Seite 2 vom 24.11.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Menschen überraschen uns doch immer wieder. Morgens raus aus dem Haus, umdrehen und dicke Handschuhe hervorholen, nicht dass die Hände am Fahrradlenker festfrieren. Die kalte Luft erfrischt und mit der Erwartung von viel Platz im Schuppen stellt man fest, die Kollegen sind genauso extraherb drauf, kommen auch bei diesen Temperaturen trotz größerer Entfernungen mit dem Rad. Toll.

Bei schönerem und vor allem trockenem Wetter ist die fleißige Arbeitsgruppe „Tourismus und Stadtmarketing“ mit vielen Helfern aktiv und verbindet die Stadtteile weiter mit einem Band aus Narzissen. Zwischen Hergershausen und Harpertshausen und die Harreshäuser Allee entlang werden wir im Frühjahr die gelben Blüten genießen.

Die Jugendfeuerwehren des Landkreises waren in Babenhausen zu Gast und sportlich unterwegs. Als menschliche Kicker-Figuren machten Sie die Willy Willand Halle unsicher, Hergershausen schaffte es auf das Siegerpodest, aber Spaß hatten alle. Machen wir mit Spaß weiter oder mit Jugend? Der Schwank „Grand Maleur“in Hergershausen ist zu Recht fast ausverkauft. Jung und alt sind hier wunderbar dargebotenen Zwerchfellattacken ausgesetzt, die im Wellnesshotel „Faltenburg“vor Ort direkt behandelt werden können. Doch zurück zur Jugend. Der TV Babenhausen erhält eine Ehrung nebst Geldpreis von der Jubiläumsstiftung der Sparkasse für die geleistete Jugendarbeit, also dafür, dass ältere Menschen sich um jüngere Menschen bemühen. Jugendarbeit ganz anderer Art findet im Jugendforum statt. Hier ist es anders herum, die Jüngeren helfen den Älteren. Der Handyworkshop von Jungen für Junggebliebene ist erneut voll belegt, es gibt eine Warteliste und der Einzugsbereich geht inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Das Konzept wird anderswo bereits kopiert, während bei uns nicht nur bessere Unterlagen zum Nachschlagen erarbeitet werden, sondern bereits über eine Erweiterung des Angebots gegrübelt wird. Wenn schon Handy, warum dann nicht auch Tablet? Weiterentwicklung für Jung und Alt. Und es sind noch andere spannende Themen in Arbeit beim Jugendforum. Mehr wird noch nicht verraten.

Die Weihnachtsbeleuchtung hängt in den Straßen und der Baum steht ebenso wie die Krippe an der Stadtmühle. Ehrenamtliche Helfer und unsere Gewerbetreibenden haben sich ins Zeug gelegt, um das zu ermöglichen, sodass wir auf diese lieb gewonnenen Dinge nicht verzichten müssen. Am Wochenende ist Weihnachtsmarkt, da wünsche ich allen viel Spaß und einen guten Einstieg in die Adventszeit.

Ihr

Achim Knoke

Seite 2 vom 17.11.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

gemischte Stimmungslagen sind wohl eine gute Überschrift der vergangenen Woche. Nach dem Erinnern an die Pogromnacht, ein Thema, das düster, aber notwendig ist, gab der 11.11. den Start in eine ausgelassene Zeit. Bei den Feierlichkeiten zum 111-jährigen Bestehen des Amtsgerichts Dieburg wurde auch hier die eher nüchterne Gerichtsbarkeit, in der Fakten und Wahrheit regieren sollen, mit dem Enthusiasmus einer Hochburg des Faschings vermengt. Haben Sie schon mal in einem Gerichtsgebäude singend geschunkelt? Das geht. Wieder ernst wird dann am Ende einer Theateraufführung, die einen echten Fall von 1916 darbietet, die Frage aufgeworfen: „Gerade hat ein echter Richter in einem echten Gerichtssaal ein Urteil gesprochen, sind die „Angeklagten“ jetzt vorbestraft?“ Gemischte Stimmung eben. Und so geht es weiter. Freitagabend noch die Eröffnung in Harreshausen, am Sonntag dann ein Besuch auf den Friedhöfen Sickenhofen und Babenhausen. Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt, in unseren Zeiten wichtiger denn je. Wir gedenken der Kriegsopfer, Menschen, die losmarschierten und sich als Helden fühlten, das Schlimmste erlebten, den Krieg in ganzer Grausamkeit, die Opfer wurden eines zutiefst bösen Systems und neben den Opfern liegen, die niemals Helden waren und keine Chance hatten. Und die Helden, die Widerstandskämpfer, sie liegen in derselben Erde. Was macht Helden aus?

