Kolumne vom 30.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Herbst bringt Dunkelheit, aber auch Farbenpracht, und diese Zeit steht in der Tat unter dem Motto: „Licht und Schatten“.

Zusammenarbeit bringt in der Regel bessere Ergebnisse als Einzelaktionen. Deshalb haben sich die IT-Spezialisten der Kommunen des Landkreises zu einem regen Gedankenaustausch getroffen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit gemeinsam und mit den Kollegen der Kreisverwaltung erörtert. Diese Initiative ging von Babenhausen aus und wurde durch alle Kommunen unterstützt, namentlich mein Kollege Seibold aus Erzhausen hat die Organisation mitgetragen. Auch im Wegebau sind wir mit den Kollegen aus Schaafheim und Stockstadt in Gesprächen, um aus einzelnen notwendigen Reparaturaktionen ein Ganzes zu stricken, das Bestand hat.

Bestand hat auch die hohe Qualität der Ausbildung und Betreuung unserer Jugendfeuerwehren. Das Qualitätssiegel, eine im Landkreis Darmstadt-Dieburg geborene Idee wurde hier nicht nur aus der Taufe gehoben, sie erfreut sich bester Gesundheit. Und nicht nur alle unsere Jugendfeuerwehren in Babenhausen samt Ortsteilen und praktisch alle Kommunen des Kreises (ja, ein Dorf leistet erbitterten Widerstand) sind zertifiziert, eine hessische Idee setzt sich durch und das Land Sachsen hat diese Qualitätsmaßnahme für die Jugendfeuerwehren im Freistaat übernommen.

Nach einer schönen Zeit beim Seniorennachmittag hatte Babenhausen im Landkreis den weitesten Weg zur Verabschiedung des Kollegen Martini, der das Bürgermeisteramt in Bickenbach nach 24 Jahren in die Hände seines Nachfolgers legt.

Für einen Abschied ganz anderer Art kamen am Montag meine Kollegen aus Bouxwiller und seinen Stadtteilen, um einen der Väter unserer Städtepartnerschaft zu betrauern. Unserem Altbürgermeister Norbert Schäfer haben wir in würdigem Rahmen mit nicht weniger als sechs anwesenden Bürgermeistern die letzte Ehre erwiesen und behalten ihn in Dankbarkeit in unseren Gedanken. Wie traurig und überflüssig war da der Feuerwehreinsatz an der Bahn zwischen Harreshausen und Stockstadt, als ein junger Mensch sein Leben nicht mehr wertschätzen kann.

Von einem weiteren Urgestein unserer Stadt, der ersten und jüngsten Stadtverordnetenvorsteherin in Hessen, Frau Ruth Steinmeyer, mussten wir unerwartet Abschied nehmen. Am Mittwoch erreichte mich die Nachricht vom Tod einer geschätzten Mitstreiterin. Umso schöner war es, am Freitag ihrer Stimme noch einmal zu hören, denn das Zeitzeugenprojekt hat auch sie mit Stimme, Stimmung und Geschichte für die Nachwelt in besonderer Weise erhalten.

Licht und Schatten liegen eng beieinander. Der Besuch der Grundschulklasse im Rathaus zur Fragestunde mit dem Bürgermeister ist ebenso willkommen wie die Bilanz der Gesellschafterversammlung unserer Sozialstation, die wie in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Jahr abschließt.

Am Freitag erhalten wir erneut eine etwas längere Teststellung. Ein BMW i3 als reines Elektroauto darf von der Stadt getestet werden. Wundern Sie sich nicht, wenn die Kollegen mit dem schicken modernen Vehikel unterwegs sind, bei uns ist kein Reichtum ausgebrochen – alles nur geliehen. Trotzdem sehen wir uns vielleicht beim Weihnachtsmarkt in Babenhausen, dem Nikolausmarkt in Langstadt, am Dalles in Hergershausen oder dem Seniorennachmittag in Harpertshausen. Viele zeitgleiche Termine am 1. Advent  ermöglichen es vielleicht dem ein oder anderen, den 2. Advent auf dem Weihnachtsmarkt in Bouxwiller zu verbringen.

