Bericht des Bürgermeisters vom 25.05.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit etwas Abstand vom Alltag bekommt man den Kopf frei für einen anderen Blickwinkel auf bekannte Dinge. Geht es Ihnen auch so? Während Herr Rupprecht als unser neuer erster Stadtrat meine Urlaubsvertretung übernimmt, bin ich mit der Familie kurz vor den letzten Prüfungen der älteren Tochter über die Alpen gereist, habe meinen Kollegen in Trebesing besucht, der Partnergemeinde unserer Feuerwehr Langstadt. Hier in Italien laufen die Uhren anders, und ein Blick über den Tellerrand sieht für mich als Bürgermeister anders aus als früher.

Früher hätten mich Abfallbeseitigung, Sinkkästen (wieder Fachchinesisch, hier geht es um den guten alten „Gully“) oder die Anlage von Basketballfeldern auf engem Raum an einer Uferpromenade eher nicht in den Bann gezogen. Ich hätte sicher geschmunzelt über den Hund im Supermarkt oder die Tatsache, dass die Deutsche Bahn in den Busverkehr von Triest eingebunden ist. Aber die Existenz runder Basketballfelder oder das Fehlen von Zäunen, die eine Sport- und Freizeitfläche gegen eine stark befahrene Straße abschotten, fallen mir erst in der neuen Rolle wirklich ins Auge.

Durch das Internet ist aber auch hier Babenhausen ganz nah und sowieso immer in meinen Gedanken. Für ein Problem mit teurer Software für unser Bauamt habe ich hier einen spannenden Lösungsansatz gefunden. Ebenso hat die Universität Triest eine Arbeitsgruppe, die sich mit Internetgestützten Parkleitsystemen befassen, und dabei neben Zeit und Treibstoffkosten auch die Emissionen berücksichtigen. Vielleicht können wir Teil eines internationalen Prototyp Tests werden? Ja, wenn einer eine Reise tut, ….

Es ist übrigens sehr interessant, wie hier das Mülltrennen und die Abfallentsorgung funktioniert. Die Straßen sind so eng, das die Menschen den meisten Müll an das Ende der Straße bringen, wo Container stehen und das Müllauto auch hinkommt. Allerdings ist es für mich beschämend, das ich nicht einen einzigen Müllplatz gesehen habe, der so missbraucht wird wie die unseren. Hier fahren die Menschen lieber einen Müllplatz weiter, bevor sie ihre Straße verschandeln.

Im Zuge dessen erreicht mich aus dem Bauamt die Bitte, nochmals darauf hinzuweisen, dass an den Gewässern keine Grünabfälle und Rasenschnitte abzulagern sind. Es zerstört die Vegetation durch einen dichten Teppich die Wurzeln nehmen schaden, und können gerade an den Ufern nicht mehr der Befestigung des Uferbereichs dienen. Auch bei kleinen Hochwassern wird dann das Ufer instabil und muss für teures Geld befestigt werden. Holen sie sich lieber eine größere grüne Tonne oder erwägen Sie die eigene Humus-Herstellung in einem Komposthaufen.

Und wo wir schon bei der Umwelt sind: Die angesägte Linde am Bahnhof Langstadt bereitet uns immer größere Sorgen. Die Fremdstoffe, die dort in den Boden eingebracht wurden, haben es leider in sich. Mehr Informationen dazu folgen.

Was noch auffällt in einer fremden Stadt, gerade, wenn man sich im Ausland aufhält: Freies WLAN ist ein Segen für die Besucher, mal schnell einen Stadtplan googeln, Abfahrzeiten von Bus und Bahn, Öffnungszeiten oder das Planen von Ausflügen geht dann ganz einfach. Wir haben da für Babenhausen eine sehr schöne Lösung gefunden, die sehr wenig kostet und gemeinsam mit dem Gewerbeverein und allen Interessierten sicher ein schönes „Babenhäuser Projekt“ werden kann. Mehr dazu in Kürze.

