Bericht des Bürgermeisters vom 02.06.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

zu Hause ist es am schönsten. So sehr es auch den Horizont erweitert, Reisen in fremde Länder zu unternehmen und andere Kulturen kennenzulernen, so ist doch die Rückkehr in die Heimat am Ende das Beste.

Und mit der Rückkehr nach Babenhausen kommt nicht nur der Genuss ausgezeichneten Spargels und die hessische Freundlichkeit oder die generelle Schönheit unserer historischen Stadtkerne wieder in greifbare Nähe. Netter Besuch aus Ohio auf den Spuren der Vorfahren findet sich im Rathaus ein und schwärmt von der Schönheit unserer Stadt samt ihrer Stadtteile. Und die vielen geschlossenen Baustellen und Straßenaufbrüche fallen sofort ins Auge.

Da sind die Einsätze unserer Feuerwehr glimpflich abgegangen, drei Einsätze innerhalb 12 Stunden zur Nachtzeit, wir können stolz auf die Kameraden sein.

Auch die starken Regenfälle entlang unserer Gewässer nebst Oberläufen haben trotz der Reparaturen am Wehr der Konfurter Mühle zwar unsere Experten vom Bauamt beschäftigt, durch erfahrene und kluge Vorgehensweise sind aber auch hier keine Schäden entstanden. In anderen Ecken Deutschlands sieht das anders aus. Schauen wir in unsere Partnerstädte, so scheint Babenhausen/Schwaben noch davongekommen zu sein und aus Lichtentanne erreichen uns Nachrichten über einen Förderbescheid zur Planung des Breitbandausbaus. Toll für die Gemeinde dort, wir sind da Gott sei Dank schon in den letzten Zügen der Umsetzung.

Doch im Augenblick beschäftigt uns im Rathaus viel mehr die Handlungsfähigkeit der Gemeinde. Durch das Fehlen eines genehmigungsfähigen Haushalts gilt weiter die vorläufige Haushaltsführung, die unsere Möglichkeiten auf ein Mindestmaß beschränkt. Was nicht zwingend und unaufschiebbar oder freiwillig ist, muss warten. Damit verzögern sich nicht nur die Auszahlungen von Vereinsunterstützung oder Zuschüssen. Derzeit stehen alle Planungen für Aktionen und Events, die unsere Stadt zu dem machen, was sie sein soll, nämlich lebens- und liebenswert, auf Parkposition. Denn ohne eine Aussicht auf einen Haushalt sind Ferienspiele, Unterstützung des Altstadtfests, das Quartalsprogramm der Jugendförderung, oder die liebgewonnenen Seniorennachmittage zum Jahresausklang genauso auf Stop wie interne wichtige Verwaltungsprojekte wie die Vorbereitung der Abschaltung des ISDN Telefonanschlusses, der elektronische Sitzungsdienst oder der automatische Rechnungslauf. Dinge also, die Geld sparen müssen auch warten. Ebenso in Warteposition ist die Vergabe von Grünpflege, die der Bauhof nicht selbst leisten kann. Die Liste ließe sich fortsetzen. Ob wir diese sehr unangenehme Situation zeitnah bewältigen, hängt von den Entscheidungen der Stadtverordneten ab.

Trotzdem sind genug bereits begonnene oder unbedingt erforderliche Maßnahmen auf den Schreibtischen, die abgearbeitet werden. Im Rahmen der Möglichkeiten legt sich die Verwaltung voll ins Zeug. Denn egal, wie anstrengend es ist und wird: unser Babenhausen ist es wert!

Viele Grüße aus dem Rathaus.

Ihr

Achim Knoke

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