Seite 2 vom 22.12.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

während ich diese Zeilen schreibe, hängt die Trauerbeflaggung am Rathaus. Tief erschüttert von den Ereignissen in Berlin, aber auch von den wohl durch familiäre Streitigkeiten ausgelösten Attacken gegen drei Frauen in Babenhausen und durch den immensen Aufwand zur Feuerbekämpfung in Schaafheim ist eine weihnachtliche Vorfreude nicht selbstverständlich. Jahresabschlussveranstaltungen und Grußkarten, nette Emails, Telefonate und persönliche Gespräche voller guter Wünsche, weihnachtliche Konzerte auf höchstem Niveau sollten uns die frohe Botschaft der Weihnacht nahebringen. Mir kommt es vor, als würden uns die Ereignisse der vergangenen Tage eine dumpfe Glocke überstülpen, die die schönen Klänge, Gerüche, die freundlichen Worte dumpf und leise werden lässt.

Doch was haben wir nicht alles geschafft und geschaffen im ausgehenden Jahr. Vor 12 Monaten standen wir vor der unklaren und erschreckenden Herausforderung, vielen flüchtenden Menschen Obdach und Versorgung bereitzustellen. Diese und viele andere Aufgaben haben wir angenommen und müssen uns mit dem Ergebnis nicht verstecken. Wir haben unter schwierigen Bedingungen Wege gefunden, Lösungen erarbeitet und im Rahmen unserer Möglichkeiten versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist uns gemeinsam an sehr vielen Stellen gelungen, alle haben mit angepackt, Freizeit geopfert, sich eingebracht, um auch unter Unwägbarkeiten deutlich zu machen: Wir halten zusammen, wir geben nicht auf und krempeln die Ärmel hoch.

Und genauso sollten wir auch unter den aktuellen Ereignissen Kurs halten. Hinterhältige Anschläge sind nicht in der Lage, unsere Einstellung, unsere Lebensweise, unseren Glauben an die Zukunft, unser Selbstvertrauen oder unser Wertesystem in Frage zu stellen.  Die hoffnungsvolle Weihnachtsbotschaft verleiht uns gerade in diesen Tagen die Kraft, nicht nur mit einigem Stolz zurückzublicken, sondern positiv in die Zukunft zu sehen, die wir gemeinsam gestalten. Wir feiern am kommenden Wochenende nicht nur einfach einen Geburtstag. Wir feiern die Hoffnung auf ein besseres Morgen. In dieser Gewissheit wünsche ich Ihnen allen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017.

Viele Grüße aus dem weihnachtlichen Rathaus.

Ihr

Achim Knoke

Seite 2 vom 15.12.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

große Ereignisse werfen Schatten voraus. Nicht der städtische Haushalt oder das neue Jahr, nicht die Silvester Party oder das gute Essen im Kreis der Familie kommt mir in den Sinn, sondern in erster Linie denke ich an das große Abenteuer, dem sich zwei Kolleginnen bald stellen. Zum Ende des Jahres verabschieden wir zwei Schwestern unserer kommunalen Familie rechtzeitig zum Fest der Geburt Jesu in den Mutterschutz und wir wünschen Beiden ihr ganz eigenes Weihnachtswunder, das aber erst nach dem 24.12. stattfinden sollte.

Während wir den Ablauf ohne unsere Kolleginnen planen und auch zwischen den Jahren das Rathaus die Türen öffnet, hoffen wir in weihnachtlicher Stimmung auf eine leichte Geburt mit besseren Rahmenbedingungen als einem Stall, einer Krippe und der biologischen Heizung zweier Stallbewohner.

So stellen sich zu Zeiten des Abschieds, des Rückblicks auch Hoffnung und Vorfreude ein auf das, was vor uns liegt. Das sind nicht nur Feierlichkeiten, Jahresabschlüsse und Neujahrsempfänge, auf uns warten auch alte und neue Aufgaben im neuen Jahr, Dinge, die wir anpacken müssen oder wollen, Herausforderungen, denen wir uns stellen dürfen. So wünsche ich uns allen in den letzten vielleicht hektischen und ereignisreichen Tagen des Jahres Gelassenheit, Ruhe und Zuversicht, ein Quäntchen mehr Rücksicht, die wir nehmen und geben dürfen.