Viele Grüße aus der Stadt der Winde und des Kaffees

Ihr

Achim Knoke

Bericht des Bürgermeisters vom 19.05.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

im Augenblick scheint das Thema „Löcher stopfen“ tatsächlich viele Aktivitäten zu beherrschen. An der Ampelanlage bei der Schule wird das letzte Loch gestopft in der Kette von programmierbaren „Lichtzeichenanlagen“ – so die amtliche Lesart – damit die grüne Welle programmierbar ist. Dazu wird auch gebuddelt, offiziell sind Straßenaufbrüche erforderlich.

An anderen Stellen werden wir Löcher wieder los. In der Bummelgasse und an diversen anderen Stellen können bei dieser Wetterlage nun endlich die lange beauftragten finalen Verschlüsse des Breitbandausbaus wie auch diverser Kanalarbeiten getätigt werden. Und an der Konfurter Mühle wird zwar am Wehr einiges abgerissen und erneuert, am Ende schließen wir dort gemeinsam mit dem Gersprenzverband aber ein Loch im Hochwasserschutz. Denn wenn das Wehr bricht, könnten Babenhausen und Harreshausen buchstäblich absaufen, also in der offiziellen Sprechweise „beträchtliche Überflutungsschäden erleiden“.

Ganz anders unsere Feuerwehr. Die Kameradinnen und Kameraden halten zwar ihr Einsatzmaterial in Stand, ein Loch im Schlauch ist das Letzte, was man da braucht. Wenn es aber darum geht, eingeklemmte Personen aus Autowracks zu befreien, dann schneiden die Helden in Blau präzise Löcher in die Karosse, die dann allerdings nicht mehr zu stopfen sind. Gleich zweimal waren die Einsatzkräfte am Wochenende gefordert.

Ein großes Wolkenloch hätte Pfingsten gut getan, um den gemeinsamen Gottesdienst der Kirchen auf dem Marktplatz zu unterstützen. Trotz der Kühle war die Veranstaltung gut besucht, allerdings fand der Gottesdienst in der Kirche statt, das gemeinsame Essen konnte auf dem Marktplatz eingenommen werden.

An ganz anderer Stelle sind unsere Finanzexperten gefordert. Die Kommunalaufsicht hat den vorliegenden Haushaltsentwurf in einem persönlichen Gespräch mit allen Fraktionen bereits zu Beginn der Haushaltsberatungen als nicht sparwirksam genug im Sinne der Regelungen des Landes und damit nicht genehmigungsfähig eingestuft. Ein „zusätzliches Konsolidierungspotential“ ist erforderlich. Also Einnahmen rauf, Ausgaben runter, klingt ganz einfach, wenn die Zeit nicht gegen uns spielen würde. Wir haben noch 19 Monate Zeit, die seit langem bekannten Löcher zu stopfen.Dazu arbeiten tatsächlich alle zusammen. Verwaltung, die Fraktionen, alle werden sich gemeinsam der Verantwortung stellen.

Ein weiteres Loch, das wir noch stopfen müssen, ist die Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen. Die zusätzliche Gruppe in der Danziger Straße wird nach den Ferien zeitnah zur Verfügung stehen. Die Kita der ev. Kirche ist ebenfalls auf guten Weg, zielführende Gespräche mit dem Landkreis bringen uns auch diesem Ziel näher. Allerdings auch hier gilt es, den Haushalt im Auge zu behalten. Der ASB als Betreiber der meisten Einrichtungen hat im Haupt- und Finanzausschuss seinen Wirtschaftsplan vorgestellt, und auch hier als einem unserer größten Posten im Haushalt steht eine Überprüfung von Angebot, Nachfrage und Finanzierung an.

Ein weiteres Loch reißen immer wieder Menschen in die Kasse, die die Sammelcontainer als Müllhalde missbrauchen. An verschiedenen Stellen mussten die Kollegen vom Bauhof Extraeinsätze fahren, damit zum Feiertagswochenende alles gut aussieht.

