Kolumne vom 23.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am Montag ging eine traurige Nachricht nicht nur im Rathaus ein, sondern auch wie das berühmte Lauffeuer durch die Verwaltungsfamilie hindurch. Am Wochenende ist unser Kollege Bürgermeister a.D. Norbert Schäfer verstorben. Viele jüngere Kollegen haben ihn nicht mehr im Dienst erlebt, aber zwölf Jahre Wirken hinterlässt im kollektiven Gedächtnis einer Belegschaft Erinnerungen und Geschichten. Ich selbst kann trotz bald drei Jahren im Amt kaum ermessen, welche vielfältigen Dinge sich in den bewegten Jahren ereignet haben, aber das Ansehen Babenhausens hat sich durch den Vorgänger im Amt maßgeblich zum Besseren verändert. Stadthallensanierung, Gründung der Sozialstation und die Verschwisterung mit Bouxwiller sind weitere Meilensteine in der jüngeren Geschichte der Stadt. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung über alle politischen Unterschiede hinweg. Unsere Gedanken sind bei seinen Hinterbliebenen.

Ähnlich prägend ist die Lebensleistung von Eckehard Colmar, den wir in Langstadt ehren durften. Seine Leistung im Bereich des Sports, der Gemeinschaft Langstadts, der Jugendarbeit haben tiefe Spuren hinterlassen. Als Namensgeber für die Sporthalle konnten wir ihm die Ehre erweisen.

Die Aufgaben eines Bürgermeisters sind vielschichtig. Ich bin sicher, dass alle meine Vorgänger ähnlich schöne Erlebnisse mit sich tragen, wie sie meine vergangene Woche beinhaltet. Die herzliche Aufnahme bei einer Diamantenen Hochzeit an die Tafel im Familien- und Freundeskreis ist hier ebenso zu nennen wie der Vorlesetag im Kindergarten und der Stadtbücherei –  Begegnungen, die Motivation und Ansporn sind. Das Jubiläum des Weltladens in unserer Bummelgass‘, seit 25 Jahren gibt es hier die Möglichkeit, den fairen Handel zu unterstützen.

Trotz illegaler Müllentsorgung, einem teilweise doch sehr ignoranten Verhalten gegenüber der Straßenverkehrsordnung und der Beschädigung von Gemeingut sind es die positiven Erlebnisse, die prägen, die in Erinnerung bleiben, die vorantreiben. Probleme sind zum Lösen da. Derzeit überlegen wir, wie wir in der Abschlussphase der Rathaussanierung unseren Dienst auch bei vorübergehender Wartung des Fahrstuhls auch für unsere Bürgerinnen und Bürger erbringen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Leider können wir nicht alle Arbeiten in die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr legen, in denen das Rathaus dieses Jahr nur in einer Notbetriebsbesetzung arbeitet. Auch diese Aufgaben werden wir meistern.

 

 

Mit vielen Grüßen aus dem Rathaus.

Ihr Achim Knoke

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