Die letzten Eintragungen in das Buch 2016 werden vorgenommen, Vorgänge abgeschlossen, Schlussstriche gezogen. Doch das Buch mit der Aufschrift 2017 liegt schon bereit, es duftet nach frischem Papier und 364 Seiten warten darauf, dass wir sie füllen. Es werden zwei neue Namen in das Buch geschrieben werden, soviel ist sicher. Was immer Ihre persönliche Geschichte 2017 sein wird, sie ist hoffentlich spannend, ereignisreich und die Höhen prägen sie, während die Täler schnell verblassen und immer wieder den Weg nach oben zeigen.

Viele Grüße aus dem vorweihnachtlichen Rathaus.

Ihr

Achim Knoke

Seite 2 vom 08.12.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie gern würde ich von adventlicher Stimmung und weihnachtlicher Vorfreude schreiben, von der ich tatsächlich hoffe, dass sie sich über alle Menschen in ganz Babenhausen ausbreitet. Stattdessen muss ich leider auf diesem Wege dringend um Mithilfe bitten, eine gute Basis dafür vor der eigenen Türe zu schaffen. An vielen Stellen erreichen uns derzeit Hinweise, dass „die Stadt vermüllt“, dass achtlos Verpackungen fallengelassen werden, Gehwege nicht gekehrt werden, Hundkot nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, teilweise direkt unter den Hundetoiletten. Den Vogel abgeschossen hat ein Bewohner der Innenstadt, der den Marktplatz für seine persönliche Hausmüllbeseitigung hält.

Auch im Straßenverkehr nimmt bedauerlicherweise der Wildwuchs zu. Das Parken allein ist an vielen Stellen schon eine kaum mehr zu glaubende Dehnung der Straßenverkehrsordnung, hinzu kommen im öffentlichen Raum abgestellte und Parkflächen blockierende Anhänger. Offensichtlich wird vom kleinen Anhänger bis zum Wohnmobil gekauft, ohne die Standortfrage zu klären, mit dem Ergebnis, dass der Parkraum als knappes Gut zusätzlich belastet wird.

Vielleicht überdenkt der ein oder andere in weihnachtlicher Vorfreude seine Handlungsweise in dieser Richtung. Alle sind betroffen vom Schicksal der heiligen Familie, von der Geburt in der Krippe, weil „in der Herberge kein Platz“ war. Heute stehen Fahrzeuge direkt auf dem Gehweg, sodass alle Fußgänger, vom Kleinkind über die Eltern mit Kinderwagen bis zum Senior mit Rollator oder Rollstuhlfahrer auf eine Hauptstraße ausweichen müssen, nur weil zum „mal schnell eine Kleinigkeit einkaufen“ jeder Schritt vom regulären Parkplatz bis zur Ladentüre zu viel ist. Dagegen ist der Weg vom Parkdeck im Luisencenter bis zum Lieblingscafe in der Innenstadt Darmstadt allerdings schon Mittelstrecke.

Unsere Stadt ist schön. Ehrenamtliches Engagement hat sie weihnachtlich herausgeputzt. Wenn alle ein ganz klein wenig mitmachen und den Blick von eigenen auf das Gemeinwohl erweitern, werden wir dem weihnachtlichen Gedanken schnell deutlich näher kommen.

Die vergangene Woche war voller wunderbarer Gelegenheiten, den Seniorennachmittagen in Langstadt und Harpertshausen, dem Nikolausmarkt im Schulhof Langstadt, dem Jahreskonzert des Blasorchesters, um nur einige zu nennen. Das Jahr nähert sich schnellen Schrittes dem Ende, an vielen Stellen wünscht man schon das Beste für das Fest und das neue Jahr. Sorgen wir dafür, dass die Vorfreude auf Weihnachten die Oberhand behält über den Jahresendstress. Und sollten Sie im Zuge der familiären Weihnacht plötzlich feststellen, dass Ihre Familie einen vierbeinigen Zuwachs erhalten hat, der noch keine Steuermarke trägt, warten Sie nicht mit den guten Vorsätzen, sondern melden Sie Ihren Hund schnell noch an, dann ist auch das geregelt.

Viele Grüße aus dem Rathaus.

Hausmüll am RathausIhr

Achim Knoke

Welche Finanzmittel stellt die Stadt für die Flüchtlinge bereit?

In Facebook wurde diese Frag, wenn ich in einer sehr vorurteilsgeprägten und wenig sachlichen Art und Weise gestellt.

