Bericht des Bürgermeisters vom 19.05.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

im Augenblick scheint das Thema „Löcher stopfen“ tatsächlich viele Aktivitäten zu beherrschen. An der Ampelanlage bei der Schule wird das letzte Loch gestopft in der Kette von programmierbaren „Lichtzeichenanlagen“ – so die amtliche Lesart – damit die grüne Welle programmierbar ist. Dazu wird auch gebuddelt, offiziell sind Straßenaufbrüche erforderlich.

An anderen Stellen werden wir Löcher wieder los. In der Bummelgasse und an diversen anderen Stellen können bei dieser Wetterlage nun endlich die lange beauftragten finalen Verschlüsse des Breitbandausbaus wie auch diverser Kanalarbeiten getätigt werden. Und an der Konfurter Mühle wird zwar am Wehr einiges abgerissen und erneuert, am Ende schließen wir dort gemeinsam mit dem Gersprenzverband aber ein Loch im Hochwasserschutz. Denn wenn das Wehr bricht, könnten Babenhausen und Harreshausen buchstäblich absaufen, also in der offiziellen Sprechweise „beträchtliche Überflutungsschäden erleiden“.

Ganz anders unsere Feuerwehr. Die Kameradinnen und Kameraden halten zwar ihr Einsatzmaterial in Stand, ein Loch im Schlauch ist das Letzte, was man da braucht. Wenn es aber darum geht, eingeklemmte Personen aus Autowracks zu befreien, dann schneiden die Helden in Blau präzise Löcher in die Karosse, die dann allerdings nicht mehr zu stopfen sind. Gleich zweimal waren die Einsatzkräfte am Wochenende gefordert.

Ein großes Wolkenloch hätte Pfingsten gut getan, um den gemeinsamen Gottesdienst der Kirchen auf dem Marktplatz zu unterstützen. Trotz der Kühle war die Veranstaltung gut besucht, allerdings fand der Gottesdienst in der Kirche statt, das gemeinsame Essen konnte auf dem Marktplatz eingenommen werden.

An ganz anderer Stelle sind unsere Finanzexperten gefordert. Die Kommunalaufsicht hat den vorliegenden Haushaltsentwurf in einem persönlichen Gespräch mit allen Fraktionen bereits zu Beginn der Haushaltsberatungen als nicht sparwirksam genug im Sinne der Regelungen des Landes und damit nicht genehmigungsfähig eingestuft. Ein „zusätzliches Konsolidierungspotential“ ist erforderlich. Also Einnahmen rauf, Ausgaben runter, klingt ganz einfach, wenn die Zeit nicht gegen uns spielen würde. Wir haben noch 19 Monate Zeit, die seit langem bekannten Löcher zu stopfen.Dazu arbeiten tatsächlich alle zusammen. Verwaltung, die Fraktionen, alle werden sich gemeinsam der Verantwortung stellen.

Ein weiteres Loch, das wir noch stopfen müssen, ist die Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen. Die zusätzliche Gruppe in der Danziger Straße wird nach den Ferien zeitnah zur Verfügung stehen. Die Kita der ev. Kirche ist ebenfalls auf guten Weg, zielführende Gespräche mit dem Landkreis bringen uns auch diesem Ziel näher. Allerdings auch hier gilt es, den Haushalt im Auge zu behalten. Der ASB als Betreiber der meisten Einrichtungen hat im Haupt- und Finanzausschuss seinen Wirtschaftsplan vorgestellt, und auch hier als einem unserer größten Posten im Haushalt steht eine Überprüfung von Angebot, Nachfrage und Finanzierung an.

Ein weiteres Loch reißen immer wieder Menschen in die Kasse, die die Sammelcontainer als Müllhalde missbrauchen. An verschiedenen Stellen mussten die Kollegen vom Bauhof Extraeinsätze fahren, damit zum Feiertagswochenende alles gut aussieht.

Ein „Loch“, das Ihnen im Sommer hoffentlich viel Freude macht – weil mit Wasser gefüllt – kostet uns zwar auch viel Geld, trotzdem wünsche ich Ihnen viel Spaß im Schwimmbad, füllen Sie das Becken mit Menschen und das Schwimmbad mit Leben.

Ihr

Achim Knoke

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