Wiederkehrende Straßenbeiträge sind in Babenhausen eingeführt

Babenhausen ist eine der ersten Kommunen in Hessen, in denen wiederkehrende Straßenbeiträge erhoben werden. Viele andere Städte und Kommunen haben sich mittlerweile diesem System angeschlossen. In den nächsten Tagen werden für Babenhausen, Langstadt und Harpertshausen die ersten Beitragsbescheide verschickt.

Nach dem sog. „Herbsterlass“ des Hessischen Innenministeriums vom 3. März 2014 sind Kommunen ab dem Haushaltsjahr 2017 verpflichtet ihren Haushaltsplan dauerhaft auszugleichen. Wenn der Haushaltsausgleich nicht alleine durch Reduzierung der Aufwendungen erreicht werden kann, sind sämtliche Ertragsmöglichkeiten auszuschöpfen. Dazu gehört u.a. auch die Erhebung von Straßenbeiträgen. Der Landtag hatte am 20. November 2012 das Gesetz zur Änderung des Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG) beschlossen. Hiernach ergibt sich die von der Stadt Babenhausen bevorzugte Möglichkeit, alternativ zur Erhebung einmaliger Beiträge nach §11a Abs. 1 Satz 1KAG, wiederkehrende Beiträge abzurechnen.

Für die Finanzierung der Erneuerung, des grundhaften Ausbaus und Neubaus von Straßen wurden bis zum Jahr 2007 von der Stadt Babenhausen einmalige Straßenbeiträge erhoben. Davon betroffen waren die Eigentümer, deren Grundstücke unmittelbar an die betroffene Straße grenzten. Dabei wurden die Grundstückseigentümer mit hohen Einmalbeiträgen von oft mehreren tausend Euro belastet, die kurzfristig zu zahlen waren. Mit dem Systemwechsel wird sich dies zukünftig ändern.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Babenhausen hat am  18. Dezember 2014 beschlossen, wiederkehrende Straßenbeiträge zur Erneuerung, Verbesserung und Erweiterung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen einzuführen.

Die entscheidende Änderung bei diesem Verfahren ist, dass zukünftig jährliche, abhängig von dem festgelegten Abrechnungszeitraum, also wiederkehrende Straßenbeiträge zu bezahlen sind, deren Beitragssatz sich jedoch in der Größenordnung von deutlich unter einem Euro je Quadratmeter Veranlagungsfläche bewegt.

Wichtig ist, dass wenn keine Investitionen an öffentlichen Straßen durchgeführt werden, auch kein wiederkehrender Beitrag erhoben wird. Reine Reparaturarbeiten sind nicht beitrags-pflichtig und gehen weiterhin zulasten der Stadt.

Veranlagt werden alle Grundstückeigentümer innerhalb eines Abrechnungsgebietes, also nicht nur die Eigentümer, deren Grundstück an die betroffene Straße grenzt (Solidargemeinschaft). Es werden die tatsächlichen Kosten auf alle Grundstücke eines Abrechnungsgebietes verteilt, wodurch sich die Gesamtveranlagungsfläche erhöht und damit ein niedriger Beitragssatz errechnet wird.

Es wurden sechs Abrechnungsgebiete festgelegt. Hierbei handelt es sich um die Kernstadt Babenhausen (Abrechnungsgebiet 1), Harpertshausen (Abrechnungsgebiet 2), Harreshausen (Abrechnungsgebiet 3),  Hergershausen (Abrechnungsgebiet 4),  Langstadt (Abrechnungsgebiet 5) und Sickenhofen (Abrechnungsgebiet 6).

Es werden nur dann Beiträge fällig, wenn in dem betroffenen Abrechnungsgebiet/Stadttteil auch Investitionen in das Straßennetz stattfinden.

Von den ermittelten Gesamtkosten wird ein festgelegter Gemeindeanteil abgezogen, da die Straßen im Abrechnungsgebiet auch als Durchgangsstraßen oder für den überörtlichen Verkehr genutzt werden. Auf Grundlage der gesamten beitragspflichtigen Aufwendungen für die Jahre 2016 bis 2018 wurden in 2016 die entsprechenden Beitragssätze in einer Satzung festgelegt.

Die Veranlagungsfläche für das einzelne Grundstück ermittelt sich auf Grundlage der Grundstücksgröße und der Anzahl der Vollgeschosse sowie der Nutzung (industriell, gewerblich, teilgewerblich oder nichtgewerblich). Gewerblich genutzte Grundstücke zahlen u.a. wegen der größeren Belastung durch zusätzliches Verkehrsaufkommen einen höheren Betrag.