Wenn jemand durch seine Taten als gutes Vorbild dient, wenn man sagen kann: So sollte es gemacht werden, das ist richtig, aber außergewöhnlich, das macht nicht jeder, dann ist man schon auf einer richtigen Spur. Hilfe in Notsituationen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Trotzdem freut es natürlich, wenn man mit außergewöhnlichen Menschen, die in entscheidenden Situationen das richtige tun, gemeinsam arbeiten darf. Dazu erreichte mich eine email:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Knoke,

wie Sie vielleicht bereits gehört haben, hatte ich auf der Durchfahrt mitten in Babenhausen Probleme mit einer extrem stark blutenden arteriellen Wunde und konnte gerade noch im Bereich der Esso Tankstelle anhalten.

Die Kolleginnen der Hilfspolizei vom Ordnungsamt hatten auf der Vorbeifahrt von der gegenüberliegenden Fahrbahn meine hilflose Situation unmittelbar erkannt und sich dann sehr fürsorglich mit viel Einfühlungsvermögen bis zum Eintreffen des Rettungswagens um mich gekümmert.

Ich möchte den Einsatz der beiden Damen, die sich im Gegensatz zu anderen Mitbürgern auch durch die extrem stark blutende Wunde nicht abschrecken ließen, lobend erwähnen und Sie bitten, sich offiziell in meinem Namen bei beiden zu bedanken.

Mit besten Grüßen”

 

Wir haben viele Menschen in unserer Stadt, die tagtäglich selbstlos für andere tätig sind, Kleiderkammer und Flüchtlingshelfer, Lebensmittelpunkthelfer, Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Ist es nicht ein toller Gedanke, in einer Stadt voller Helden zu leben? Das hebt meine Stimmung.

Ihr

Achim Knoke

Seite 2 vom 10.11.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die kalte Jahreszeit kommt nicht nur mit Glühwein- und Bratapfelaroma daher, viele Vorberei-

tungen sind zu treffen. So haben die Kollegen des Bauhofs nicht nur mit Laub zu kämpfen, um ein Ausrutschen zu verhindern, über 50 Stunden waren zu leisten, das Schwimmbad in den sicheren Winterschlaf zu versetzen. Auf den Friedhöfen werden Sie bis zum ersten Frost nur noch an ausgewählten Stellen die Gießkannen füllen können, bevor das Wasser ganz abgesperrt werden muss. Die ersten Laternenumzüge sind unterwegs, für die Kinder beginnt damit eine schöne Zeit im Jahr. Und auch die Narren werden den 11.11. herbeisehnen.

Doch auch Besinnliches fällt in die Zeit. Allerheiligen und Allerseelen hat viele an die Lieben erinnert, die vor uns waren und gegangen sind. Und der zweite Sonntag vor dem ersten Advent erinnert uns der Volkstrauertag an die vielen Opfer von Krieg und Gewalt. In unserem Land haben wir Frieden, doch die Auswirkungen der Krisengebiete auf dem Globus spüren auch wir hier. Erinnern wir uns, dass Frieden kein Selbstläufer ist, dass es harter Arbeit und Geduld bedarf, immer wieder das Gespräch über die Aggression zu stellen. Im Großen wie im Kleinen immer wieder den Versuch zu starten, das Gegenüber zu verstehen, führt zum Gemeinsamen, auch wenn die Konfrontation oftmals einfacher und schneller erscheint. Das erste Opfer des Krieges sei die Unschuld, so heißt es. Der erste Schritt auf dem Weg dorthin ist das Vergessen. So halten wir die Erinnerung aufrecht, durch den Volkstrauertag, durch das Gedächtnis an der ehemaligen Synagoge, wo gestern mit ehrenamtlichem Engagement die bronzene Bodenplatte verlegt wurde. An dieser Stelle sei allen ehrenamtlich Tätigen von Herzen für den Einsatz an so vielen Stellen in unserer Stadt gedankt.

