Kolumne vom 05.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie haben Sie den 03. Oktober begangen? Als zusätzlichen Ferientag? Als Brückentag für ein schönes langes Wochenende, vielleicht mit der Familie? Während meine Tochter den Montagabend für eine sehr spontane kleine Party mit Freunden nutze, waren auch für mich einige Arbeiten unter „Haus & Hof“ zu erledigen, bevor der Terminkalender zum Dienst ruft. Trotz alledem: der Tag der Deutschen Einheit ist Grund zum Feiern, und zwar aus zwei Gründen: Die gewaltsame und ideologisch geprägte Trennung von Staaten und Menschen fand ein Ende. Und dieses Ende kam in friedlichen Protest, gewaltfrei, zivilisiert, menschlich. Schaut man sich die Krisenherde auf dem Erdball an, so kann Deutschland zu recht stolz sein, auf die Aufhebung der Spaltung und die Art und Weise, wie es dazu gekommen ist.

In Babenhausen sind auch Grenzen verschwunden. Wir sind nicht mehr eine durch Gebietsreform zusammengekommene Gruppe von Gruppen, wir sind eine Stadt, jeder von uns ist Harreshäuser, Sickenhöfer, Hergershäuser, Harpertshäuser, Langstädter, Babenhäuser. Sechs wunderbare Stadtteile einer Stadt, inzwischen gehören wir zusammen, ohne unsere Wurzeln zu vergessen.

In der vergangenen Woche war ich in vier der sechs Stadteile unterwegs, Kelterfest in Hergershausen und Jubiläum, Kerb in Harpertshausen, Jubiläum in Langstadt, Eiserne Hochzeit in Babenhausen.

Und überall tut sich etwas. Kräne und Bagger zeigen, wo gebaut, saniert und erneuert wird. In all der Veränderung Konstanz: Ein kleiner Junge steht am Baustellenzaun mit seiner Mama und beobachtet den Bagger bei der Arbeit. Es erinnert mich an die Faszination, mit der mein Bruder und ich als Kinder genauso gebannt dort standen. Schön, dass die Kinder das heute noch genauso machen.

Etwas weiter draußen an der Konfurter Mühle wird die Fischtreppe bald in Angriff genommen, der Gersprenzverband legt sich ins Zeug, um dieses Projekt zwischen Sickenhofen und Babenhausen abzuschließen. Leider wurde die gerade in Stand gesetzte Schranke dort erneut beschädigt, sodass es zu weiteren Verzögerungen für die Anwohner und Landwirte kommen wird.

Aus anderem Grunde gibt es entsprechende Bauzäune am Bahnhof. Zwar können Fußgänger bereits durch die Unterführung am Bahnhof gehen, auch Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle finden den Weg, für Radfahrer muss aber noch eine bessere Lösung her. Derweil ist die „naturnahe“ Unterführung hinten am Tierheim bald Baustelle, die Deutsche Bahn ertüchtigt den Durchgang unter den beiden Bahndämmen dort.

Und der Herbst bringt Standartaufgaben mit sich. Unter anderem ist das Schwimmbad winterfertig eingepackt, allerdings sind dort nach wie vor Kollegen vom Bauhof unterwegs, denn die Anlage im Bauch des Schiffes bedarf auch im Winter der regelmäßigen Kontrolle und Pflege. Im Mai geht dann die nächste Badesaison los. Der Betrieb in 2018 ist wie in 2017 gesichert.

Wir haben das Erntedankfest gefeiert, der Sommer war nass, es hat manche Frucht nicht den erwünschten Ertrag gebracht. Trotzdem ist genug zu Essen da, wir können dankbar sein für den Wohlstand, in dem unsere Kinder aufwachsen können.

 

mit herbstlichen Grüßen aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

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