Kolumne des Bürgermeisters vom 25.04.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

„who you gonna call? – Goat-Busters!“ Nein, kein Tippfehler zur Titelmusik aus dem Film Ghostbusters, denn wer rettet die arme eingeklemmte Ziege aus ihrer misslichen Lage? Genau, unsere Feuerwehr rückt am Ostersonntag aus. Leider außerdem auch zu einer Ölspur, deren Verursacher nicht festgestellt werden konnte. Statt dessen Versicherung, bezahlt nun die Stadt den Einsatz.

Über die Feiertage hat sich im Rathaus nicht viel Neues ergeben, die Kollegen kommen mit ihren Familien aus dem Urlaub zurück, dann geben wir wieder Vollgas. Bis dahin waren schöne Termine zu den Osterveranstaltungen wahrzunehmen.

Vor den Feiertagen hat der Magistrat gemeinsam mit den Stadtführern in Personalunion mit Teilen der Arbeitsgruppe Tourismus und Stadtmarketing einen Rundgang durch unsere schöne Altstadt gemacht. An der Stadtmauer neben der Ev. Kirche taucht gerade durch die liebevolle Restauration des neuen Eigentümers ein lange unter Verschalung verborgenes Fachwerk wieder auf. Gleiches ist an vielen anderen Immobilien in allen historischen sechs Stadtkernen noch als ungehobener Kulturschatz im Dornröschen Schlaf. Hoffen wir, dass noch viele sich ihrer Schätze erinnern, wir unterstützen gern bei der Suche nach Fördermöglichkeiten bei Land und Bund.

Von der letzten Versammlung des Gersprenzverbandes wurde an dieser Stelle bereits kurz berichtet. Der Retensionsraum „Herrensee“ flussaufwärts ist fertiggestellt und bedarf noch der Abnahme. Dazu muss die Fläche mit Wasser gefüllt werden. Die Trockenheit 2018 hat das verhindert. Leider sieht es für 2019 schon heute nicht wesentlich besser aus, wie auch die Waldbrandwarnstufe deutlich macht. Die Maßnahme Herrensee wird hoffentlich 2020 beendet werden und hat dann 5 Mio. € gekostet, damit im unteren Flusslauf, also auch bei uns, Überschwemmungen wirkungsvoll verhindert werden können. Am Richer Bach wird die nächste Maßnahme dazu folgen. Die Fischaufstiegsanlage an der Konfurter Mühle mit 250.000 € ist auch beendet, 85% davon hat das Land Hessen gefördert. Zur Erfüllung der Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie sind aber noch einige Arbeiten an Gersprenz und Nebenflüssen erforderlich. Der Verband ist dazu aber gut aufgestellt. Die Maßnahmen an den von Bäumen gesäumten Wasserläufen nach Sturmtief Fabienne haben in 2018 zwar ein 200.000 € Loch in die Kasse gerissen, in 2019 schließt der Wirtschaftsplan allerdings mit einem 5-stelligen Plus-Betrag.

Der vergangene trockene Sommer, die Frühlingsstürme in Nordhessen, die Spätsommerstürme hier im Süden haben dem Wald hart zugesetzt. Das spüren wir heute an den Holzpreisen, aber auch an der Verfügbarkeit von Setzlingen zur Wiederaufforstung und an der Entwicklung der Schädlinge. Im Stadtgebiet hat der Baumgutachter an einigen Stellen einen Befall mit Borkenkäfern festgestellt. Wir haben sofort mit den Kollegen der Naturschutzbehörde Kontakt aufgenommen und werden, um eine Verbreitung zu verhindern, einige Bäume im öffentlichen Raum trotz Setz- und Brutzeit fällen müssen. Dieses Holz muss dann schnellstmöglich verbrannt werden, denn der Käfer breitet sich sonst schnell aus. Also wundern Sie sich nicht, wenn die Kettensägen arbeiten, die Maßnahmen sind abgestimmt und leider nicht vermeidbar.

Im Schwimmbad sind die meisten Reinigungsmaßnahmen im Gange oder schon fertig. Die Eröffnung kann am 12.05.2019 stattfinden, es besteht also die Möglichkeit, den Muttertag im Schwimmbad zu verbringen.

Frühlingsgrüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

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