Kolumne vom 18.03.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

zum Corona Virus haben Sie sicher die meisten Pressekonferenzen, Stellungnahmen und Hinweise weitestgehend verfolgen können. Eine genaue Betrachtung würde den Rahmen sprengen. Bund und Land geben die Marschrichtung vor. Sowohl der Landkreis als auch unsere Stadtverwaltung haben entsprechende Stäbe einberufen, um die Situation gemeinsam zu meistern.

Damit einher geht auch eine möglichst einheitliche Kommunikation. Es ist wenig zielführend, wenn unklare, interpretierbare oder gar widersprüchliche Aussagen getroffen werden. Diese Abstimmung benötigt oftmals Zeit, dafür erhalten alle aber ein klares Bild der Lage. Wer tief einsteigen möchte, dem sei der Podcast von NRD.info mit Herr Dr. Drosten empfohlen, der das Thema in klaren Worten beleuchtet, es lohnt sich.

Für unser soziales Leben, unsere Vereine, Geschäfte und Betriebe legen die wichtigen und richtigen Maßnahmen zur Verlangsamung der Infektion und zum Schutz besonders gefährdeter Gruppen durchaus beträchtliche Hürden in den Weg. Da sich der Sachstand, die Beschlusslage und auch die notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens als sehr dynamisch erweisen, wird unsere Flexibilität täglich aufs Neue gefordert. Ich bin überzeugt, dass wir die Aufgaben zusammen meistern, wie in der Vergangenheit auch. Vielleicht haben gerade uns die vergangenen Krisen und deren Bewältigung besonders auf diese nun wirklich große Herausforderung vorbereitet. Wir haben gemeinsam Stürme und Bomben mit Räumungen gemeistert, sind im engen Schulterschluss beispielhaft durch die Herausforderung der Flüchtlingswellen hindurchgegangen und werden auch diese Aufgabe gemeinsam meistern.

Mein Krisenstab hat nach Kräften in Abstimmung mit dem Landkreis die Basis geschaffen, dass unsere kommunale Infrastruktur an den kritischen Stellen weiterläuft. Der Brandschutz ist durch unsere Kamerad*innen der Feuerwehr gewährleistet, der Betrieb der Kläranlage ist sichergestellt. Das Rathaus steht direkt via E-Mail und Telefon zu Ihrer Verfügung, wir bitten lediglich, persönliche Vorsprachen auf ein erforderliches Minimum zu begrenzen und Termine zu vereinbaren, damit wir das Infektionsrisiko für Sie und uns minimieren. Der Bauhof hat Vorkehrungen gegen Tröpfcheninfektionen getroffen, wir schützen Sie und unsere Kolleg*innen durch möglichst große Abstände, haben wo möglich HomeOffice umgesetzt, damit ein Maximum an Sicherheit und Leistungsfähigkeit gewährleistet ist.

Im Landkreis ist die Situation in den Krankenhäusern, im Rettungsdienst und die Beschulung der Kinder nach den Vorgaben aus Wiesbaden bestmöglich geregelt. Hier geht mein Kompliment an die Lehrkräfte vor Ort. Wir haben in Kooperation mit den Kita-Betreibern die Verordnungen aus Wiesbaden umgesetzt. Auch hier geht mein Dank an die Erzieher*innen. Die Situation ist für die betroffenen Eltern eine echte Herausforderung, zumal ja die Großeltern zur Betreuung möglichst nicht herangezogen werden sollen. Schutz vor generationenübergreifenden Ansteckungen wie auch zwischen den Kindern ist das Ziel. Auch hier halten die Babenhäuser*innen zusammen und finden Lösungen.

Viele Grüße aus dem Rathaus, bleiben Sie gesund, gelassen und kreativ,

Ihr Achim Knoke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.