Kolumne vom 28.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

noch etwas einsam steht ein Radlader im Eingangsbereich der Kaserne, zum Bewegen von schweren Teilen, zur Vorbereitung von Flächen ist aber das Gerät vor Ort.

An anderen Stellen bewegt sich schon richtig was. Der Fortgang in den Baugebieten Lachewiesen, in Harreshausen und Langstadt ist sichtbar, und auch im Gewerbegebiet „Im Riemen“ geht es voran. An der Brauerei ist bereits viel geschehen und in der Martin-Luther-Straße wurde der alte Kindergarten niedergelegt, die Kinderkiste musste weichen, und auch der Frontbau der Grundschule ist bald nicht mehr. Viele haben enge und gute Erinnerungen an das, was sie in diesen Gebäuden erlebt und erfahren haben, sodass etwas Schwermut durchaus nachvollziehbar ist, das ist menschlich. Ausschlaggebend ist aber sicher auch, dass hier Raum entsteht für etwas Neues. Kommende Generationen werden hier in einem schönen Kindergarten eine tolle Vorschulzeit erleben, Freunde fürs Leben kennenlernen und neue Erinnerungen sammeln.

Es freut mich, dass viele die Anfahrt zur Grundschule über den Stadthallenparkplatz wählen, denn hier kommen die Kinder viel sicherer auf das Schulgelände, als in der ohnehin engeren Martin-Luther-Straße, in der auch noch Baustellen und große Fahrzeuge den Zugang erschweren. Die wenigen, die sich diesen Weg zumuten, oft noch auf der falschen Straßenseite und in Parkverbot halten, um die Kinder dann noch auf der Straßenseite aussteigen zu lassen, kann ich nur bedingt verstehen. Aus Freiheit folgt eben auch immer persönliche Verantwortung.

Genau das war Thema am Montag. Im Zuge der Interkulturellen Wochen konnten hautnah persönliche Geschichten zum Thema Meinungs- Rede- und Pressefreiheit ausgetauscht werden. Wie fühlt sich das an, wenn man aus dem Iran nach Deutschland kommt, welche Erlebnisse bringen Afghanen aus Ihrem Land mit, wie fühlte sich der Mauerfall in unserem eigenen Land an? Gedankenaustausch hautnah, persönlich, spannend, authentisch, Danke an alle Teilnehmer im Jugendcafe, es war ein sehr interessanter Abend.

Viele Möglichkeiten zum Gespräch gab es zum Gartenfest am Sophie-Kehl-Heim, beim Kürbisfest in Sickenhofen, beim Kirchenjubiläum in Harpertshausen, der Herigar-Cafe in Hergershausen oder der Kerb in Langstadt. Auch in den Kirchengemeinden anlässlich des Erntedankfestes, in der Kunstausstellung in Sickenhofen oder auf den Wegen von und zum Wahllokal. Menschen im Gespräch – eine gute Sache.

Vor Wochen hatten wir eine Initiative gestartet, bei der nicht mehr verwendete Mobiltelefone gesammelt und der Erlös dem Erhalt der bedrohten Gorillas gespendet wurden. Als Teil dieser Aktion sind bereits 7.000€ gespendet worden, und wir sind noch nicht fertig. In Rathaus und Recyclinghof am Bauhof können Sie Ihre alten Geräte nach wie vor dieser Aktion zur Verfügung stellen. Nicht nur vor Ort mit den Przewalski-Pferden tragen wir Babenhäuser damit aktiv zum Artenschutz bei. „Global denken – lokal handeln“ ist damit in Babenhausen nicht nur ein Bekenntnis, wir leben gemeinsam diese Idee. Herzlichen Dank dafür.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

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