Kolumne vom 28.03.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

persönlich überrascht war ich vergangene Woche, nachdem ich feststellen musste, dass die lange Wartezeit auf die Ummarkierugen auf der Bouxwiller Straße ursächlich nicht Teil einer Gesamtaktion zur Ertüchtigung der weißen Linien war. Meine Erwartungshaltung war tatsächlich, dass vom Bahnhof bis zum Kreisel mit der Baggerschaufel die abgeplatzten Markierungen erneuert werden, wenn wir schon neun Monate warten müssen.

Diese Enttäuschung wurde rasch aus der Welt geschafft, überlagert durch die schiere Fassungslosigkeit ob der gleichmäßigen Verteilung von Waschbetonplatten oder Teilen derselben in mehr

oder weniger regelmäßigen Abständen entlang des Uferweges der Lache in Verlängerung der Waldstraße. Schockierend ist dabei nicht der Akt illegaler Entsorgung – da sind wir ja einiges gewohnt. Hätten wir diese Hinterlassenschaften nicht zeitnah gefunden und eingesammelt, hätte es bei der Böschungspflege im besten Fall nur die Maschinen zerlegt, die mit unser aller Steuermittel hätten repariert werden müssen. Im schlimmsten Fall wären durch umherfliegende Trümmer Menschen zu Schaden gekommen. Man fragt sich wirklich, was sich diese Menschen bei solchen

Aktionen denken.

Doch es gibt auch positives zu berichten, von tollen Begegnungen mit Mitbürgern, die sich wirklich Gedanken um ihr Umfeld machen bis hin zu der großartigen Nachbarschaft, die gerade in Krisensituationen zu Tage tritt. Der Wasserrohrbruch in der Straßburger Str. zeigte, wie Menschen sich gegenseitig helfen und unterstützen. Es sind sicher die bewegenden Momente, wenn man nass, kalt und müde aus seinem vom Wasser und Schlamm befreiten Keller kommt in eine Wohnung, in der kein Wasser fließt und Nachbarn sagen: Komm rüber, Du kannst heiß duschen, dich aufwärmen.

In vielen Vereinen finden derzeit Jahreshauptversammlungen statt. Vorstände werden neu besetzt, Aufgaben werden mit tief empfundenem Dank von erfahrenen Schultern genommen und auf neue kräftige Schultern gelegt. Wir können dankbar sein für unsere reiche, vielfältige Vereinswelt und die Menschen, die sie tragen.

Im Rathaus durften wir mit drei Kollegen das 25-jährige Dienstjubiläum feiern, mussten uns aber auch von zwei geschätzten Kollegen verabschieden, die ihre berufliche Zukunft auf andere Wege führt.

Zu guter Letzt erwarten wir mit großer Freude zum Ostermarkt auch wieder Besuch aus unserer Partnerstadt Bouxwiller, mein Amtskollege Alain Janus und Patrick Michel können unserer Einladung folgen.

In unserer schönen Umgebung nahmen viele das schöne Wetter für Spaziergänge oder Radtouren zum Anlass. Unsere vielfältige Gastronomie in allen Stadtteilen versorgte viele Besucher entlang der Rad- und Wanderwege mit Kaffee, Kuchen und Eis. Genießen Sie am Wochenende die Schönheit und Gastfreundschaft unserer Heimat.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

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