Ist für das Grundstück ein Bebauungsplan vorhanden, wird von der maximal möglichen Anzahl an Vollgeschossen ausgegangen, die gemäß Bebauungsplan erlaubt wären. Ist kein Bebauungsplan vorhanden, wird die tatsächliche Anzahl der Vollgeschosse herangezogen.

In den Abrechnungsgebieten Babenhausen, Harpertshausen und Langstadt sind im Jahr 2016 erste Kosten für Straßenbaumaßnahmen angefallen. Nur für diese Stadtteile erhält nun der beitragspflichtige Grundstückseigentümer, der am 31.12.2016 als Eigentümer eingetragen war, den Bescheid für den Abrechnungszeitraum 2016.

Alle Grundstücke, für die in der Vergangenheit Erschließungsbeiträge, Ausgleichsbeiträge oder einmalige Straßenbeiträge bezahlt wurden, sind für 25 Jahre ab dem Entstehen der sachlichen Beitragspflicht verschont. Diese Grundstückseigentümer erhalten keinen Beitragsbescheid für wiederkehrende Straßenbeiträge.

In den Abrechnungsgebieten Harreshausen, Hergershausen und Sickenhofen werden aktuell keine Straßenbaumaßnahmen durchgeführt. Somit erhalten Grundstückseigentümer in diesen Stadtteilen vorerst auch keine Beitragsbescheide.

Für Fragen und Informationen werden nach Versand der Beitragsbescheide Bürgersprech-stunden und eine Telefonhotline angeboten. Die Bürgersprechstunden sind an folgenden Tagen geplant: Donnerstag, den 26.10.2017 von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr in der Stadthalle Babenhausen und Donnerstag, den 02.11.2017 von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Stadtmühle Babenhausen. Die Telefonhotline ist unter der Rufnummer 06073/602-68 zu erreichen. Weitere Informationen sind auch unter der Internet-Adresse http://www.babenhausen.strassenbeiträge.de/ abrufbar.

 

Kolumne vom 19.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach einen phantastischen Sommerwochenende mitten im Oktober hat die Woche mit zauberhaften Licht- und Schattenspielen begonnen, viele tolle Bilder sind in den sozialen Medien zu finden, Stonehenge in Babenhausen entstand Dienstagmorgen. Weniger mystisch, in Stille, allerdings voller Dankbarkeit begingen wir am Montag den 40. Todestag des Kapitäns der Lufthansamaschine „Landshut“. Zusammen mit dem Stadtverordnetenvorsteher und Vertretern des Magistrats legten wir im Beisein der Familie Schumann einen Kranz am Grab von Jürgen Schumann nieder. Sein Mut, sein Einsatz für die ihm anvertrauten Passagiere bleibt uns als Vorbild im Gedächtnis – auch nach 40 Jahren ist das Einstehen für andere und gegen die grausamen Handlungen des Terrors leider aktuell. Babenhausen darf stolz sein, auf seinen Helden der zivilen Luftfahrt. Geschichte wiederholt sich leider immer wieder in der ein oder anderen Form, sodass wir immer wachsam die aktuellen Entwicklungen verfolgen sollten.

Geschichte und aktuelle Entwicklungen sind die Stichworte für das nächste große Thema: am 29. Oktober öffnen wir die Tore zur Kaserne, bevor dann Abrissarbeiten das Antlitz des Areals maßgeblich ändern. Noch einmal besteht die Möglichkeit, die Kaserne so zu erleben, wie sie die Amerikaner verlassen haben, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, bevor durch Baustellenverkehr der Zugang zunächst einmal sehr beschnitten werden muss, damit niemand zu Schaden kommt. Gleich, ob Sie in früheren Zeiten das Gelände betreten konnten, dort ein und aus gingen oder es nur von außen erleben konnten, sehen Sie sich ein letztes Mal um, bevor die aktuelle Entwicklung in Gang kommt. Der Turnverein sorgt dankenswerter Weise für das leibliche Wohl, es gibt in spannenden Führungen einiges zu entdecken und die Planungen für Zukunft zu erforschen.

