Betrugsversuche im Kontext der Corona-Krise

1.     Das Hessen CyberCompetenceCenter – CERT-Hessen informiert, dass verstärkt Betrugsversuche und Versuche zur Verbreitung von Schadsoftware im Kontext der Corona-Pandemie beobachtet werden.

Firmen wie Privatpersonen erhalten in großem Umfang E-Mails, die auf staatliche Corona-Soforthilfen hinweisen sowie stark nachgefragte und schwer erhältliche Waren wie Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Corona-Schnelltests bewerben. Dabei wird auf Fake-Shops, eBay und ähnliche Dienste oder Webseiten verlinkt, die Schadsoftware verteilen. In vielen Fällen sind diese Angebote nicht seriös; die Opfer werden betrogen oder mit Schadsoftware angegriffen.
Darüber hinaus versuchen Angreifer Ihre Opfer mit vermeintlich geheimen oder konkreten, ortsbezogenen Informationen mit Corona-Bezug zum Öffnen von Dateianhängen oder Links, die Schadsoftware verbreiten, zu verleiten. Auch die verstärkte, oftmals spontan ermöglichte Nutzung von Telearbeit ist mit zusätzlichen Risiken verbunden.
Gleichzeitig wurden im Rahmen des Pandemie-Managements sehr schnell Kapazitäten erweitert oder neue geschaffen. Unabhängige Studien und Auswertungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik deuten darauf hin, dass dabei oft Sicherheitsaspekte zurückgestellt oder vernachlässigt wurden. Dies schafft zusätzliche Angriffspunkte, nach denen Cyberkriminelle derzeit gezielt suchen.

Das Hessen Cyber Competence Center empfiehlt:

  • Sensibilisieren Sie alle Beschäftigten, weisen Sie auf das besondere Risiko hin
  • Öffnen Sie keine Links in unverlangt zugesandten E-Mails
  • Überprüfen Sie vor dem Aufruf von Links diese mit Hilfe von Suchmaschinen
  • Bestellen Sie keine Waren in Internetshops, die Sie nicht kennen
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Vorkasse verlangt wird (Bezahlung vor Lieferung)Folgen Sie bitte keinen Links, die auf angeblich aktuelle, ortsbezogene Listen oder Karten mit Corona-Infizierten verweisen
  • Informieren Sie sich bitte ausschließlich bei seriösen Anbietern (wie z.B.: BEHÖRDEN, der HKG, dem RKI oder den Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks)

2.     Zudem warnen die Bundesagentur für Arbeit und die IHK Darmstadt vor Phishing-Mails an Arbeitgeber zum Thema Kurzarbeitergeld. Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2020-21-gefaelschte-mail-an-arbeitgeber-zum-kurzarbeitergeld-im-umlauf

3.     Auch die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule (Ober-Ramstadt) warnt vor betrügerischen Anrufen eines Callcenters aus Magdeburg. Die Anrufer geben vor, im Auftrag der Schule Spenden für neue Sportgeräte zu sammeln. Sollten derartige Anrufe eingehen, werden die Adressaten gebeten, die Polizei hiervon in Kenntnis zu setzen.

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