Zu weiteren Terminen sollten wir uns alle nicht stressen lassen, denn es sind noch 44 Tage bis Heilig Abend. Eine Bekannte hat letzte Woche berichtet, es fehlen ihr nur noch zwei Geschenke, alles andere habe sie bereits fertig, Geschenke besorgt und verpackt, Karten geschrieben, welche Ruhe und Gelassenheit das erzeugt. So wünsche ich Ihnen 44 Tage der friedvollen und unaufgeregten Vorbereitung, ob Sie nun Weihnachten als Festtag und Urlaub ansehen, oder ob Ihnen auch der christliche Ursprung unseres Weihnachtsfestes bedeutsam ist. Eine schöne Zeit wünscht Ihnen gemeinsam mit allen Kollegen in der Stadtverwaltung

Ihr

 

Achim Knoke

Seite 2 vom 03.11.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

regelmäßige Treffen und vertrauensvoller Informationsaustausch bringen oft gute Ergebnisse für alle Beteiligten. Im Bürgermeisterbüro besprechen sich Verwaltung und Gewerbeverein regelmäßig zu den aktuellen Themen, die beide betreffen. In der vergangenen Woche waren dies nicht nur organisatorische Themen zur Nacht der Lichter, vielmehr eben auch die Frage, was die Entwicklung des Gewerbes in Babenhausen vorwärts bringt. Ähnlich gelagert sind Gespräche zwischen Politik und Verwaltung. Auch wenn hier durchaus kontrovers diskutiert wird, so doch mit Leidenschaft für die Sache, sodass man zwar zu spät zum Bockbieranstich erscheint, aber doch auch gemeinsam einen schönen Abend verbringen kann.

In der Wirtschaftsförderung ist auch die Gründer-Beratung angesiedelt. Bürgermeister und Wirtschaftsförderung helfen bei Kontakten zum Netzwerk „Gründungsberatung Rhein-Main-Neckar“, zu Banken und Kammern, dem Land Hessen und vermitteln schnell Zuständigkeiten zu diversen Anliegen, immer auch mit dem Ziel im Blick, Innovation nach Babenhausen zu holen.

Aktuell konnte einer Gründungsidee zum Thema Baby-Planner und Schwangerschafts-Concierge durch vielfältige Beratung geholfen werden. Wer selbst in Verwandtschaft oder Bekanntschaft schon erlebt hat, wie schwierig es sein kann, den eigenen Kinderwunsch in die Tat umzusetzen, der wundert sich kaum, das dieses in den USA bereits fest etablierte Berufsbild nun auch bei uns Fuß fasst. Von örtlichen Netzwerken, wie Vereinen – speziell dem Gewerbeverein – bis zu Themen wie verfügbare Flächen, Fahrzeugbeschriftung oder Webseitendesign (ja, das gibt es alles in Babenhausen), bekommen die Gründer hier unkompliziert Hilfe. Auch bei Fragen zur Vereinbarung von Familie und Beruf können wir mit unseren Angeboten in Babenhausen punkten und die schnelle Vernetzung durch den Unternehmerstammtisch hilft zusätzlich, sich zeitnah zurechtzufinden. Es spricht sich schnell herum, dass man als Gründer in Babenhausen hervorragend betreut wird. Auch wenn sich daraus erst mit deutlicher Verzögerung Gewerbesteuermehreinnahmen ergeben, bereichert jeder Gründung doch sofort das Angebot in Babenhausen.

Und dann bleibt noch etwas zum Thema „Wortwahl“ zu sagen, dass diese Woche wieder in den Fokus rückt. Denn wie genau nennt man eine Person, die ihren Job mit Sorgfalt und Leidenschaft macht, auch wenn er vielen unangenehm ist? Die Kolleginnen und Kollegen im Ordnungsamt und im kommunalen Polizeidienst können traurige Lieder davon singen, wobei „Raubritter“ und „Wegelagerer“ noch am häufigsten vorkommen. Ganz selten hört man mal ein „Danke“, wenn man Kinder als schwächste Teilnehmer im Straßenverkehr vor der Ellenbogenmentalität schützt, die sich mehr und mehr breitmacht. Wir können auf unsere Ordnungspolizei stolz sein.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus.

 

Ihr

Achim Knoke