Sie haben sicher schon festgestellt, dass unsere neue Kehrmaschine endlich eingetroffen ist und die Kollegen des Bauhofs ihr möglichstes tun, die Stadt wieder in Fasson zu bringen. Für die Fortführung des Leasing der alten Kehrmaschine wurden in 2017 keine Mittel bewilligt, nun ist endlich die neue im Einsatz, sodass wir wieder gemeinsam mit Ihnen die Straßen und Wege in Ordnung bringen und halten können. Bitte achten Sie darauf, dass bei der Reinigung vor der Haustüre kein Kehrgut die Fangkörbe der Gullys verstopft, damit Regen- und Schmelzwasser gut ablaufen können. Dann können wir alle entspannt Herbst und Winter entgegensehen, denn schön sind auch diese Jahreszeiten allemal in unserem Babenhausen, von der Grenze östlich Harreshausens bis nach Harpersthausen und Hergershausen im Westen.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

 

 

 

Kolumne vom 12.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

während sicher jeder vergangene Woche den Tag der Deutschen Einheit nach seinem Gusto begangen hat, wurde in der kurzen Woche viel geschafft, aber auch das Feiern ist nicht zu kurz gekommen. Doch erst die Arbeit: Diverse Termine zu Fragen das Bauens und der Entwicklung der Stadt wurden wahrgenommen, aber auch Strategien und Herangehensweisen an Themen wie Verkehrsführung, illegale Müllentsorgung sowie weitere Angelegenheiten des Ordnungsamtes wurden besprochen. Das regelmäßige Gespräch zum Gedankenaustausch mit dem Jugendforum konnte stattfinden. Ein kurzer Ausfall der Netzwerkverbindung des Rathauses am Freitag sorgte noch für einen kurzen Schreck, konnte aber schnell behoben werden. Am Bahnhof Süd ist der fußläufige Durchgang wieder möglich, Sicherungsmaßnahmen wurden umgesetzt, damit nicht übermotivierte Radfahrer dort die zwei Stufen übersehen und zu Schaden kommen.

Gefeiert wurden zwei 90. Geburtstage und eine Eiserne (65.) Hochzeit. Und wenn ein Mitglied des Gesangvereins ein solches Jubiläum begeht, dann ist gute Stimmung vorprogrammiert. Am Wochenende dann ging es nach Lichtentanne in Sachsen. Der Stadtteil Stenn unserer Partnerstadt feierte seine Kirmes und so erwiderten wir den Besuch am Altstadtfest mit großer Freude, trafen dort auch die Kameraden de Feuerwehr Roßdorf und viele alte und neue Freunde. Deutsche Einheit hautnah erlebt. In diesem Zuge sei noch erwähnt, dass unsere talentierte junge Gitarristin Frau Lange näher an Lichtentanne als an Babenhausen herangerückt ist. Beim Konzert im Kreistagssitzungssaal Dieburg informierte Sie das Publikum über die ersten Tage als Studentin im schönen Dresden. Wünschen wir ihr viele wunderbare Begegnungen, in Dresden wie auf ihren Auftritten rund um den Globus.

Bitte beachten Sie die Pressemitteilung zum Seniorentheater, das vom Präventionsrat unterstützt wird. Enkeltricks, Betrügereien gegen Senioren werden sehr unterhaltsam dargestellt und zeigt worauf man achten muss, um am Ende nicht unlauteren Gestalten ins Netz zu gehen. Wir hoffen auf ein gesteigertes Interesse für diese wichtige und nötige aber auch spannende und interessante Veranstaltung.

Mit herbstlichen Grüßen aus Sachsen

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 05.10.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie haben Sie den 03. Oktober begangen? Als zusätzlichen Ferientag? Als Brückentag für ein schönes langes Wochenende, vielleicht mit der Familie? Während meine Tochter den Montagabend für eine sehr spontane kleine Party mit Freunden nutze, waren auch für mich einige Arbeiten unter „Haus & Hof“ zu erledigen, bevor der Terminkalender zum Dienst ruft. Trotz alledem: der Tag der Deutschen Einheit ist Grund zum Feiern, und zwar aus zwei Gründen: Die gewaltsame und ideologisch geprägte Trennung von Staaten und Menschen fand ein Ende. Und dieses Ende kam in friedlichen Protest, gewaltfrei, zivilisiert, menschlich. Schaut man sich die Krisenherde auf dem Erdball an, so kann Deutschland zu recht stolz sein, auf die Aufhebung der Spaltung und die Art und Weise, wie es dazu gekommen ist.