 

Mit den herzlichsten Adventsgrüßen aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke mit allen Kolleginnen und Kollegen

 

Kolumne vom 23.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am Montag ging eine traurige Nachricht nicht nur im Rathaus ein, sondern auch wie das berühmte Lauffeuer durch die Verwaltungsfamilie hindurch. Am Wochenende ist unser Kollege Bürgermeister a.D. Norbert Schäfer verstorben. Viele jüngere Kollegen haben ihn nicht mehr im Dienst erlebt, aber zwölf Jahre Wirken hinterlässt im kollektiven Gedächtnis einer Belegschaft Erinnerungen und Geschichten. Ich selbst kann trotz bald drei Jahren im Amt kaum ermessen, welche vielfältigen Dinge sich in den bewegten Jahren ereignet haben, aber das Ansehen Babenhausens hat sich durch den Vorgänger im Amt maßgeblich zum Besseren verändert. Stadthallensanierung, Gründung der Sozialstation und die Verschwisterung mit Bouxwiller sind weitere Meilensteine in der jüngeren Geschichte der Stadt. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung über alle politischen Unterschiede hinweg. Unsere Gedanken sind bei seinen Hinterbliebenen.

Ähnlich prägend ist die Lebensleistung von Eckehard Colmar, den wir in Langstadt ehren durften. Seine Leistung im Bereich des Sports, der Gemeinschaft Langstadts, der Jugendarbeit haben tiefe Spuren hinterlassen. Als Namensgeber für die Sporthalle konnten wir ihm die Ehre erweisen.

Die Aufgaben eines Bürgermeisters sind vielschichtig. Ich bin sicher, dass alle meine Vorgänger ähnlich schöne Erlebnisse mit sich tragen, wie sie meine vergangene Woche beinhaltet. Die herzliche Aufnahme bei einer Diamantenen Hochzeit an die Tafel im Familien- und Freundeskreis ist hier ebenso zu nennen wie der Vorlesetag im Kindergarten und der Stadtbücherei –  Begegnungen, die Motivation und Ansporn sind. Das Jubiläum des Weltladens in unserer Bummelgass‘, seit 25 Jahren gibt es hier die Möglichkeit, den fairen Handel zu unterstützen.

Trotz illegaler Müllentsorgung, einem teilweise doch sehr ignoranten Verhalten gegenüber der Straßenverkehrsordnung und der Beschädigung von Gemeingut sind es die positiven Erlebnisse, die prägen, die in Erinnerung bleiben, die vorantreiben. Probleme sind zum Lösen da. Derzeit überlegen wir, wie wir in der Abschlussphase der Rathaussanierung unseren Dienst auch bei vorübergehender Wartung des Fahrstuhls auch für unsere Bürgerinnen und Bürger erbringen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Leider können wir nicht alle Arbeiten in die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr legen, in denen das Rathaus dieses Jahr nur in einer Notbetriebsbesetzung arbeitet. Auch diese Aufgaben werden wir meistern.

 

 

Mit vielen Grüßen aus dem Rathaus.

Ihr Achim Knoke

pflanzlicher Müll

Es geht gerade weiter, drei Containerfüllungen gemischtes Erdmaterial sind wild abgeladen worden. Möglicherweise hat jemand seinen Gartenbauer regelkonform bezahlt, und der hat durch die illegale Entsorgung seinen Gewinn vergrößert. Die Stadt muss es auf Kosten der Steuerzahler entsorgen, wenn wir den Verursacher nicht finden können. Sind in Ihrer Nachbarschaft gerade Erd- oder Gartenarbeiten im Gange? Vielleicht zahlen Sie mit?

Autosperre Radweg

Passend zur Fahrbahnerneuerung auf der B26 haben unbekannte die Sperrpfosten auf dem Radweg entlang der Bahn nach Sickenhofen zerstört. Am Freitag hat der Bauhof eine provisorische Sperre zum Schutz der Radfahrer und Fußgänger aufgebaut:

Bau der Sperrre Freitag

 

Damit waren die Radfahrer sicher.

Leider wurde diese Sperre über dass Wochenende zerstört und umfahren, die Autos haben sich beim umfahren durch das frisch eingesäte Feld festgefahren.

Am Montag haben wir die Sperre und das Feld in schlimmem Zustand vorgefunden und notdürftig hergerichtet.

Die Ignoranz der Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger und der Straßenverkehrsordnung ist erschreckend, ebenso die bewußte Beschädigung des Eigentums der Landwirte und der Stadt.

 

Hier kann man sich ein Bild machen, durch mehrere Bilder….