Die Flüchtlinge in der HEAE (Hessische Erstaufnahme Einrichtung, das Camp, die Kaserne) werden vom Land Hessen in Verantwortung des RP Gießen betreut, verwaltet und bezahlt. Die Stadt Babenhausen hat hier erstmal nur durchlaufende Posten in der Buchführung. So stellt das Land Mittel bereit, um den Flüchtlingen die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten und den Vereinen zu ermöglichen. Dazu bekommt die Stadt zweckgebundenes Geld vom Land und ist nur ein Ansprechpartner vor Ort, ohne Eigenmittel der Stadt auszugeben. Andersherum zählen die Bewohner der Kaserne auch als Babenhäuser Einwohner, für die die Stadt entsprechende Mittel erhält wie für jeden anderen Babenhäuser auch. Davon bezahlt die Stadt den Strom der Straßenbeleuchtung zur Kaserneninfahrt und die dort aufgehängten öffentlichen Mülleimer (die Leerung besorgen die Flüchtlinge selbst und die Entsorgung übernimmt das Land).

Die anerkannten Asylbewerber (auch Kontingentflüchtlinge) in Babenhausen werden vom Landkreis betreut. Die Stadt betreut die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und hilft bei Beschaffung und Verwaltung von Spenden und Sponsorengeldern. Es stehen keine besonderen Mittel zu diesem Zweck im Haushalt bereit.

Sowohl die Kontingentflüchtlinge alsauch die Bewohner der HEAE können die Landesmittel zur Teilnahme an sportlichen Aktivitäten nutzen, diese Landesmittel sind zweckgebundene durchlaufende Posten.

Neues: Bürgeranfragen

Es gibt eine neue Kategorie “Bürgeranfragen”. Die Stadtverwaltung wird versuchen, hier zeitnah zu aktuellen Anfragen Stellung zu nehmen, die uns erreichen, auf welchem Weg auch immer. Um interessierten Bürgern hier eine Platform zu geben, in der anonyme Polemik, Beschimpfungen und Beleidigungen nicht vorkommen, sind moderierte Antworten und auch redaktionelle Zusammenfassungen der Fragestellungen zielführend, da in unterschiedlichen sozialen Netzen zuweilen sehr unerfreuliche bis destruktive Wortwahl hier nicht gewünscht sind.

Wir versuchen hier eine sachliche Informationsquelle bereitzustellen.

Seite 2 vom 01.12.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

von jung bis ins hohe Alter, die vergangene Woche war bunt. Am Donnerstag waren die Vorschulkinder aus der Kita Kunterbunt im Rathaus zu Gast, um zu erfahren, was Bürgermeister und Verwaltung da eigentlich so machen. Mit einer Frageliste kamen die Kinder ins Rathaus und durften das Büro des Bürgermeisters genauso besichtigen wie den Sitzungssaal. Später dann kamen zwei Schülerinnen zu einer Fragestunde zum Thema „Schwimmbad“. Am Wochenende fand in Sickenhofen der Seniorennachmittag statt, den viele ehrenamtliche Hände und Sponsoren ermöglicht hatten. Und auf unserem Weihnachtsmarkt, den das DRK mit viel Hilfe trotz fehlender Zuschüsse der Stadt auf die Beine stellen musste, tummelten sich die Großen und Kleinen aus allen Babenhäuser Stadtteilen.

Lokal und global sind andere Informationen der vergangenen Woche angesiedelt. Während auf einer Sitzung in Darmstadt ein Sprecher des hessischen „House of Energy“zu Klimawandel und Energieversorgung klare Worte fand, was das Verbrennen fossiler Energieträger angeht, gibt es seit vergangener Woche auch für Hobby-Geflügelhalter und Betriebe mit weniger als 1.000 Tieren neue Vorschriften. Das Veterinäramt des Landkreises hat zur Eindämmung der Vogelgrippe entsprechende Regelungen getroffen. Sollten Sie also Hühner, Truthühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Wachteln oder Tauben besitzen, machen Sie sich bitte mit den aktuellen Meldepflichten und Handlungsanweisungen vertraut und schützen Sie Ihre gefiederten Lieblinge.

Eine Neuregelung gibt es noch auf unseren Friedhöfen. Die bislang genutzten Behälter für Grünabfall werden durch 360 Liter Tonnen ersetzt, die automatisch auf ein kleines Fahrzeug entladen werden können, das manuelle Schaufeln auf ein Fahrzeug entfällt. Die bisherigen Behälter suchen daher ein neues Zuhause.

 

Bitte achten Sie auf dem Friedhof auf die ordentliche Trennung von organischen Stoffen und nicht abbaubarem Abfall in die grünen und schwarzen Tonnen.

Wenn Sie für den Vorabend des zweiten Advents noch keine Pläne haben, sehen wir uns vielleicht beim Jahreskonzert des Blasorchesters.

Einen schönen 2. Advent wünscht mit allen Kollegen der Stadtverwaltung

Ihr

Achim Knoke