In Babenhausen sind auch Grenzen verschwunden. Wir sind nicht mehr eine durch Gebietsreform zusammengekommene Gruppe von Gruppen, wir sind eine Stadt, jeder von uns ist Harreshäuser, Sickenhöfer, Hergershäuser, Harpertshäuser, Langstädter, Babenhäuser. Sechs wunderbare Stadtteile einer Stadt, inzwischen gehören wir zusammen, ohne unsere Wurzeln zu vergessen.

In der vergangenen Woche war ich in vier der sechs Stadteile unterwegs, Kelterfest in Hergershausen und Jubiläum, Kerb in Harpertshausen, Jubiläum in Langstadt, Eiserne Hochzeit in Babenhausen.

Und überall tut sich etwas. Kräne und Bagger zeigen, wo gebaut, saniert und erneuert wird. In all der Veränderung Konstanz: Ein kleiner Junge steht am Baustellenzaun mit seiner Mama und beobachtet den Bagger bei der Arbeit. Es erinnert mich an die Faszination, mit der mein Bruder und ich als Kinder genauso gebannt dort standen. Schön, dass die Kinder das heute noch genauso machen.

Etwas weiter draußen an der Konfurter Mühle wird die Fischtreppe bald in Angriff genommen, der Gersprenzverband legt sich ins Zeug, um dieses Projekt zwischen Sickenhofen und Babenhausen abzuschließen. Leider wurde die gerade in Stand gesetzte Schranke dort erneut beschädigt, sodass es zu weiteren Verzögerungen für die Anwohner und Landwirte kommen wird.

Aus anderem Grunde gibt es entsprechende Bauzäune am Bahnhof. Zwar können Fußgänger bereits durch die Unterführung am Bahnhof gehen, auch Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle finden den Weg, für Radfahrer muss aber noch eine bessere Lösung her. Derweil ist die „naturnahe“ Unterführung hinten am Tierheim bald Baustelle, die Deutsche Bahn ertüchtigt den Durchgang unter den beiden Bahndämmen dort.

Und der Herbst bringt Standartaufgaben mit sich. Unter anderem ist das Schwimmbad winterfertig eingepackt, allerdings sind dort nach wie vor Kollegen vom Bauhof unterwegs, denn die Anlage im Bauch des Schiffes bedarf auch im Winter der regelmäßigen Kontrolle und Pflege. Im Mai geht dann die nächste Badesaison los. Der Betrieb in 2018 ist wie in 2017 gesichert.

Wir haben das Erntedankfest gefeiert, der Sommer war nass, es hat manche Frucht nicht den erwünschten Ertrag gebracht. Trotzdem ist genug zu Essen da, wir können dankbar sein für den Wohlstand, in dem unsere Kinder aufwachsen können.

 

mit herbstlichen Grüßen aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 28.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

noch etwas einsam steht ein Radlader im Eingangsbereich der Kaserne, zum Bewegen von schweren Teilen, zur Vorbereitung von Flächen ist aber das Gerät vor Ort.

An anderen Stellen bewegt sich schon richtig was. Der Fortgang in den Baugebieten Lachewiesen, in Harreshausen und Langstadt ist sichtbar, und auch im Gewerbegebiet „Im Riemen“ geht es voran. An der Brauerei ist bereits viel geschehen und in der Martin-Luther-Straße wurde der alte Kindergarten niedergelegt, die Kinderkiste musste weichen, und auch der Frontbau der Grundschule ist bald nicht mehr. Viele haben enge und gute Erinnerungen an das, was sie in diesen Gebäuden erlebt und erfahren haben, sodass etwas Schwermut durchaus nachvollziehbar ist, das ist menschlich. Ausschlaggebend ist aber sicher auch, dass hier Raum entsteht für etwas Neues. Kommende Generationen werden hier in einem schönen Kindergarten eine tolle Vorschulzeit erleben, Freunde fürs Leben kennenlernen und neue Erinnerungen sammeln.

Es freut mich, dass viele die Anfahrt zur Grundschule über den Stadthallenparkplatz wählen, denn hier kommen die Kinder viel sicherer auf das Schulgelände, als in der ohnehin engeren Martin-Luther-Straße, in der auch noch Baustellen und große Fahrzeuge den Zugang erschweren. Die wenigen, die sich diesen Weg zumuten, oft noch auf der falschen Straßenseite und in Parkverbot halten, um die Kinder dann noch auf der Straßenseite aussteigen zu lassen, kann ich nur bedingt verstehen. Aus Freiheit folgt eben auch immer persönliche Verantwortung.

