Kolumne vom 26.03.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

alle Anstrengungen gehen derzeit in die Richtung, die Ansteckungsrate so gering als möglich zu halten. Der Mensch ist ein soziales Wesen, sich von anderen konsequent fernzuhalten ist wider unsere Natur und erfordert Überwindung und Disziplin. Auch ich erwische mich immer wieder, jemandem die Hand reichen zu wollen. Im übertragenen Sinne machen wir das gerne weiter, auch wenn wir im wörtlichen Sinn darauf verzichten müssen.

Wir verzichten auf einiges. Hätte uns aber Weihnachten jemand erzählt, welche Entbehrungen diese Fastenzeit mit sich bringt, wir hätten es nicht geglaubt.

Der Sonntagmorgen war schon sehr skurril, die Straßen leer, niemand auf dem Weg zum Gottesdienst, wenige auf dem Weg vom oder zum Bäcker. Dabei fallen dann andere Besonderheiten auf. Im Kita-Neubau in der Martin-Luther-Straße zeigen Schwaden aus dem Schornstein, dass die Heizung bereits in Betrieb ist. Der Umzug in den Osterferien wird zwar eng, ist aber noch haltbar. Auch der Neubau der Mensa an der Schule geht weiter voran und in der Justus-Arnold-Straße komme es wegen eines Neubaus zur Innenverdichtung zu Einschränkungen der Durchfahrt.

Der Bauhof ist mit Sondergenehmigung immer noch in der Baumpflege unterwegs, kümmert sich aber gemeinsam mit dem Bauamt auch um die Wehre. Die Flüsse bringen derzeit viel Geäst und ganze Baumstämme, teilweise vom Bieber sauber abgenagt die Wasserläufe herunter. Auch in diesen besonderen Zeiten bleiben uns die normalen Alltagsthemen erhalten.

Gemeinsam mit Bundes- und Landesregierung und dem Landkreis und allen 23 Kommunen besprechen wir tagesaktuell die zu lösenden Probleme. Ich darf Ihnen versichern, dass hier eine beispielhafte Kooperation im Gange ist, die dazu führt, dass Herausforderungen von vielen Seiten und unterschiedlichen Kompetenzen betrachtet werden. Einige Kollegen betrachten besonders die juristischen Aspekte, andere die Finanzen, den Personaleinsatz, den Gesundheitsbereich, die Kinderbetreuung oder auch den Schutz der Mitarbeiter durch Home-Office, dazu muss die IT passen. Ihre Daseinsvorsorge bestmöglich aufrecht zu erhalten ist neben der Reduktion der Neuinfekte unser oberstes Ziel.

Für das Verständnis und die Vernunft, mit der alle Babenhäuser*innen in diesen Zeiten mit der Situation umgehen, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Bei den notwendigen Einschränkungen in unser aller täglichem Leben zum Schutz von uns allen, unseren Familien, Nachbarn und Freunden sind Ruhe und Flexibilität gefragt. Und sie alle liefern diese, das macht mich dankbar und stolz auf unsere Stadt.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.