Seite 2 vom 27.04.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Dienstagmorgen, die Augen öffnen sich, der Wecker zeigt reichlich Zeit zum ersten Termin, aber irgendwas stimmt nicht. Kennen Sie das Gefühl? Ist Sonntag? Was ist falsch? Es ist die Sonntägliche Ruhe, die Stille. Kein Piep-Piep von rückwärtsfahrenden Baumaschinen, keine Baggermotoren, Stille in Lachewiesen II. Die Erschließung ist abgeschlossen, das große Gerät arbeitet woanders und piept dort vor sich hin. Die Bauherren geben sich im Rathaus die Klinke in die Hand, Bauberatung und Stadtentwässerung arbeiten im Akkord, Babenhausen kommt voran.

Auch südlich des Bahnhofes geht es weiter. Die Rampe zu Belieferung der Baustelle oben auf dem Bahnsteig ist weg, hier haben die Bagger nur kurz gepiept. Die P&R Anlage Süd nimmt auch wieder Fahrt auf.

Und weiter geht’s auch an anderen Fronten: die fleißigen Ehrenamtlichen der Stadtbücherei haben eine Schulung der Fachstelle für öffentliche Büchereien bekommen, der Förderverein Schwimmbad verkauft weiter Dauerkarten und akquiriert Mitglieder, Sponsoren und Spenden und weil nach der Veranstaltung auch vor der Veranstaltung ist, liegt das Kirchenkabarett zwar noch in den Nachwehen, an anderer Stelle wird schon über Ostermarkt, Altstadtfest und Fastnacht gebrütet.

Beim Kirchenkabarett – ein Highlight der vergangenen Woche in Version 9.0 wurde ich gefragt, was da auf dem Grünzug gegenüber von Continental geschieht. Geplant war, eine ökologische Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet im Riemen II dort bereitzustellen. Dies erweist sich derzeit auf Grund der Beschaffenheit des Bodens als aufwendig, weitere Prüfungen sind erforderlich. Zurück zum Kabarett. Das Duo Camillo wollte Babenhausen eine Hymne dichten und bat das Publikum um Hilfe, was den Babenhausen besonderes hätte. Territorialmuseum, Pferdestadt mit internationalem Arterhaltungsprogramm, sanierte historische Stadtkerne, Holzaltar, Denkmale, Vereinsvielfalt mit tollen Festen, Sportler bis zu Bundesliga und Olympioniken, Patrizierhäuser mit liebevoll restauriertem Fachwerk, all das kam leider nicht. Am Marketing unserer Stadt müssen wir noch arbeiten, aber wenn eine Wohnmobilentsorgungsstation und ein „Giraffenkindergarten“ die einzigen Besonderheiten unserer Stadt wären, dann fänd ich das traurig. So oder so: eine Hymne im Reggae Rhythmus hat es gegeben, und was in kurzer Zeit aus den Infos als Hymne entstand, war eine künstlerische Meisterleistung, des Duo Camillo.

Der absolute Oberkracher kommt zum Schluss: In einer Sondersitzung haben die Stadtverordneten zum einen den Weg freigemacht, um das Schwimmbad nun doch zu beheizen. Die kalten Nächte wirken dem noch entgegen, schöne 22 Grad werden wir wohl erst zum Ende der ersten Maiwoche haben, doch die Heizung läuft, während wir zeitnah nach einer zukunftsfähigen und umweltverträglichen Lösung streben. Noch viel besser ist aber, dass wir eine breite Mehrheit für die Verträge zum Kasernenerwerb bekommen haben, die den Weg frei macht für eine zeitnahe Entwicklung. Diese kann erst erfolgen, wenn der Haushaltsausschuss des Bundestages dem Verkauf zustimmt, und um keine weitere Verzögerung durch die Bundestagswahl im September zu erzeugen, sind diese Beschlüsse wichtig und dringend. Nun können wir mit einer Beschlussfassung des Bundes vor den Sommerferien rechnen. Dann geht es endlich los. Was in den vergangenen Jahren in hartnäckiger Arbeit entwickelt und verhandelt wurde, kann nun Gestalt annehmen.

 

Ein schönes Wochenende und viele Grüße aus dem Rathaus.

Ihr

Achim Knoke

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