Genau das war Thema am Montag. Im Zuge der Interkulturellen Wochen konnten hautnah persönliche Geschichten zum Thema Meinungs- Rede- und Pressefreiheit ausgetauscht werden. Wie fühlt sich das an, wenn man aus dem Iran nach Deutschland kommt, welche Erlebnisse bringen Afghanen aus Ihrem Land mit, wie fühlte sich der Mauerfall in unserem eigenen Land an? Gedankenaustausch hautnah, persönlich, spannend, authentisch, Danke an alle Teilnehmer im Jugendcafe, es war ein sehr interessanter Abend.

Viele Möglichkeiten zum Gespräch gab es zum Gartenfest am Sophie-Kehl-Heim, beim Kürbisfest in Sickenhofen, beim Kirchenjubiläum in Harpertshausen, der Herigar-Cafe in Hergershausen oder der Kerb in Langstadt. Auch in den Kirchengemeinden anlässlich des Erntedankfestes, in der Kunstausstellung in Sickenhofen oder auf den Wegen von und zum Wahllokal. Menschen im Gespräch – eine gute Sache.

Vor Wochen hatten wir eine Initiative gestartet, bei der nicht mehr verwendete Mobiltelefone gesammelt und der Erlös dem Erhalt der bedrohten Gorillas gespendet wurden. Als Teil dieser Aktion sind bereits 7.000€ gespendet worden, und wir sind noch nicht fertig. In Rathaus und Recyclinghof am Bauhof können Sie Ihre alten Geräte nach wie vor dieser Aktion zur Verfügung stellen. Nicht nur vor Ort mit den Przewalski-Pferden tragen wir Babenhäuser damit aktiv zum Artenschutz bei. „Global denken – lokal handeln“ ist damit in Babenhausen nicht nur ein Bekenntnis, wir leben gemeinsam diese Idee. Herzlichen Dank dafür.

 

Viele Grüße aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 21.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

manche Veränderung ist willkommen. So gehen zwei wirklich altgediente Mitarbeiter in den (Un-) Ruhestand, wobei die Betonung auf „Dienst“ liegt, ob die Aufgabe nun im Bereich Sicherheit und Ordnung oder im Forst und im Bauhof liegt.

Andere Veränderungen nehmen wir mit ungutem Gefühl zur Kenntnis, wenn beispielsweise ein Antrag zur Unterstützung eines Landesjugendtreffens nicht gewährt werden kann.

Manche Veränderung wünschen wir uns sehr, so im Umgang miteinander. Selten kommen offene freundliche Fragen wie: „Können wenigstens die ganz schlimmen Schlaglöcher auch in Zeiten knapper Kassen zeitnah repariert werden?“ Das klingt doch viel besser und ermutigt zu einer zeitnahen freundlichen Antwort als: „Habt Ihr eigentlich nicht nachgedacht, als das so geplant wurde?“ Zugegeben, wer arbeitet, macht auch Fehler, aber eine Frage freundlich zu beantworten, die schon Dummheit mehr oder weniger unterschwellig suggeriert, ist eben auch aufwendiger und zeitintensiver.

Die „Interkulturellen Wochen 2017“ im Landkreis knüpfen Verbindungen. Gestern wurde mit „Weniger is(s)t mehr: Lebensmittelverschwendung versus Genuss“ in Babenhausen begonnen. Freitag veranstaltet die Kinder- und Jugendförderung im gleichen Rahmen das „Internationale Gartenfest“ am Sophie-Kehl-Heim. Im Jugendcafe folgt am 25.09. „Das bin ICH!“ / Erzählcafe zum Thema Meinungsfreiheit und am 26.09. wird der Film „Almanya – Willkommen in Deutschland“ gezeigt, wieder im Sophie-Kehl-Heim.

Unsere Kindertagesstätte Kunterbunt ist eine von sechs Einrichtungen, die zur Familientagesstätte gekürt worden ist, wieder ein Veränderung, die uns sehr freut.

Heute Abend stellen wir erneut Weichen für die Zukunft. In der Stadtverordnetenversammlung stehen Ehrungen, Ernennungen zum Ehrenbürger, aber auch die Einbringung des städtischen Haushaltsentwurfs 2018 auf der Tagesordnung.