Sperre Montag mit Spuren im Feld

Zerstörte Sperre

Details festgefahren

Im Feld festgefahren

wieder hergerichtet, Schäden

Kolumne vom 16.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

treffen Sie schon Vorbereitungen für den Winter? Haben Sie die Winterreifen schon aufgezogen? Nachdem ich heute Morgen die Wasserversorgung des Gartens stillgelegt habe, informierte mich unser Bauhof, dass auch die Friedhöfe frostsicher gemacht werden. Sie finden nun nur noch an den „Winterzapfstellen“ Wasserdruck vor und auch nur noch bis zum ersten Frost. Bitte wundern Sie sich nicht, wenn Ihre nächste Zapfstelle kein Wasser mehr führt.

Vorbereitungen für das nächste Jahr auch beim „Wasserverband Gersprenz“. Vorstandssitzung und Jahreshauptversammlung sind durchgeführt, der Wirtschaftsplan beschlossen. Für uns stehen die Fischtreppe an der Konfurter Mühle und das Wehr in Harreshausen auf dem Programm für die nahe Zukunft.

Leider müssen wir auch den Feuerwehrbedarfsplan kurzfristig anpassen. Da ein Löschfahrzeug irreparabel am Tank beschädigt ist, musste die Prioritätenliste zur Neubeschaffung kurzfristig geändert werden. Dies fand bei der Bürgermeisterdienstversammlung unter den Kollegen Verständnis. Die Neuanschaffung war für Babenhausen erst in 2021 geplant und muss nun vorgezogen werden.

Weitere Termine wie die Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, eine Expertenrunde der entega zum Thema Datenschutz und Datensicherheit, die Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes VDK standen ebenso im Kalender wie der Kennenlerntermin mit dem neuen Jugendamtsleiter des Landkreises, Gesprächen zur interkommunalen Zusammenarbeit aber auch das Schlachtfest in Sickenhofen oder der Martinsmarkt der Kirchengemeinde St. Josef. In Babenhausen ist eben immer was los.

Neu ist auch Standort und Gestaltung des Aushangkastens des Jugendforums. Direkt im Haupteingang des Rathauses rechts sind nun aktuelle Informationen zu den Aktionen zu finden. Ebenso neu ist ein öffentlicher Bücherschrank im Warteraum des Bahnhofs, der zeitnah bestückt werden soll, um einen regen Austausch zu ermöglichen.

In unserem Bemühen, die Stadt ordentlich zu präsentieren, ringen wir oft mit uneinsichtigen Tierhaltern, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht ordnungsgemäß entsorgen. Dies ist auch in der vergangenen Woche geschehen, allerdings anders als gewöhnlich. Daher hier ein nicht ganz ernst gemeinter „Fahndungsaufruf“:

Die Stadt Babenhausen sucht einen Tierhalter, sein Huftier hat wiederholt die Straßen der Stadt verschmutzt. Der Täter ist vermutlich mit einem Schwert bewaffnet, aber ungefährlich. Er ist zu Pferd unterwegs und erkennbar an einem halbierten Reitermantel römischer Machart. Oft folgen ihm singende Kinder, die Laternen tragen. Eine latente Abwehrhaltung zu Gänsen ist zu vermuten. Sachdienliche Hinweise nimmt das Ordnungsamt entgegen. Sollten Sie ihm begegnen, begrüßen Sie ihn freundlich, er selbst ist ein Menschenfreund, von dem nur der Vorname „Martin“ bekannt ist.

Mit vielen Grüßen aus dem Rathaus.

Ihr Achim Knoke

 

Kolumne des Bürgermeisters vom 09.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der November kommt mit bunten Farben im Wald und Flur, mit Wind Drachen steigen auf Feldwegen um abgeerntete Felder, dampfenden Kakaotassen im Kreis der Familien in eingeheizten Stuben. Er bringt Regen und Sturm, gelegentlich Wasser im Keller zusätzlich zu den normalen Einsätzen für unsere Feuerwehrkameraden, die unserer Gesellschaft so selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn noch nicht geschehen, ist das die Zeit, mindestens eine passive Mitgliedschaft einzugehen, gern aber auch die Einsatzabteilung oder die Jugendfeuerwehr zu unterstützen, auch das ist Heimat, Lokalpatriotismus.

Zum Jahresendgeschäft gehört im Rathaus die Vorbereitung und Durchführung der Debatten zum Haushalt. Nicht nur der Terminkalender des Bürgermeisters ist gefüllt, Jahresabschlüsse, Rechnungsstellung und Abarbeitung, die Rückmeldungen zu den wiederkehrenden Straßenbeiträgen nehmen zusätzlich die Kolleginnen und Kollegen in Anspruch, wie bei Ihnen im Arbeitsumfeld sicher auch.