Ein „Loch“, das Ihnen im Sommer hoffentlich viel Freude macht – weil mit Wasser gefüllt – kostet uns zwar auch viel Geld, trotzdem wünsche ich Ihnen viel Spaß im Schwimmbad, füllen Sie das Becken mit Menschen und das Schwimmbad mit Leben.

Ihr

Achim Knoke

Bericht des Bürgermeisters vom 12.05.2016

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

gute Nachbarn sind ein Segen. Und so freut es natürlich, wenn man neue Nachbarn trifft und auf gute Nachbarschaft hofft. Gegenüber dem Rathaus ist nun die Caritas eingezogen. Nachdem ich den Hauseigentümer als Nachbarn bereits kurz nach meinem Amtsantritt begrüßt habe und die Umbaumaßnahmen aus dem Bürofenster verfolgen konnte, freue ich mich nun auf eine neue und gute Nachbarschaft.

Weniger freundliche Menschen, die sicher niemand gern als Nachbarn haben möchte, haben der Apotheke in der Bummelgasse die Scheibe zerstört. Nachdem das defekte Fenster bei

Spielwaren-Ott nun vom Gewerbeverein gesichert wurde, taucht die nächste Baustelle auf. Und auch im ehemaligen Café gegenüber sind die Bauarbeiten in vollem Gange, das Lokal wird weiter ertüchtigt.

Dann gibt es ehrliche Nachbarn. So hat ein Besucher aus Hanau eine Straßenlaterne in der Bummelgasse touchiert und sich direkt gemeldet, statt sich aus dem Staube zu machen, sodass auch diese Angelegenheit geregelt werden kann.

Und dann gibt es Freunde weit weg, mit denen man gern nachbarschaftlich verbunden ist. Aus dem Nachbarland Österreich waren die Freunde aus Trebesing zu Gast. 25 Jahre lang besteht dieser enge Band nun, und das wurde am vergangenen Wochenende bei der Feuerwehr Langstadt zünftig gefeiert.

Und die Nachbarn unseres Schwimmbades aus der Aufnahmeeinrichtung haben das kühle Nass auch schon genutzt. Zwar ist der ein oder andere mit einer Überschätzung seiner Schwimmkünste eine Herausforderung für die Badeaufsicht und viele kulturelle Unterschiede sind zu überwinden, allerdings haben unser Bäderservice und der ASB gemeinsam gute Vorarbeit geleistet, damit aus der räumlichen Nachbarschaft der HEAE und des Schwimmbades auch eine gemeinsame Nutzung des Bades erfolgen kann. Der ein oder andere, ob Flüchtling oder nicht, braucht doch noch mal den Hinweis auf die Baderegeln.

Und wenn Familie, Freunde oder Nachbarn nicht mehr helfen können, wenn es um Unterstützung bei der Pflege geht, kommt unsere Sozialstation auf den Plan. Der Förderverein hat auf seiner Mitgliederversammlung den Vorstand bestätigt, erfreuliche Zahlen präsentiert und wartet eigentlich nur noch auf Sie. Ja, auf Sie! Mit 12€ im Jahr unterstützen Sie durch eine Mitgliedschaft unsere Sozialstation, denn nicht nur Ihre Eltern, auch Sie selbst werden älter. Und sollten Sie diesen Service jemals benötigen, können Sie direkt sagen: „Ich hab Euch seit Jahren unterstützt“.

In den kommenden zwei Wochen wird der erste Stadtrat mich vertreten. Trotzdem werde ich aus Italien ein waches Auge auf unser schönes Babenhausen haben.

Nachbarschaftliche Frühlingsgrüße aus dem Rathaus.

Ihr

Achim Knoke

Hergershausen: Rückweg Bahnhof

Auf dem Rückweg von netten Leuten in Hergershausen anläßlich einer goldenen Hochzeit eine Stippvisite am Bahnhof.

Die neuen Fahrradständer

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Fahrradständer am Bahnhof Hergershausen

 

und die zu mietenden Boxen machen einen guten Eindruck.