Am kommenden Sonntag werden viele ehrenamtliche Wahlhelfer, unterstützt von den Kollegen aus der Verwaltung, im Einsatz sein, um unsere Demokratie praktisch umzusetzen. Herzlichen Dank vorab. Bitte nutzen Sie Ihr Recht auf die demokratische Gestaltung, gehen Sie zur Wahl. Das Wahlrecht für alle wurde hart erkämpft. Überlassen Sie dieses Recht nicht anderen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeit der Einflussnahme, vor allem, wenn Sie extreme Positionen wie den Brexit oder die Androhung von Gewalt gegen andere Nationen nicht wünschen, die gerade Europa zu schaffen machen oder friedlichen Lösungen die Türe zuschlagen. Es kommt auch auf Ihre Stimme an.

Anschließend können Sie in Langstadt oder Harpertshausen die unterschiedlichen Jubiläen feiern.

Am vergangenen Donnerstag haben kurze aber heftige Regenfälle den Pegelstand der Gersprenz bei Harreshausen innerhalb kurzer Zeit um fast einen Meter nach oben gedrückt. Dank der in der Vergangenheit getätigten Investitionen des Gersprenzverbandes haben wird derartige Fälle aber gut im Griff.

mit herbstlichen Grüßen aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 14.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in dieser Woche sind viele Zahlen zu wälzen. Der Jahresabschluss des ASB als Betreiber vieler unserer Kindergärten will genauso durchgearbeitet werden, wie der Haushaltsentwurf 2018, der in die Beratung eingespeist wird. Auch die Schwimmbadsaison wird abgeschlossen, Kosten kalkuliert und Eintrittsgelder statistisch aufbereitet. Kalkulationen über weitere Brückenreparaturen stehen an und diverse Projekte müssen durchkalkuliert werden, denn Bund und Land winken mit Fördermitteln. Von 70% bis 30% je nach Programm reicht die Förderquote, aber die Stadt hat praktisch immer auch einen Eigenanteil zu stemmen. Es bleibt also immer die Frage, was wir uns leisten können und wollen.

Die Besucherzahlen der Gesundheitsmesse sind deutlich über den Erwartungen und korrelieren mit denen des Altstadtfestes, das trotz wetterbedingt schwerem Start doch viele Besucher in unser schönes Babenhausen gelockt hat, was durchaus von der Berichterstattung im Hessischen Rundfunk unterstützt wurde.

Es fehlen noch Zahlen zu Besuchern, zu den Umsätzen der Vereine, im ganzen aber haben wir Babenhäuser uns wieder als großartige Gastgeber präsentiert, und mein Dank geht an alle, die daran mitgewirkt haben, die Bewährtes geboten und Neues ausprobiert haben.

Derzeit belegt die Bundestagswahl einige Ressourcen im Rathaus. Genehmigungen müssen erteilt werden, Vorbereitungen sind zu treffen, ehrenamtliche Wahlhelfer (erneut vielen Dank) bekommen die nötigen Informationen, damit am 24.09. die Wahl ordentlich über die Bühne geht.

Die Rathaussanierung ist auch weit fortgeschritten und wird hoffentlich noch in diesem Jahr beendet werden. Damit ist dann ein regulärer Betrieb wieder gewährleistet und Sie können unseren Service wieder in gewohnter Qualität nutzen, ohne Staub, bohren, Leitern und Gerüste.

Für das Wochenende finden Technik-Interessierte die Bezirksübung der Jugendfeuerwehr in Hergershausen sicher genauso spannend wie die Freiflugveranstaltung der Verkehrswacht beim LSC hinter der Kaserne. Außerdem stehen noch Führungen zu den Pferden am Sonntag an, ebenso eine Stadtführung unter dem Thema “Freiheit und Gefangenschaft in Babenhausen“.

 

Eine schöne Einstimmung in die herbstliche Zeit, die mit Wind, Regenbögen und buntem Laub viel Freude bringen kann, wünsche ich mit vielen Grüßen aus dem Rathaus

 

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 07.09.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wieder richtig was los gewesen in unserer Stadt, der Terminkalender der vergangenen Woche war aufregend, wer alles mitnehmen wollte, hatte gut zu tun. AfterWork-Party am Freitag in Langstadt, Waldrundgang am Samstag und Beginn Haselsee-Fest, am Sonntag dann Trödel- & Flohmarkt, Schulhoffest in Langstadt, Schnitzelessen bei den Kickers in Hergershausen und Forellenessen am Sickenhöfer See, Kerb und das letzte Schwimmwochenende im Freibad.