Da sind dann frisch abgeräumte Müllecken, die innerhalb von zwei Tagen neu missbraucht werden, dann schon Stimmungsdämpfer. Und welche Menschen fragwürdiger mentaler Kapazitäten Neonröhren auf Bolzplatzrasen zerschlägt, um im November schon den Eindruck von Schnee zu erwecken, bleibt offen, denn niemand hat etwas gesehen.

Das erschüttert uns aber nicht, denn viele schöne Eindrücke und Entwicklungen nehmen ihren Lauf. Allein die vergangene Woche war mit der wunderschönen Nacht der Lichter, dem parlamentarischen Abend und unseren neuen Ehrenbürgern von Highlights geprägt. Ein 90er Geburtstag, der Seniorennachmittag in Hergershausen, der Räuchertag der Jugend des ASV Hergershausen, die Versammlung der Jagdgenossen in Harreshausen, ein Interview der 4. Klasse der Grundschule zur eigenen Heimatstadt, all das motiviert, sich für unser Babenhausen ins Zeug zu legen.

Zwischen den Lachewiesen und dem Bahndamm sind die Felder bald abgeerntet und ein Versuch ist geplant, den Schwarzwildbestand dort zu regulieren, also bitte nicht erschrecken, wenn es knallt, es gibt nur „Terror“ gegen Wildschweine, keine schwarzen IS-Flaggen, sondern Schwarzwild.

Mit besten Wünschen für kuschelig warme Momente daheim im Familien- und Freundeskreis nach Spaziergängen durch die bunte Babenhäuser Herbstlandschaften von Harpertshausen bis Harreshausen

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 03.11.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

eine ereignisreiche Woche, durch den besonderen Feiertag anlässlich der 500 Jahre Reformation eine kurze und durch eine Verschiebung des Erscheinungstages unserer Babenhäuser Zeitung eine besondere, liegen hinter uns.

Gestern konnten wir die nächste Auflage von der „Nacht der Lichter“ in unserer Innenstadt erleben, die der Gewerbeverein in gewohnter Qualität und zu unser aller Freude ausgerichtet hat. Zunächst gefehlt haben die politischen Mandatsträger, denn leider konnte sich die Terminüberschneidung mit dem parlamentarischen Abend der Stadtverordnetenversammlung nicht vermeiden lassen. Hier wurden Menschen geehrt, die sich um unsere schöne Stadt mit all ihrer Vielfalt verdient gemacht haben.

Die Vernissage „Menschen im Augenblick“ lud bereits am Mittwoch in die Bummelgass ein, schauen Sie im Hause „Optik Wiese“ mal rein.

Über 500 Jahre Reformation ist viel gesagt und geschrieben worden. Was dabei oft nicht hinreichend gewürdigt wird, ist die Leistung Martin Luthers, uns gemeinsam mit der Erfindung des Buchdrucks und seiner Deutscher Bibelübersetzung die Basis für unsere gemeinsamen Deutsche Sprache im Vielvölkerstaat gegeben zu haben.

Der Runde Tisch zum Schwimmbad hat Empfehlungen für die Stadtverordnetenversammlung erarbeitet, die nun in die parlamentarische Diskussion und Beschlussfassung eingespeist werden. In der kommenden Woche beraten die Ausschüsse unter anderem auch über diese Themen.

War am Samstagabend noch der Jahresabschluss unserer Feuerwehr geprägt von feierlichem Beisammensein mit Ehrung verdienter Kameraden für lange Zugehörigkeit, startete der Montag direkt mit zwei Einsätzen, die nicht wie vielleicht erwartet mit den hohen Windgeschwindigkeiten des Wochenendes zu tun hatten.

Damit sind wir beim Tag der offenen Tür in der Kaserne. Begann der Sonntag noch regnerisch, so  hatte Petrus ein Einsehen mit uns und schenkte uns einen kühlen aber doch trockenen Tag zum Aufbruch in eine neue Zeit. Das große Interesse lohnte dann die vielen Mühen der Organisation und ein herzliches Danke geht an alle fleißigen Hände, die diesen Tag ermöglicht haben, insbesondere den Turnverein, der alle versorgt hat, bis die letzte Dippe leer war.

Vielleicht sehen wir uns am Samstag beim 90. Jubiläum des Kreis Chorverbandes in der Halle in Münster oder bei den Anglern in Hergershausen am Sonntag.

 

Ein schönes Wochenende und einen guten Einstieg in den November,

 

mit vielen Grüßen aus dem Rathaus.

 

Ihr Achim Knoke