Seite 2 vom 23.02.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Haushalt wird in der Stadtverordnetenversammlung beraten, der Bürgermeister ist nicht dabei, wie kann das sein? Die Grippewelle hat auch vor der Familie Knoke nicht halt gemacht und trotz Vitaminen und anderer Vorkehrungen hat es auch mich erwischt. Da aber mit unserem ersten Stadtrat Herrn Rupprecht ein Vertreter mit entsprechendem Background übernehmen kann, braucht es keinen fiebrig hustenden schniefnasigen Einsatz, zumal die meisten Vorarbeiten ja in diversen Ausschusssitzungen und Arbeitsgruppen abgearbeitet wurden. Wenn Sie diese Zeilen lesen, sollte ein Haushalt beschlossen sein, der der Kommunalaufsicht vorgelegt werden kann.

Warum ist das alles so teuer? Diese Frage höre ich oft. Wenn bei mir daheim ein Eckventil unter dem Waschtisch tropft oder sich nicht mehr schließen lässt, fahre ich in den Baumarkt, kaufe ein Neues und tausche das aus. Wer das nicht selber kann, will oder darf, beauftragt einen Fachmann, kostet extra, verschiebt die Haftung, wenn was falsch läuft. Diese Wahl hat die öffentliche Hand eben kaum. Ob nun die Fachleute von Bauhof oder externe Firmen, eine Frage der Haftung.

Und dann haben wir eben noch andere Randbedingungen. In den Kindergärten muss das heiße Wasser eben so heiß am Becken ankommen, dass keine Legionellen überleben können. Damit besteht aber die Möglichkeit, dass die Kinder sich verbrühen. Was also tun? Eckventile mit Maximaltemperaturbegrenzung für die Sicherheit der Schutzbefohlenen, kosten 200€ das Stück. Geht man dann noch in die Tiefe, wird es richtig teuer, gerade zu sehen an der Potsdamer Straße. Die Schieber zum Absperren sind am Ende der Lebenszeit angekommen, der Tausch mit Straßensperren, Baggern und Einsturzsicherung kostet dann eben gleich extra. Das wird zwar über das Wasserwerk abgerechnet, gibt aber auch eine Idee für Kanal und Straßenarbeiten, für die die Stadt zuständig ist. Am Ende haben wir eine Infrastruktur, in der Ausfälle minimale Ausfallzeiten mit sich bringen, das ist nicht in allen Ländern so wie in Deutschland.

Die nächste Ausgabe fällt schon in die Fastenzeit, daher eine schöne letzte Faschingswoche, viel Spaß bei Weiberfasching und beim Umzug am Dienstag.

Ihr Achim Knoke

 

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