Die Vorbereitungen für das Altstadtfest kommendes Wochenende und die Gesundheitsmesse laufen auf Hochtouren, wir erwarten Gäste aus Bouxwiller, Lichtentanne und vielleicht schaffen die Schwaben aus Babenhausen es dieses Jahr zu uns. Es wird in jedem Fall ein rauschendes Fest. Für die Bewohner unserer schönen Altstadt gibt es zwei Möglichkeiten: Flucht oder Mitfeiern, die Meisten feiern sicher mit. Für mich wird es das dritte Mal sein, dass ich dieses Fest eröffnen darf.

Am Sonntag wurde Frankfurt teilevakuiert, um ein Relikt aus dem zweiten Weltkrieg, eine mächtige Fliegerbombe, zu bergen. An dem Wochenende habe ich die Cabinet War Rooms in London besichtigt, in denen die englische Regierung unter Churchill gearbeitet hat. Im Eingang hängt unter der Decke eine riesige Deutsche Fliegerbombe, da kommt man ins Grübeln. Nach mehr als 70 Jahren haben wir immer noch aufzuräumen. Wenn man dann als Deutscher aber mit Engländern  ins Gespräch kommt, und in Frieden auseinander geht, um gemeinsam Derartiges für unsere Kinder zu verhindern, dann kann ich wahrnehmen, dass trotz aller Differenzen, die existieren mögen, das gemeinsame Eintreten für Menschlichkeit überwiegt. Gemeinsam für Frieden und Menschlichkeit einstehen, Demokratie stärken, auch wenn sie manchmal langsam und ineffizient erscheinen mag, Extrempositionen zu hinterfragen, bleibt das Gebot der Stunde, des Tages, des Jahres. Es gibt keine einfachen, schon gar keine primitiven Antworten auf globale komplexe Fragen unserer Zeit. Wohin Demagogen und Extremisten führen können, sehen wir heute an vielen Stellen weltweit, aber eben auch in unserer Geschichte in Europa und in Deutschland. Lange her, meinen Sie? Nun, wie gesagt, wir räumen immer noch auf. Aber das machen wir gemeinsam, vorwärts gerichtet, die Zukunft gestaltend.

Auch das Altstadtfest führt Menschen zusammen, während zeitgleich in Arlington Veteranen zusammenkommen, die in Babenhausen stationiert waren. Wünschen wir diesen Veranstaltungen gutes Gelingen und ein friedvolles Miteinander!

Viel Spaß beim Altstadtfest und viele Grüße

Ihr Achim Knoke

Kolumne des Bürgermeisters vom 31.08.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Bilder seiner Heimat nimmt man mit, und bekommt sie nachgesandt. Das Stadtbild an der Platanenallee hat zwei Lücken weniger, denn in jedem Jahr werden zwei Platanen ersetzt. Diese Bäume können nicht beliebig oft geschnitten werden und der Erhalt bedarf einer kontinuierlichen Pflege.

Von den Kunst- und Kulturtagen gibt es mindestens 137 Bilder im Internet, die den Erfolg dieser Veranstaltung zeigen. Dieses Jahr haben die Kunstschaffenden viel selbst stemmen müssen und dies unter hohem Aufwand geschafft. Viele Besucher hat es in die Stadtmühle gezogen, und das trotz paralleler Veranstaltungen wie Kerb in Sickenhofen, dem Sport-und Familienfest des TVB oder dem 20jährigen Jubiläum der Rotarier, herzlichen Glückwunsch.

Die Versteigerung eines Gemeinschaftsbildes mit 31 Beteiligten und der Spende von zwei Künstlern hat einen Erlös von 200€ gebracht, der dem Tierheim und dem Lebensmittelpunkt zugute-kommen soll, vielen Dank, dass auch hier Bilder Gutes bewirken.

Das Bild der Stadt ändern wird auch die Entwicklung der Kaserne. Hier wurde zusätzlich zu den Informationen vom vergangenen Dienstag nun offiziell das Handelsregister entsprechend geändert, womit unsere Partner auch hier das Kommando und das Ruder übernehmen und die Stadt als Lotse an Bord bleibt.

Das Rathaus als Baustelle gibt ein Bild ganz anderer Art ab. Staub und Baumaterial zeigen zwar auch hier den Fortgang an, allerdings sind die Tage leider auch laute Baumaßnahmen erforderlich, die wir sonst in die Randzeiten drücken können. Bitte haben Sie bei einem Besuch Verständnis, dass es auf der einen Seite nicht anders zu organisieren ist, auf der anderen Seite die Kolleginnen und Kollegen, die den ganzen Tag in dem Krach sitzen, sicherheitshalber einmal mehr nachfragen.

