meine Tanja und mich wäre es der 25. Keine Party, die Trauzeugen bleiben daheim, wir feiern zu zweit. „… in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit …“ haben wir versprochen. Die guten Tage überwiegen bei weitem und die schlechten schweißen nur noch mehr zusammen.

Viele Grüße zum Maibeginn aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

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