 

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Radboxen am Bahnhof Hergershausen

Da sind die Fahrzeuge gut aufgehoben, wenn man mit der Bahn pendelt.

Die Boxen vermietet unser Zweiradshop Niederhofer in Babenhausen.

Samstag: Gedanken zum Mähen

Gestern Abend erreichte mich noch ein Video eines Mitbürgers, der in seinem Garten durch Geräuschemmisionen beeinträchtigt ist. Heute Morgen dann merkwürdige Geräusche vor dem Schlafzimmerfenster zur Lachewiese raus. Der in den letzetn Tagen gemähte und getrocknete Grünschnitt wurde gehächselt und direkt auf den Anhänger befördert.

Lachewiesen 2

die letzte Ernte ist eingefahren

Der Spuk war schnell vorbei und ein Blick in den Garten erinnert mich an meinen Rasenmäher, der heute auch noch aktiviert werden muss.

Und dann kommt meine Frau lächelnd die Treppe runter, parkt ihr Telefon auf dem Esstisch und daraus erklingt dann die Sommerversion von “Irgendein Depp bohrt irgendwo immer”.

Ich lache immer noch. Danke, Reinhard Mey, Du bist einfach klasse.

Das war wahrscheinlich die letzte Ernte auf diesem Feld vor der Erschließung des Baugebiets Lachewiesen II

Bericht des Bürgermeisters vom 04.05.2016

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie am 1. Mai mit dem Rad unterwegs waren, haben Sie sich sicher auch über die satten Farben gefreut, die die Natur uns gerade in Wald und Feld präsentiert. Das satte Gelb des Raps ist Bote des Sommers. Zwar konnten die ersten Wasserfreunde die Schwimmbaderöffnung nur bei starken Wind genießen, trotzdem war die Eröffnung gelungen, DLRG und Schwimmabteilung des TV gestalteten die Eröffnung mit. Auch in Harreshausen konnte man die letzten Nachwehen des April erleben, in praller Sonne vielen wenige dicke Tropfen aus einer dunklen Wolke. Ähnlich wie an vielen anderen Punkten in allen Stadtteilen war der Flüssigkeitstransfer mehr durch Kaffee und kalte Getränke als durch Durchweichen der Garderobe gewährleistet, sodass die Schwimmbaderöffnung allein etwas von „ins Wasser fallen“ bereithielt.

An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an alle, die bei den diversen Events am Wochenende Zeit und Kraft eingebracht haben, Vereine, Gemeinden oder Zusammenschlüsse, die das reichhaltige Angebot am 1. Mai ermöglicht oder unterstützt haben.

Die kommende kurze Woche bietet andere Highlights. Die Seite 2 wie alle anderen Artikel in der BZ müssen einen Tag früher fertig sein, die Stadtverordnetenversammlung tagt schon am Montag. Für eine Magistratssitzung am Mittwoch muss am Freitag davor eingeladen werden, und da erst Montag Abend die neuen Stadträte gewählt werden und das mit den Zeitreisen noch nicht so klappt, findet die konstituierende Sitzung des Magistrats erst nächsten Mittwoch statt.

Aus dem Bauamt kommen gute Nachrichten: die letzte Baustelle im Projekt Ampelerneuerung Bouxwiller Straße startet an der Schule, danach ist dann eine „grüne Welle“ möglich. Die letzten Aufbrüche vom Breitbandausbau sind auch in Arbeit, bis Ende Mai sind hoffentlich die Löcher und Provisorien Vergangenheit auf dem Weg in eine vernetze Welt.

Ganz andere Vernetzungen waren dann doch am vergangenen Wochenende zu realisieren, und ich hoffe, Sie nutzen den Brückentag oder das lange Wochenende dazu, sich mal wieder mit Freunden zum Grillen, Baden, Spazierengehen oder einfach bei einem guten Glas zusammenzusetzen. Diese Form der Vernetzung ist doch die schönste, egal, wie schnell das Internet wird.

In diesem Sinn eine schöne kurze Woche mit viel Vorfreude auf den Sommer

Ihr

Achim Knoke

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