Leider gibt es auch weniger freudige Nachrichten. So wird es nach aktuellem Stand auch in diesem Jahr keinen Seniorennachmittag in der Kernstadt geben, da sich kein Träger für diese Veranstaltung gefunden hat. Und aus dem Jagd- und Forstbereich wird mitgeteilt, dass die Räude auf dem Vormarsch ist. Diese sehr ansteckende Krankheit befällt gerade hundeartige Tiere und ist bei den Füchsen vermehrt zu verzeichnen. Durch Milben hervorgerufen, sind unsere Haushunde gefährdet, bitte daher den Vierbeiner nicht in Wald und Flur frei laufen lassen.

Unser Schwimmbad ist noch bis einschließlich dem ersten Septemberwochenende geöffnet; genießen Sie es, solange das Wetter dies möglich macht. Es wird immer wieder nach einer Verlängerung bei gutem Wetter gefragt, alle zurückliegenden Initiativen in dieser Richtung haben aber leider gezeigt, dass die Besucherzahlen in keinem Verhältnis zu den Kosten stehen.

 

Viel Spaß Ihnen allen und viele Grüße

 

Ihr Achim Knoke

Kolumne vom 24.08.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

„die schönsten Bilder aus dem Landkreis“ werden gesucht. Auf www.ladadi.de gibt es Informationen zu dem Wettbewerb, da wollen wir doch mit Babenhäuser Motiven dabei sein, und zwar vorn.

Auch vorn dabei ein Ehepaar, das in der vergangenen Woche die Eiserne (65) Hochzeit feiern durfte und als aus Mannheim zugereist die Schönheit Babenhausens sehr deutlich wahrnimmt. Das unterstreicht ein Lokaltermin mit der Denkmalschutzbehörde, die zu Bauthemen immer wieder auch hilft, Historie und Moderne ineinander zu flechten, damit es trotz Veränderung architektonisch schön bleibt.

Schön bleibt auch unsere kulturelle Landschaft, die Termine am Wochenende waren zahlreich. Kubanische Klänge aus dem Schwimmbad, deftige Hähnchen in Hergershausen, leckerer Fisch bei den Anglern in Langstadt, Sommerfest der Emmaus Gemeinde, bei uns ist immer was los.

In Hergershausen waren zwei junge Damen zu Gast, die das ehrgeizige Ziel haben, mit Fahrrädern die Welt zu umrunden. Weltoffen finden sie in unserer Stadt Unterkunft. Wie ging der Slogan? „Zu Hause bei Freunden“, eben hessische Gastfreundschaft.

Sächsische Gastfreundschaft gibt es aus Lichtentanne zu vermelden, unsere Jugendförderung wird gemeinsam mit Roßdorf eine Herbstfreizeit in einer Einrichtung unserer Partnergemeinde im Zwickauer Land an den Start bringen. Genauso haben wir unsere Freunde zum Altstadtfest eingeladen.

Mit Ende der Sommerpause haben die Ausschüsse getagt, die nächste Stadtverordnetenversammlung steht bevor, regelmäßige Termine fallen wieder an.

Trotzdem gibt es immer Zeit, Inne zu halten und besondere Ereignisse und Termine zu begehen. Nach 30 Jahren wurde unser Kreisbrandinspektor Stühling mit großem Zapfenstreich würdig in den Ruhestand verabschiedet. Während Architekten aus Frankfurt sich über unsere Sirenen wundern, kennt Herr Stühling den Weg von dort bis zur Alarmierung via Digitalfunk, in 30 Jahren erlebt man viel mit. 50 Jahre im Ortsgericht aktiv zu sein, wird entsprechend gefeiert, ein Termin dazu fand vergangenen Freitag in Dieburg statt.

So schließt sich der Kreis um all unsere Stadtteile, die zumindest ich in der vergangenen Woche alle mit dem Fahrrad besucht habe, bei genau diesem Thema, denn sowohl am Bahnhof in Langstadt als auch am Haltepunkt Hergershausen sind noch Fahrradboxen zu vermieten. In der Kernstadt werden wohl zeitnah 2 Boxen frei, aber dort gibt es Wartelisten. Ja, Babenhausen radelt, auch das wird beim Altstadtfest wieder Thema sein. Bis dahin stehen noch ein paar Tage Urlaub an, Herr Rupprecht übernimmt meine Vertretung. Zum Altstadtfest hat mich mein Babenhausen dann wieder zurück.

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihr Achim Knoke